THE BOTANIST – FORAGING DAY – BERLIN 

Von | Gin, Kräuter | Keine Kommentare

Ein etwas anderer Tag. Am 04.Juli 2016 streift eine viertelhundert starke Gruppe Berliner Bartender/innen abseits der Wege durch die Natur und nimmt sich Zeit für eine Spaziergang der anderen Art in versteckten Winkeln im wunderschönen Grunewald. Das Ziel ist allerdings kein Ausflugslokal mit Kaffee & Kuchen (es ist Montag morgen, Kaffee muss reichen…) sondern zunächst eine ungewohnte Aufgabe. Foraging bedeutet nämlich erst einmal verstehen, dann sehen und erst dann selektiv sammlen. Damit dies gelingt, hat sich THE BOTANIST es sich auch nicht nehmen lassen uns alle mit dem perfekten Equipment auszurüsten.

Unterwegs mit Forager Jonathan Hamnett (Mitte)

Lisa Marie de Ridder erklärt dazu: „Zum Foraging braucht man nicht viel, es reicht neben dem ausreichenden Sachverständnis als Basisausrüstung zunächst eine gute, scharfe Pflanzen-Schere, ein ordentliches Messer, ein Rosshaarpinsel, ein Beerenkamm, geeignete Behälter für das Sammelgut und letztlich auch eine geräumige und robuste Foraging-Tasche mit Schultergurt.“

Oliver Meschner SCANDIC und Lisa de Ridder BOTANIST
Wie nützlich das war, zeigte sich rasch. Und wer einmal ordentliches Gartenwerkzeug gekauft hat, weiss den Wert seiner Ausrüstung umso mehr zu schätzen.  Aber die schönsten Tools nützen natürlich nichts, wenn man nich weiss wie man sie einsetzt. Das ist übrigens auch beim Barwerkzeug so. Man kann vielleicht morgen in einer Bar anheuern, die toll eingerichtet ist, perfekte Bartools und trinkwillige Gäste hat. Wenn es dem motivierten Bartender allerdings an Ausbildung, Fachwissen und einem guten Händchen für den Gast fehlt wird kann der erste Arbeitstag eventuell auch bereits der letzte sein sein.

Forager Jonathan Hamnett
Im Grunewald wird uns das nötige Wissen zum Thema des Tages durch Forager Jonathan Hamnett vermittelt. Das Briefing ist umfangreich aber klar, und so stapfen wir los. Gut zu Fuss muss man auch sein stellen wir schnell fest…
Es folgt eine dreiteilige Erfahrung: Suchen, staunen, sammlen. Wir staunen, weil wir im Alltag gar nicht mehr wahrnehmen, was um uns herum passiert und wächst.

Brand Ambassador Ewald Stromer (Rechts)
Mit den gesammelten Kräutern ist dann schliesslich der erste Schritt getan. Ewald Stromer (Brand Ambassador Bruichladdich & The Botanist Gin) demonstriert uns die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten für Bartender, und vor allem wie leicht es ist den Gast durch die Natur inspirierte Drinks zu überraschen.

Odd Ivar-Strandkakken, Prinzipal Kreuzberg

Foraged Mixology wird dann im nächsten Schritt das Thema für die Botanist-Team-Workshops.

Kräuter in der Verarbeitung

Ein Highlight und gelungene Überraschung zum Schluss, der Koch Craig Grozier ist Foraging-Spezialist, ist bereits vor Tagen aus Schottland eingeflogen, und hat sich vor Ort besorgt was in die Töpfe muss. Das Wildschwein wie alle anderen Zutaten kommen ausschliesslich aus der lokalen Natur, konsequent bis ins letzte Detail. Die Menuekarte liest sich wie ein Traumspaziergang durch den Grunewald, der Gaumen singt, das Herzchen lacht. Der Chef hat alles richtig gemacht. Craig Grozier & Team rockt Schloss Grunewald und zeigt im einem exzellenten 4-Gänge Menü am Abend Foraging par excellence.

Dinner Dessert

 

Als wir am Abend in den Bus zurück zur Innenstadt steigen denken wir. „Könnte doch morgen wieder ein Foraging Day mit The Botanist sein“.

Als nächstes kann sich München auf den Botanisten freuen… sagt man. Glücklich schätzet Euch, wenn Ihr eins der limitierten Tickets habt – do not miss it!

 

xxxxx Mehr zum Thema Foraging? Hier ein Auszug aus unserem bereits veröffentlichten Blogbeitrag zum Thema:

UNSERE GROSSELTERN WAREN FORAGER

Meine Grosseltern sprachen mehr schlecht als Recht Englisch, und doch hat ihre Generation das, was heute unter „Foraging“ von Paul Chambers und anderen beschrieben und praktiziert wird, aus lebensnotwendigen Umständen am eigenen Leib erlebt. Schon in den Vorkriegsjahren des zweiten Weltkriegs entstanden so z.B. für die Generation unserer Grosseltern Gartensiedlungen um die Bevölkerung in den bevorstehenden Kriegsjahren unabhängig von der Versorgung zu machen, indem man Wohnraum subventionierte der an den Anbau von Obst, Gemüse und die Kleinviehhaltung gebunden war. Unsere Generation hat selbst – glücklicherweise – auch die Nachkriegsjahre nicht mehr erleben müssen, und shoppt heute ganz selbstverständlich im Supermarkt nach Einkaufszettel. Wobei man auch lobenswerter Weise dem mündigen und immer aufgeklärteren Bürger und auch dem Handel danken muss, dass es in den letzten Jahren einen merklichen Trend zu regionalen Produkten gibt, die der Supermarkt direkt vom Obsthof oder Bauer der Region bezieht.
Unabhängig von dieser – sehr convenienten Versorgungssituation – fangen immer mehr Garten- und Balkonbesitzer an ihre Erden zu nutzen, Kräutertöpfchen und Gemüsebeete zu hegen und pflegen.
Paul Chambers und alle die heute FORAGING betreiben gehen da noch einen Schritt weiter. Sie sammeln in der freien Wildbahn, wobei das nicht so einfach ist wie es sich anhört.

In der Eifel, hört man, fallen nicht selten organisierte Trupps auf, die die Wälder durchstreifen und komplett leerpflücken. Und während unserer Urlaubsreisen habe ich sie oft gesehen; Privatleute die am Rand der Landstrasse in der Provence wie in Polen gleichermassen campieren. Nicht aus Romantik, sondern um Geld zu verdienen, denn sie verkaufen Pilze und Beeren, die sie zuvor in den Wäldern gesammelt haben. Oft haben meine Frau und ich diskutiert, ob man hier kaufen sollte oder nicht… Nach der Lektüre zum Thema Foraging wird mir jetzt einiges noch klarer, was ich gerne hier teilen möchte.

Denn so gross die Verlockung auch ist, die Beere oder das Kraut zu pflücken, die man in der Natur sieht, so wichtig ist es mit dem richtigen Grundwissen und in verantwortungsvoller Weise aktiv zu werden, sich selber wie auch der Natur zuliebe. Es gibt Pflanzen, die nicht nur ungeniessbar und/oder Schadstoffbelastet, sondern gar giftig sind. Abgesehen von den als bedrohte Art eingestuften Exemplaren.

MERKE: NICHT JEDER ORT IST FORAGING-GEEIGNET

Der Rand vielbefahrener Strassen bespielsweise ist in mehrerlei Hinsicht eine ungeeignete Quelle für frische Nahrungsmittel, denn er beherbergt so ziemlich alles was man nicht in seinem Mund haben möchte; Streusalze, Unkrautvernichtungsmittel, Reifenabrieb, Öle und Schwermetalle. Abgesehen davon hinterlassen Menschen wie Tiere dort Abfälle jedweder Art. Also streichen wir diese Quell mal ganz schnell.

Paul Chambers hat in London grüne Zentren entdeckt, in denen man wider Erwarten foragen kann. Damit meint er nicht die grünen Rasenflächen und liniengezogenen Beete, die mittels Chemie unkrautfrei bleiben, sondern vielmehr unkultivierte Nischen, warnt aber gleichzeitig von alten, industriellen Flächen die zwar augenscheinlich von der Natur übernommen anmuten, aber noch für Jahre belastet sind, bevor man hier ohne eingehende Vorabanalyse Nahrungsmittel pflücken sollte. Und da der gemeine Forager kein mobiles Labor mitführt, gilt die Regel alte Industrieanlagen zu meiden. Das gleiche gilt für intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, deren Bewirtschaftung Pestizide und Herbizide vorsieht. Die grünen Nischen übrigens benötigten wundersamerweise manchmal kaum grosse Menge an Erden, vielen Pflanzen reicht das was sie zwischen Plastersteinen, Mauernischen und alten Dächern finden schon als Nährbasis.

VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT DER NATUR

Es gilt das, was wir aus dem Strassenverkehr kennen; Schilder beachten. Privateigentum achten. Geschützte Flächen respektieren. EIn Abzupfen von Kräutern im Naturschutzgebiet (Engl: SSSI’s = sites of specific scientific interest) ist kein Kavaliersdelikt.

Die Forager sind sich einig was die Grundregeln betrifft:

Benutze immer eine Schere oder Messer, die Pflanzen niemals abreissen. Und schon gar nicht ausreissen. Und nehme immer nur soviel, dass die Pflanze sich regenerieren kann. Lass ihr Blätter zum Leben. Und auch der Natur ihren Teil, die Blüten beispielweise sind für Insekten lebenswichtig. Foraging ist kein Einsammeln bis nichts mehr übrigbleibt. Wer seinen Apfelbaum erntet, der schneidet auch nicht alle Äste komplett ab, sondern pflückt behütsam ohne den Baum zu verletzten oder ihm seine Lebensenegrie zu entziehen.
Benutze immer eine Schere oder Messer, die Pflanzen niemals abreissen. Und schon gar nicht ausreissen. Und nehme immer nur soviel, dass die Pflanze sich regenerieren kann. Lass ihr Blätter zum Leben. Und auch der Natur ihren Teil, die Blüten beispielweise sind für Insekten lebenswichtig. Foraging ist kein Einsammeln bis nichts mehr übrigbleibt. Wer seinen Apfelbaum erntet, der schneidet auch nicht alle Äste komplett ab, sondern pflückt behütsam ohne den Baum zu verletzten oder ihm seine Lebensenegrie zu entziehen.

Geh nicht immer wieder an die gleiche Stelle. Auch wenn es in unserer DNA steckt, dorthin zurückzukehren wo wir wissen „DA IST DAS FUTTER GUT“. Du bist hier nicht in der Pommesbude. Suche weiter – denn die Natur braucht ihre Zeit um nachzuproduzieren.

FORAGING IST KEIN SHOPPING

Lass die Plastiktüte zu Hause, nehm stattdessen eine Box mit. Kräuter und Blüter sind darin zigmal besser aufgehoben.

Und zu gutem Schluss noch ein Rat:

NEHM UND ISS NUR DAS WAS DU KENNST

Ess niemals etwas, von dem Du Dir nicht zu 100% sicher bist was es ist. Wann auch immer Du zweifelst, lass es. Es gibt zwar weniger giftige Pflanzen und Pilze als essbare, aber es sind immerhin noch genug…

Oldtimer der „Tour de Rü“ begeistern bei Underberg-Zwischenstopp in Rheinberg

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Rheinberg, 23. April 2016. Es war wie eine Zeitreise ins vergangene Jahrhundert: An die 140 Oldtimer und sieben historische Krafträder, allesamt wunderschön restauriert und auf Hochglanz poliert, rollten am Samstag, 23. April Vormittag durch die historische Altstadt von Rheinberg. Zu ihrer traditionellen Frühlingsausfahrt war die Interessengemeinschaft Rüttenscheid e. V. (IGR) der Einladung des Familienunternehmens Underberg gefolgt und steuerte die Stadt am linken Niederrhein als erstes Etappenziel ihrer diesjährigen „Tour de Rü“ an.

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Brasilberg – von Rheinberg in die weite Welt

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Seine Entstehung verdankt Brasilberg Dr. Paul Underberg, der als Kosmopolit und leidenschaftlicher Entdecker Ende der 20er Jahre u.a. Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika bereiste, um neue Absatzmärkte für den in Deutschland so beliebten Underberg zu finden.

Schnell merkte Paul Underberg, dass Brasilien, das riesige Land am Amazonas mit den vielen deutschen Einwanderern, eine einmalige Chance für die Marke bot. Und so dauerte es nicht lange, bis er im Juni 1933 eine eigene Fabrikation in Rio de Janeiro in Betrieb nahm.

Zunächst wurde das damals noch „Underberg do Brasil“ genannte Produkt mit der Original Underberg Kräutermischung aus Deutschland hergestellt. Später passte ihn Paul Underberg dem Geschmack der Brasilaner an, indem er sich der üppigen Flora des Regenwaldes bediente.

Brasilberg_Keyvisual

Kräuter und Pflanzen aus dem Amazonasgebiet prägen bis heute die eigene Rezeptur mit unverkennbar brasilianischem Geschmack. Typisch ist auch die große 1.0-Liter Flasche, auf der ein brasilianisches Siegel Herkunft und Qualität garantiert.

42% vol.

Verfügbar im Karton mit 3 x 1,o L

 

Die schönsten Oldtimer geben sich bei Underberg die Ehre

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Die “Tour de Rü” kommt nach Rheinberg. Glänzender Chrom, polierter Lack, elegant geschwungene Linien – wer beim Anblick historischer Kraftfahrzeuge ins Schwärmen gerät, sollte sich Samstag, 23. April unbedingt im Kalender vormerken. Denn dann wird die bekannte Oldtimer-Rallye „Tour de Rü“ auf ihrer alljährlichen Frühlingsausfahrt beim Rheinberger Traditionsunternehmen Underberg Station machen.

Rund 130 hochklassige Automobile und sieben historische Krafträder steuern Rheinberg als erstes Etappenziel der beliebten Tour an. Dr. Hubertine Underberg-Ruder wird die rund 300 Teilnehmer gegen 10 Uhr auf dem Marktplatz willkommen heißen. Dort kann man die motorisierten Veteranen dann in aller Ruhe live in Augenschein nehmen und mit den Fahrern fachsimpeln. Die Oldtimer stammen aus den Baujahren 1926 bis circa 1965. Darunter sind viele Vorkriegsmodelle, zum Beispiel zwei Mercedes Kompressor-Rennwagen, die als Spitzenrennwagen ihrer Zeit, bereits im Jahr 1928 über 200 km/h erreichten.

Bereits in den 30er Jahren wurde Underberg mit dem „Kräuter-Mobil“, einem Opel 1,3 l Geschäftswagen, Baujahr 1937 mit 24 PS/1278 ccm Hubraum und 80 km/h Höchstgeschwindigkeit, ausgeliefert

Bereits in den 30er Jahren wurde Underberg mit dem „Kräuter-Mobil“, einem Opel 1,3 l Geschäftswagen, Baujahr 1937 mit 24 PS/1278 ccm Hubraum und 80 km/h Höchstgeschwindigkeit, ausgeliefert

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Tour de Rü nach Rheinberg einladen konnten und sind schon gespannt auf viele klassische Schönheiten“, sagt Emil Underberg. „Nicht zuletzt durch unser Kräutermobil haben wir eine besondere Affinität zu diesen wunderbaren historischen Fahrzeugen.“

Natürlich wird das „Underberg Kräutermobil“ ebenfalls vor Ort sein. Der liebevoll restaurierte Opel Blitz aus den 1930er Jahren ist eine besondere Augenweide: Er wurde im typischen Underberg-Grün lackiert und mit dem unverkennbaren „Underberg-Hupsignal“ ausgestattet.

 

Familie Underberg mit dem restaurierten Opel Blitz im typischen Underberg-Grün lackiert

Familie Underberg mit dem restaurierten Opel Blitz im typischen Underberg-Grün

Die „Tour de Rü“ wird von der Interessengemeinschaft Rüttenscheid e. V. (IGR) traditionell zum Frühjahrsbeginn organisiert. Nach den langen Wintermonaten nutzen die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre alten „Schätzchen“ endlich aus der Garage zu holen. Ausgehend von Essen Rüttenscheid führt die gemeinsame Tour immer durch die schönsten Ecken des Rheinlands. Dieses Jahr führt die Strecke entlang des Niederrheins bis nach Holland. Ziel ist das Schloss Kasteeltuinen in Arcen.

Parallel zur Oldtimer-Parade ist auch im Underberg Museum am Marktplatz Sehenswertes geboten. Ab April stellt dort der Maler, Grafiker und Bildhauer Günter Huniat eine Auswahl seiner Werke aus. Der in Leipzig tätige Künstler verwendet für seine Collagen, Aquarelle und Zeichnungen, die er selbst „Underelle“ nennt, die Umverpackung der bekannten Underberg Portionsflasche.

Sehen wir uns?

Die historischen Fahrzeuge werden am Samstag den 23. April zwischen 09:30 Uhr und 10:30 Uhr beim Zwischenstopp in Rheinberg erwartet.

 

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Underberg – der einzigartige Rheinberger Kräuter

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Die Marke die dem Städtchen Rheinberg am Niederrhein zu Weltruhm verhalf, ist weit mehr als ein Bitter: Underberg ist ein Premiumprodukt mit Herkunftsbezeichnung – ohne Farbstoffe, ohne zugefügten Zucker und ohne weitere Zusätze. Seine Top-Markenbekanntheit 85% (Studie 2015) und hohe Produkt-Qualität zeichnen ihn aus. Und ein Underberg wird nur aus besten Zutaten hergestellt.

Seine Kräuter stammen aus 43 Ländern, werden strengsten Eingangskontrollen unterzogen und nach dem geheimen „Semper idem“-Verfahren weiterverarbeitet, wobei nur koscherer Alkohol und frisches Wasser zugesetzt werden. Das garantiert den schonenden Auszug der Wirk- und Aromastoffe aus den Kräutern.

Stammhaus_Nacht

Ein entscheidender Herstellungsschritt erfolgt in den historischen Kellern des Stammhauses unter der Underberg-Straße 1 in Rheinberg. Hier reift Underberg ca. neun Monate in Fässern aus slowenischer Eiche, bevor er in die typische, mit strohfarbenem Papier umwickelte Portionsflasche abgefüllt wird.

Noch heute stellen die Familienmitglieder der vierten und fünften Generation die Kräuterkomposition persönlich zusammen und wahren das Geheimrezept, das sich seit 1846 in Familienbesitz befindet.

 

International ausgezeichnete Qualität, z.B.:

Goldmedaille World Spirits Award 2015, 2014, 2013, 2012

ISW Award Goldmedaille 2015, 2014, 2013

IWSC Gold Outstanding 2014

 

2016 startet Underberg eine neue PR-Aktion unter dem Motto „Sing und koch Dich auf den Underberg!“ und sucht nach charismatischen Kandidaten mit tollen Stimmen und Kochtalent. Ob herzerweichende Arie, flotter Schlager oder rockige Liebesballade: Wer nicht nur den Kochlöffel schwingen, sondern auch am Mikro überzeugen kann, ist bei diesem kulinarischen Gesangswettbewerb genau richtig. Die Gewinner der regionalen Qualifikationen bekommen beim großen Finale in Köln die Chance auf attraktive Geld- und Sachpreise.

Underberg Aktion 2016

Auf der Aktionswebsite können sich die singenden Köche und kochenden Sänger ab sofort bewerben. Die besten Einsendungen werden direkt zu einer der vier regionalen Qualifikationen geladen. Teilnahmeschluss ist der 15. Juni 2016. Bewerben kann sich jeder, der sowohl kochen als auch singen kann. Ob Hobby-Koch oder Profi spielt dabei keine Rolle.

 

Brasilberg – von Rheinberg in die weite Welt

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Seine Entstehung verdankt die Marke Brasilberg Dr. Paul Underberg, der als Kosmopolit und leidenschaftlicher Entdecker Ende der 20er Jahre u.a. Asien, Afrika, Mittel- und Südamerika bereiste, um neue Absatzmärkte für den in Deutschland so beliebten Underberg zu finden.

Schnell merkte Paul Underberg, dass Brasilien, das riesige Land am Amazonas mit den vielen deutschen Einwanderern, eine einmalige Chance für die Marke bot. Und so dauerte es nicht lange, bis er im Juni 1933 eine eigene Fabrikation in Rio de Janeiro in Betrieb nahm.

Zunächst wurde das damals noch „Underberg do Brasil“ genannte Produkt mit der Original Underberg Kräutermischung aus Deutschland hergestellt. Später passte ihn Paul Underberg dem Geschmack der Brasilaner an, indem er sich der üppigen Flora des Regenwaldes bediente.

Brasilberg - das Original aus Brasilien

Kräuter und Pflanzen aus dem Amazonasgebiet prägen bis heute die eigene Rezeptur mit unverkennbar brasilianischem Geschmack. Typisch ist auch die große 1.0-Liter Flasche, auf der ein brasilianisches Siegel Herkunft und Qualität garantiert.

42% vol.

Verfügbar im Karton mit 3 x 1,o L

Singende Köche und kochende Sänger

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Aufruf zu einem kulinarischen Gesangswettbewerb der besonderen Art

Das gab’s noch nie: Unter dem Motto „Sing und koch Dich auf den Underberg!“ sucht die deutsche Traditionsmarke Underberg nach charismatischen Kandidaten mit tollen Stimmen und Kochtalent. Ob herzerweichende Arie, flotter Schlager oder rockige Liebesballade: Wer nicht nur den Kochlöffel schwingen, sondern auch am Mikro überzeugen kann, ist bei diesem kulinarischen Gesangswettbewerb genau richtig. Die Gewinner der regionalen Qualifikationen bekommen beim großen Finale in Köln die Chance auf attraktive Geld- und Sachpreise.

Es wird geschnippelt, gehackt, gebraten und – gesungen! Underberg sucht Kandidaten für ein nie dagewesenes Format. „Koch und sing Dich auf den Underberg!“, so nennt sich der Wettbewerb, bei dem es gleichermaßen um das Können am Herd und die Performance am Mikrofon geht. Die Kandidaten werden nicht nur ihr Parade-Gericht zaubern, sondern die Jury auch von ihren Gesangstalenten überzeugen müssen.

Um sich einen Platz in den regionalen Qualifikationen zu sichern, lädt man auf der Aktionsseite seine aussagekräftige Bewerbung hoch welche nebst einem Rezept und Foto zum Gericht eine aussagekräftige Hörprobe des Gesangs enthalten muss. Die Besten bekommen einen Platz in den regionalen Qualifikationen. Diese finden im September 2016 in Kochschulen in folgenden Städten statt: Hamburg, Leipzig, München und Düsseldorf. Hier präsentieren die Teilnehmer ihr Können: Im Live-Contest beweisen sie sich vor einer Fachjury bestehend aus Größen der Koch- und Musikszene. Die Teilnehmer kochen ein selbst gewähltes Gericht, singen einen Coversong oder eine Eigenkomposition und schließen mit einer eigenen Interpretation des bekannten Underberg-Jingles.

Im November 2016 treten die Gewinner der regionalen Qualifikationen dann in Köln im Finale gegeneinander an. Hier wartet eine renommierte Fachjury darauf, die Besten der Besten zu küren: Mit dabei sind Mitglieder der erfolgreichen a cappella Band Voxxclub, Star- und Fernsehkoch Christian Henze sowie Hubertine Underberg-Ruder, die das traditionsreiche Familienunternehmen Underberg in fünfter Generation vertreten wird. Den Gewinnern des Finales im November 2016 winken attraktive Geld- und Sachpreise im Gesamtwert von 10.000 Euro. Schon der Erstplatzierte räumt mächtig ab: 2.500 Euro sowie ein Berlin-Wochenende für sich und drei Freunde – Kochkurs bei Spitzenkoch Stefan Dadarski inklusive.

Underberg Aktion 2016

 

Jetzt bewerben!

Auf der Website können sich die singenden Köche und kochenden Sänger ab jetzt bewerben. Die besten Einsendungen werden direkt zu einer der vier regionalen Qualifikationen geladen. Teilnahmeschluss ist der 15. Juni 2016. Bewerben kann sich jeder, der sowohl kochen als auch singen kann. Ob Hobby-Koch oder Profi spielt dabei keine Rolle.

Über den Wettbewerb

Der Wettbewerb ist der um das Thema Kulinarik erweiterte Nachfolger des erfolgreichen Formats SING DICH AUF DEN UNDERBERG, dessen Finale am 13. März 2015 auf der Zugspitze stattfand. Auf der höchsten Bühne Deutschlands begeisterten die Finalisten mit ihrem Gesang die renommierte Fachjury. Da Underberg als Digestif für gutes Essen steht, wird in diesem Jahr nicht nur Musik, sondern auch das Thema Kochen eine zentrale Rolle spielen.

Neue Struktur bei Diversa Spezialitäten greift: Rekordentwicklung 2015

Von | Bar, Kräuter, Whiskey | Keine Kommentare

Nach der erfolgreichen Reorganisation der Vertriebsstrukturen des Joints Ventures von Underberg und Rémy Cointreau in Deutschland zieht Geschäftsführer Thomas Mempel eine brillante Jahresbilanz für das Kalenderjahr 2015, und zündet sofort die zweite Stufe.

Neues Key Account – Team für den Lebensmittelhandel steht

Das neue Team der Diversa Spezialitäten GmbH ist mit Start des neuen Jahres komplett installiert, und alle Kundengruppen werden nun durch Nationale und Regionale Key Account Manager betreut. „Wir haben bei der Auswahl des Teams nur die Besten gesucht, aus diesem Grund hat es auch länger als erwartet gedauert, bis wir alle Positionen besetzen konnten. Wir freuen uns über unsere schlagkräftige, motivierte Mannschaft, die unseren Handelspartnern als kompetenter Ansprech- und Sparringpartner zur Verfügung steht“, so Thomas Mempel.

Rekordjahr für Eigen- und Distributionsmarken

Die ersten Früchte daraus kann die Diversa schon heute nach dem 4. Quartal 2015 ernten; Underberg wächst um +15,5%, Bruichladdich +70,6%, Cointreau +12,4%, Asbach Uralt +5,7%, Moskovskaya +10%, Grasovka +13,1%, XUXU +3%, Plomari +17,3% (jeweils Menge im Kalenderjahr von Januar bis Dezember 2015 vs. VJ). Außerdem bilanziert die Diversa eine erfolgreiche Einführung von Rémy Accord Royal 1738 sowie MSK by Moskovskaya im Ready-to-Drink Segment. Das neu aufgebaute Whisk(e)yportfolio (z.B. Port Chalotte, Octomore, Bruichladdich, Bunnahabhain, Ledaig, Deanston, Black Bottle, Buffalo Trace, Eagle Rare, und weitere) entwickelt sich ebenfalls außerordentlich gut. Die gesamte Vertriebs- und Marketing-Organisation ist ehrgeizig und hochmotiviert.

Klarer Fokus auf Premium-Qualitäten

Die Diversa Spezialitäten GmbH realisiert nach Nielsen-Daten im Deutschen Handel aktuell bereits den höchsten Durchschnittspreis pro Flasche unter den Top-Spirituosen-Distributeuren. Für den weiteren Ausbau des Premium-Segmentes stellt das Unternehmen jetzt ein neues Konzept unter dem Titel „THE PREMIUM COLLECTION“ vor, das der zunehmenden Bedeutung vom Premium-Spirituosen im Deutschen Markt Rechnung trägt.

Diversa Premium Collection

 „Wir haben unseren Kunden in 2016 einiges zu bieten – neben dem umfangreichen Promotion-Gesamtjahresprogramm erwarten unsere Handelskunden interessante Produktinnovationen, und lang vorbereitete Relaunches. 2016 wird ein Jahr voller positiver Neuerungen“ kündigt die Geschäftsführung der Diversa Spezialitäten an, die mit der TeamSpirit Internationale Markengetränke GmbH – als zweite Vertriebsmannschaft für den Fachhandel und die Gastronomie – ebenfalls auf Premium setzt. In den letzten zwei Jahren wurde das Fachhandel-und die Gastronomie relevante Sortiment des Vertriebsarms bereits um zahlreiche wichtige Marken ergänzt.

Strategische Partnerschaften im Fokus

Speziell den im Whisk(e)y-Bereich strategisch wichtigen Partnern Bruichladdich, Burn Stewart, und auch dem expandierendem Unternehmen Sazerac – allesamt im Wachstum und mit Fokus auf Premium-Strategie, Innovationsgeist und höchst interessanten Releases – werden Diversa und TeamSpirit in beiden Handelsbereichen und der Gastronomie jetzt noch mehr Fokus geben. Thomas Mempel dazu: „Wir können unsere Strategien am besten mit Partnern umsetzen, die unseren Glauben an die Bedeutung des Premiummarktes teilen, und aktiv durch entsprechendes Engagement und Produktentwicklungen begleiten, auch um unseren Handelskunden zu entsprechen.“ In diesem Zusammenhang kündigt die Diversa an, in Kürze noch weitere Whisk(e)ys Ihrer langfristigen Partner im Sortiment aufzunehmen.

Mehr Fokus werden auch die Gesamt-Sortimente der langjährigen und wichtigen Partner Simex sowie Distell erhalten.

UNICUM – Einen auf die Zwetschke!

Von | Kräuter | 3 Comments

Der weltweit erste Kräuterlikör, der auf gedörrten Zwetschken im Eichenholzfass reift, kommt endlich auch nach Deutschland.  In Ungarn feiert Uncium „Szilva“ (Zwetschke) bereits seit zwei Jahren große Erfolge und entwickelte sich innerhalb von nur zwölf Monaten zur drittgrößten Premiumspirituose des Landes. Das angepeilte Volumen wurde um ein Vierfaches übertroffen. 


In Deutschland wurde der Kräuter-Shootingstar Unicum Zwetschke auf dem Bar Convent Berlin 2015 erstmals der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. Die Familie Zwack war hierzu eigens angereist, um persönlich die Innovation auf der Messe vorzustellen. Drei Tage verbrachte sie mit Management und Distributionsteam von TeamSpirit in Berlin, und stand für persönliche Gespräche mit Bartendern, Fachhandel und Gastronomiemitarbeitern bereit. Die Zeit verging im Fluge, und keine Minute ohne ein Gespräch. Es hat sich gelohnt, denn die Vorstellung der Innovation im Kräuterlikörmarkt war eines der Messe-Highlights von TeamSpirit (Distributeur für den Fachhandel und die Gastronomie in Deutschland). Ab sofort ist Unicum Zwetschke ausserdem im Sortiment der Diversa Spezialitäten GmbH für den Deutschen Lebensmittelhandel lieferbar.

 

Die Basis ist der klassische UNICUM

Der Kräuterlikör Unicum, der seit 1790 nach unveränderter Rezeptur aus über 40 verschiedenen Kräutern hergestellt wird, und in Ungarn als Nationalgetränk gilt, ist die Basis des neuen Likörs. Unter Verwendung von hochwertigem ungarischem Maisbrand wird ein Teil der Kräuter mazeriert, ein anderer Teil destilliert. Nach etwa 30 Tagen werden Destillat und Mazerat sorgfältig miteinander vermischt und anschließend in Eichenholzfässern gelagert, wo sie mindestens 6 Monate reifen. Das Rezept des Unicums ist bis heute nur der Herstellerfamilie Zwack aus Budapest bekannt. Auf vier Kontinenten wird diese Urrezeptur in vier verschiedenen Banken und in vier verschiedenen Teilen aufbewahrt.

Die Reifung auf getrockneten Zwetschken macht den Klassiker zur Innovation

Damit es schließlich ein Unicum Zwetschke wird, reift der fertige, bereits gelagerte Unicum nochmals mehrere Monate auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern. So entsteht ein völlig neues Geschmackserlebnis. Durch die gedörrten Früchte erhält der Kräuterlikör nicht nur seine fruchtige Note, sondern auch eine angenehm ausgewogene Süße. Das aufwendige Produktionsverfahren verleiht ihm seine unverwechselbare Harmonie und Geschmeidigkeit.

Erfolgsversprechende Vielseitigkeit

Im Gegensatz zu einem klassischen Unicum ist der Unicum Zwetschke ein wahrer Allrounder, als Shot wie auch zum Mixen geeignet und wird mit aufgrund seiner hohen geschmacklichen Akzeptanz auch in jüngeren Zielgruppen schnell seine Freunde finden.

 

THE BOTANIST und mein erstes Mal „Foraging“

Von | Gin, Kräuter | Keine Kommentare

Ich bin auf den Weg nach Islay. The Botanist Islay Dry Gin is calling. Foraging ist unser Thema. Und da will ich ordentlich vorbereitet sein….

Leider darf man mittlerweile immer noch nicht Messer im Handpäck mitführen. Im Koffer aufgeben werde ich das Messer meines Grossvaters jedoch nicht. Wofür ich das brauche? Das erklärt sich im späteren Verlauf….Ich beginne meine erste Reise nach Islay zum Thema FORAGING folglich ohne eigene Klinge, dafür mit einem flugtauglichen und gewaltfreien Buch von Paul Chambers zum Thema Foraging, einem Strauss frischer Kräuter aus dem Garten meiner Mutter, und einem Koffer voller Dinge, von denen bislang nur meine Frau und ich wissen dass ich sie mitführe.


Meine Reisegruppe treffe ich in Düsseldorf, Glasgow und Islay. Es ist eine Reise der anderen Art, kein üblicher Geschäftsbesuch, sonder ein Trip in die unberührte Natur – in einer kleinen Gruppe von interessierten Bartendern, mit denen ich auf die Hebrideninsel Islay reisen darf. Drei Tage weg vom Business-Alltag, die ich mir selbst nehmen werde um das Thema zu inhalieren…

UNSERE GROSSELTERN WAREN FORAGER

Meine Grosseltern sprachen mehr schlecht als Recht Englisch, und doch hat ihre Generation das, was heute unter „Foraging“ von Paul Chambers und anderen beschrieben und praktiziert wird, aus lebensnotwendigen Umständen am eigenen Leib erlebt. Schon in den Vorkriegsjahren des zweiten Weltkriegs entstanden so z.B. für die Generation unserer Grosseltern Gartensiedlungen (vgl: Reichsheimstättengesetz), um die Bevölkerung in den bevorstehenden Kriegsjahren unabhängig von der Versorgung zu machen, indem man Wohnraum subventionierte der an den Anbau von Obst, Gemüse und die Kleinviehhaltung gebunden war. Unsere Generation hat selbst – glücklicherweise – auch die Nachkriegsjahre nicht mehr erleben müssen, und shoppt heute ganz selbstverständlich im Supermarkt nach Einkaufszettel. Wobei man auch lobenswerter Weise dem mündigen und immer aufgeklärteren Bürger und auch dem Handel danken muss, dass es in den letzten Jahren einen merklichen Trend zu regionalen Produkten gibt, die der Supermarkt direkt vom Obsthof oder Bauer der Region bezieht.


Unabhängig von dieser – sehr convenienten Versorgungssituation – ist mein Eindruck dass immer mehr Garten- und Balkonbesitzer anfangen ihre Kräutertöpfchen und kleinen Gemüsebeete zu hegen und pflegen.

Paul Chambers und alle die heute FORAGING betreiben gehen da noch einen Schritt weiter. Sie sammeln in der freien Wildbahn, wobei das nicht so einfach ist wie es sich anhört.

In der Eifel, hörte ich von Freunden, fallen nicht selten organisierte Trupps auf, die die Wälder durchstreifen und komplett leerpflücken. Und während unserer Urlaubsreisen habe ich sie oft gesehen; Privatleute die am Rand der Landstrasse in der Provence wie in Polen gleichermassen campieren. Nicht aus Romantik, sondern um Geld zu verdienen, denn sie verkaufen Pilze und Beeren, die sie zuvor in den Wäldern gesammelt haben. Oft haben meine Frau und ich diskutiert, ob man hier kaufen sollte oder nicht… Nach der Lektüre zum Thema Foraging wird mir jetzt einiges noch klarer, was ich gerne hier teilen möchte.

Denn so gross die Verlockung auch ist, die Beere oder das Kraut zu pflücken, die man in der Natur sieht, so wichtig ist es mit dem richtigen Grundwissen und in verantwortungsvoller Weise aktiv zu werden, sich selber wie auch der Natur zuliebe. Es gibt Pflanzen, die nicht nur ungeniessbar und/oder Schadstoffbelastet, sondern gar giftig sind. Abgesehen von den als bedrohte Art eingestuften Exemplaren.

MERKE: NICHT JEDER ORT IST FORAGING-GEEIGNET

Der Rand vielbefahrener Strassen bespielsweise ist in mehrerlei Hinsicht eine ungeeignete Quelle für frische Nahrungsmittel, denn er beherbergt so ziemlich alles was man nicht in seinem Mund haben möchte; Streusalze, Unkrautvernichtungsmittel, Reifenabrieb, Öle und Schwermetalle. Abgesehen davon hinterlassen Menschen wie Tiere dort Abfälle jedweder Art. Also streichen wir diese Quell mal ganz schnell.

Paul Chambers hat in London grüne Zentren entdeckt, in denen man wider Erwarten foragen kann. Damit meint er nicht die grünen Rasenflächen und liniengezogenen Beete, die mittels Chemie unkrautfrei bleiben, sondern vielmehr unkultivierte Nischen, warnt aber gleichzeitig von alten, industriellen Flächen die zwar augenscheinlich von der Natur übernommen anmuten, aber noch für Jahre belastet sind, bevor man hier ohne eingehende Vorabanalyse Nahrungsmittel pflücken sollte. Und da der gemeine Forager kein mobiles Labor mitführt, gilt die Regel alte Industrieanlagen zu meiden. Das gleiche gilt für intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, deren Bewirtschaftung Pestizide und Herbizide vorsieht. Die grünen Nischen übrigens benötigten wundersamerweise manchmal kaum grosse Menge an Erden, vielen Pflanzen reicht das was sie zwischen Plastersteinen, Mauernischen und alten Dächern finden schon als Nährbasis.

VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT DER NATUR

Es gilt das, was wir aus dem Strassenverkehr kennen; Schilder beachten. Privateigentum achten.

Geschützte Flächen respektieren. EIn Abzupfen von Kräutern im Naturschutzgebiet (Engl: SSSI’s = sites of specific scientific interest) ist kein Kavaliersdelikt.

Die Forager sind sich einig was die Grundregeln betrifft:

Benutze immer eine Schere oder Messer, die Pflanzen niemals abreissen. Und schon gar nicht ausreissen. Und nehme immer nur soviel, dass die Pflanze sich regenerieren kann. Lass ihr Blätter zum Leben. Und auch der Natur ihren Teil, die Blüten beispielweise sind für Insekten lebenswichtig. Foraging ist kein Einsammeln bis nichts mehr übrigbleibt. Wer seinen Apfelbaum erntet, der schneidet auch nicht alle Äste komplett ab, sondern pflückt behütsam ohne den Baum zu verletzten oder ihm seine Lebensenegrie zu entziehen.

Geh nicht immer wieder an die gleiche Stelle. Auch wenn es in unserer DNA steckt, dorthin zurückzukehren wo wir wissen „DA IST DAS FUTTER GUT“. Du bist hier nicht in der Pommesbude. Suche weiter – denn die Natur braucht ihre Zeit um nachzuproduzieren.

FORAGING IST KEIN SHOPPING

Lass die Plastiktüte zu Hause, nehm stattdessen eine Box mit. Kräuter und Blüter sind darin zigmal besser aufgehoben.

Und zu gutem Schluss noch ein Rat:

NEHM UND ISS NUR DAS WAS DU KENNST

Ess niemals etwas, von dem Du Dir nicht zu 100% sicher bist was es ist.

Wann auch immer Du zweifelst, lass es. Es gibt zwar weniger giftige Pflanzen und Pilze als essbare, aber es sind immerhin noch genug…


Soviel für heute, die Propellermaschine wartet und ich kann Islay quasi schon riechen…

Tim Nentwig