Warehouse X Experiment in der Buffalo Trace Distillery

Von | Whiskey | Keine Kommentare

Die Buffalo Trace Distillery hat ihr zweites Experiment im Warehouse X abgeschlossen. Das 2013 erbaute Lagerhaus wurde speziell für die Brennerei entwickelt, um die vielen Variablen zu untersuchen, die den Alterungsprozess des Bourbons beeinflussen. Nach der Fertigstellung des experimentellen Lagers startete die Brennerei ein 20-jähriges Projekt, bei dem sie eine Reihe von atmosphärischen Elementen wie natürliches Licht, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftstrom über die vier unabhängigen Kammern und den Luftflow des Lagers überwacht.

Das erste Experiment, das 2016 endete, konzentrierte sich auf natürliches Licht und hielt die Fässer zwei Jahre lang in verschiedenen Lichtstadien.

Im zweiten Experiment ging es darum, wie die Temperatur den Alterungsprozess beeinflusst. Man nutzte die vier Kammern des Lagers, um festzustellen, wie die Fassaktivität mit Temperaturschwankungen korreliert. Dabei hielt man zwei Kammern konstant und in zwei weiteren Kammern variiert veränderte man die Temperatur. Der Windweg blieb unverändert.

Man verfolgte Temperaturschwankungen von 5 Grad bis 109 Grad Fahrenheit und überwachte Zylinderdrücke von -2,7 psi bis 3,2 psi. Insgesamt wurden im zweiten Experiment 9,1 Millionen Datenpunkte gesammelt. Als Ergebnis dieses Experiments konnte die Brennerei analysieren, wie sich die Temperatur über einen Zeitraum von drei Jahren auf Druck, Farbe und Geschmack auswirkt.

Drei Jahre später ist jetzt das zweite Experiment abgeschlossen. Ein drittes, neues Experiment soll nun die bisherigen Temperaturexperimente erweitern und sich darauf konzentrieren, wie sich Temperaturschwankungen auf die Whiskeyaktivität im Fass auswirken. Dies wird ein zweijähriges Experiment sein welches nun anläuft. Buffalo Trace geht davon aus dass man bis zum Ende des 20-jährigen Projekts mehr als 70 Millionen Datenpunkte sammeln wird.

Weitere Informationen: www.experimentalwarehouse.com

 

Kopfstösschen – so trinkt man Bols Original Genever

Von | Bar, Gin | Keine Kommentare

Genever war bereits lange vor Wodka, Gin oder Tequila in der westlichen Welt in aller Munde. Als klare Spirituose wurde das Destillat von Anfang auch zum Mixen verwendet. Genever eignet sich ideal zum Mixen von klassischen Cocktails – vor allem von denen, die Citrusaromen enthalten – und ist damit eine Alternative zu Gin und Vodka. Genever ist strenggenommen der Vorläufer des modernen Gin, denn beim Versuch, Genever herzustellen, kreierten die Engländer Gin, ein vereinfachtes Rezept aus neutralem Alkohol (nicht Maltspirit) und pflanzlichen Stoffen.

Der Hauptbestandteil von Bols Genever ist Malzwein, eine einzigartige Mischung aus dreierlei Getreide; Mais, Roggen und Weizen. Die lange Gärung (5 Tage) und die 3-fache Destillation bei niedrigem %vol.-Wert sind die wesentlichen Merkmale bei der Herstellung von Bols Genever. Er wird gemeinsam mit Wacholderbeeren und weiteren Botanicals destilliert. Insgesamt werden von BOLS dabei 22 Botanicals verwendet.

Das Rezept von Bols Genever enthält Getreide und 22 Botanicals wie Ingwer, Koriandersamen, Süßholz, Vanille und Hopfen. Die Fermentation beträgt fünf Tage, es wird dreifach destilliert. Bols Genever Original enthält mehr als 50% Maltspirit für einen robusten und komplexen Geschmack, egal ob pur oder gemixt.

Pur? Kopstootje!

Die traditionelle Art, Genever in Amsterdam zu trinken, ist mit einem Bier dazu. Das dazugehörende Bier- und Schankritual wird als „Kopstootje„ (Kopfstösschen) bezeichnet. Das geht so: Als erstes ein volles Bierglas hinter ein leeres Schnapsglas stellen.

Dann das Schnapsglas bis zum Rand mit Genever füllen. Zum Schluss so viel zugeben bis der Genever durch die Oberflächenspannung eine Haube bildet. Jetzt kann man das Glas aber nicht mehr anheben. Legen Sie beide Hände auf den Rücken, dann neigen Sie sich vor und schlürfen Sie den ersten Schluck, ohne einen Tropfen zu verschütten oder mit dem Kopf an das Bierglas zu stossen. Nach dem ersten Schluck BOLS Genever einen Schluck Bier nehmen. Der Malt Spirit des Genever und das Bier passen perfekt zusammen.

Mixbar – na klar!

Bereits Jerry Thomas verstand die Vielseitigkeit von Genever und seine endlosen Möglichkeiten in Mixgetränken. Eines der berühmtesten Genever-Getränke, das in seinem Buch beschrieben wird, ist der Original Gin-Cocktail, auch bekannt als der Original Old Fashioned. In diesem einfachen und doch klassischen Getränk passt Bols Genever perfekt zu den Bitterstoffen und dem Zucker. Der fruchtig-malzige Geschmack des einzigartigen Malzgeistes kommt voll zur Geltung.

 

Bols Genever passt in modernen Drinks besonders gut zu Zitrusaromen, z.B. in SOURS oder COLLINS. Am besten testen.

 

42% vol.

Das Rezept von Bols Genever enthält Getreide und 22 Botanicals wie Ingwer, Koriandersamen, Süßholz, Vanille und Hopfen. Die Fermentation beträgt fünf Tage, es wird dreifach destilliert. Bols Genever Original enthält mehr als 50% Maltspirit für einen robusten und komplexen Geschmack, egal ob pur oder gemixt.

 

Amarula & Chocomel – ein süßes Duo

Von | Bar | Keine Kommentare

Amarula ist ein exotisch-fruchtiger Cream-Likör aus Südafrika. Gewonnen wird er aus dem Destillat der Marula-Frucht, dann 2 Jahre lang in französischen Eichenfässern gelagert und anschließend mit frischer Sahne verfeinert. So entsteht ein einzigartiger Cream-Genuss der mit seinen milden Frucht- und Karamellnoten überzeugt. Dass der südafrikanische Cream nicht nur pur auf Eis sondern auch mit seiner Vielseitigkeit als Mixgetränk überzeugt führte jetzt zur Marken-Kooperation mit Friesland Campina

Einfacher Mix

Die Kombination mit dem niederländischen Kult-Schokoladen-Getränk Chocomel sorgt für neue, conveniente Verzehranlässe: Das Grundrezept 1/3 Amarula und 2/3 Chocomel kann man sowohl kalt als auch warm genießen. So bietet sich der Verzehr nicht nur im Winter als Heißgetränk sondern auch im Sommer als leckeres Mixgetränk an.

Für die Kooperation planen die Diversa GmbH und Friesland Campina nicht nur einen gemeinsamen Social Media Auftritt auf den digitalen Plattformen Facebook und Instagram mit passenden Gewinnspielen auf den Accounts beider Kooperationspartner, sondern auch Events wie Weihnachtsmärkte, die im Winter 2019 bereits angelaufen sind, sowie Verkostungs- und Sampling Aktivitäten, bei denen die leckere Kombi verkostet werden kann. Das Highlight der Kooperation bietet ein neues Amarula Onpack mit einer 0,25l Dose Chocomel als Gratiszugabe, die ab Februar 2020 im Handel erhältlich sein wird.

Über Amarula – Made from Africa

In der Wildnis des subäquatorialen Afrikas wachsen die einzigartigen Marula-Bäume. Einmal im Jahr tragen sie ihre goldgelben Früchte. Angelockt von deren Duft, wandern Afrikas Elefanten weite Strecken, um von den Marula-Früchten zu naschen. Die Ernte ist so reichhaltig, dass sie die Früchte gerne teilen. Nach der Fermentierung und Destillation lagert der Marula-Brand für zwei Jahre in französischen Eichenfässern. Durch die abschließende Verfeinerung mit frischer Sahne entsteht ein angenehm milder Likör mit einem Alkoholgehalt von 17 Prozent.

Amarula Cream wird gerne pur, auf Eis oder im Kaffee oder Kakao getrunken. Sehr gut eignet sich der Likör außerdem für cremige Cocktails und Longdrinks, sowie als Zutat beim Backen und für Süßspeisen.

Über Chocomel:

Chocomel, das holländische Kult-Getränk von Friesland Campina. Mit seinem unvergleichlich cremigen und vollmundigen Schokoladengeschmack gilt Chocomel unter Kennern als der „einzig wahre“ Schoko-Drink. Eine faszinierende Verbindung aus leckerem Kakao und wertvoller Milch.

Größte Ausbaumaßnahmen seit Ende der Prohibition

Von | Whiskey | Keine Kommentare

Buffalo Trace Distillery investiert über eine Milliarde Dollar in eigene Maisfelder, Brennerei und Lagerhäuser.

Es war ein ereignisreiches Jahr für die Buffalo Trace Distillery – ein harter, arbeitsreicher Sommer, in dem intensivst an der Erweiterung der Brennerei gearbeitet wurde.

Eigene Farm, eigener Mais

Ende Mai hatte man auf firmeneigenem Gelände zwei Felder „Royal Blue“ Mais und zwei Felder „Hickory Cane White“ Mais angebaut und diese Ende September geerntet. Die blauen und weißen Maiskulturen entwickelten sich diesen Sommer trotz der Dürreperiode in Franklin County sehr gut und brachten den bisher besten Ertrag us eigener Produktion. Nach der Ernte wurde der Mais in das Getreidesilo zum Trocknen gebracht und wird schließlich gekocht, destilliert und in Fässer gefüllt.

Der weiße Mais des Hickory Cane ist dafür bekannt, einen milden, süßen Geschmack zu produzieren, der oft für die Herstellung von köstlichem Maisbrot und weißen Körnungen verwendet wird. Der Royal Blue Mais zeichnet sich für seinen einzigartigen nussigen Geschmack aus und wird auch ausschließlich zur Herstellung von Blue Corn Chips verwendet. Die beiden einzigartigen Maissorten wurden aufgrund ihrer Geschmacksmerkmale ausgewählt sowie der Tatsache, dass sie in Kentucky besonders gut gedeihen.

Es war bereits das fünfte Jahr, in dem man auf der eigenenen Farm gentechnikfreien Mais angebaut hat. In den letzten vier Sommern wurden Boone County White Mais, Japonica Striped Mais, CF790 Conventional Mais und Neon Pink Popcorn angebaut. Jede Ernte, die von der Farm kommt, wird vor Ort destilliert und gereift, um eines Tages zum „Single Estate“-Bourbon zu werden. Name, Alter oder Preis dieser zukünftigen Bourbons werden aktuell noch nicht bekanntgegeben.

Ausbau der Brennerei

Eine der besonders schwierigen Aufgaben war es, vier neue 92.000 Gallonen Fermenter in der ehemaligen Hauptabfüllhalle zu installieren. Dafür musste man das Dach des Gebäudes um neun Fuß erhöhen. Ausserdem wurden vier neue Kocher installiert, nachdem man dafür extra das Dach des Maischehauses entfernt hatte. In diesem Sommer wurde zudem ein neuer Kühlturm erreichtet, der dazu dient, den Mais abzukühlen, nachdem er zu Maische verarbeitet wurde. Man ist gerade dabei, die Installation der Pumpen abzuschließen und ein Rohrgestell zu bauen, das mit dem Trockenhaus verbunden wird.

Lagerbau schreitet weiter voran

Die Lager AA, BB, CC und DD sind gefüllt. Warehouse EE, das fünfte neue Lager, ist aktuell ungefähr zur Hälfte mit Fässern gefüllt. Man ist fast fertig mit dem Bau des Lagers FF und dem Ausbau des 7. Stockwerks und der Arbeit an Dach und Wand.

Das Fundament des Lagers GG wurde gegossen, und der Boden wird für das Lager HH vorbereitet. Soviel zum aktuellen Status von 22 neuen Lagern, die in den nächsten Jahren auf dem Gelände der Buffalo Trace Distillery gebaut werden und die jeweils 58.800 Fässer zur Lagerung aufnehmen werden.

Diese Upgrades gelten in Summe als die größte Erweiterungsmaßnahme der Brennerei seit dem Ende der Prohibition und machen einen wesentlichen Teil der Investitionen von 1,2 Milliarden Dollar aus, die zum Ziel haben, die Whiskey-Produktionskapazitäten der Buffalo Trace Distillery signifikant zu erweitern.

Efe Fresh Grapes – Raki vom Feinsten

Von | Bar | Keine Kommentare

Die Geschichte des Weinbaus in der Türkei reicht bis in das Jahr 5.000 v.Chr. zurück. Der Ursprung der Weinreben ist die Region Kleinasien, zu der Anatolien und der Kaukasus gehören. Efe Klasik war der erste Raki, der nach dem Wegfall des staatlichen Monopols zweifach destilliert und aus ausgewählten Trauben und Anissamen der türkischen Ägäis hergestellt wurde. Türkische Rakis werden normalerweise aus Rosinen hergestellt, nur wenige enthalten frische Weintrauben. Efe war der erste Raki-Produzent, der für seinen „Fresh Grapes“ ausschließlich frische Weintrauben bei der Destillation verwendet hat. Direkt nach der Ernte werden die frischen Trauben der Sorten Sultana und Razaki dreifach destilliert: zunächst zweifach im Säulenbrennverfahren und dann noch einmal in kupfernen Brennblasen zusammen mit speziell ausgewählten Anissamen aus der Ägäis Region. Efe Fresh Grapes Raki zeichnet sich daher durch sein bemerkenswert weiches Aroma aus.

Innerhalb sehr kurzer Zeit hat sich die einst limitierte Produktion von Efe Fresh Grapes zu einer komplett neuen Raki-Kategorie entwickelt. Efe wird wegen seines reichen, aromatischen Nachklangs und seiner Sanftheit am Gaumen von Raki-Liebhabern auf der ganzen Welt hoch geschätzt.

 

Über Raki

Die Heimat des Raki ist die Türkei, seine Geschichte reicht bis in die Zeit des Osmanischen Reiches zurück. In der Türkei wird Raki wegen seiner weißen Trübung bei Kontakt mit kaltem Wasser auch als Löwenmilch bezeichnet. In den alten osmanischen Trinkstuben wurde Raki in Metallbechern serviert, die mit einem Löwenbildnis verziert waren.

Zur Herkunft des Wortes „Raki“ gibt es mehrere Theorien: eine besagt, dass der Ursprung des Wortes Raki von der Traubensorte „Razaki“ herrührt, während eine andere meint, dass er von „Arak“ kommt, eine Spirituose aus dem östlichen Mittelmeerraum, die aus Wurzeln der Datteln hergestellt wird. Eine dritte Theorie ist, dass Spirituose, die aus Razaki-Trauben hergestellt und mit Anissamen aromatisiert werden, einst Raki genannt wurden.

So wird’s getrunken!

Raki wird in der Regel als Aperitif mit Wasser verdünnt oder/und auf Eis getrunken. Beim Vermischen mit Wasser oder durch starkes Kühlen erhält das Getränk durch den Louche-Effekt sein typisches milchig-trübes Aussehen, weswegen es von Einheimischen auch „aslan sütü“ (Löwenmilch) genannt wird. Am üblichsten ist es, zunächst den Raki 2-3 Fingerbreit einzufüllen, dann ebensoviel Wasser hinzuzufügen (nicht umgekehrt!) und schließlich ggf. noch etwas Eis hinzuzugeben. Ihn pur (ohne Wasser oder Eis) zu trinken, gilt in der Türkei zwar als alternative Variante, ist aber eher unüblich.

Raki alleine zu trinken, gilt in der Türkei als Zeichen von Einsamkeit. Vielmehr wird in der Regel gemeinsam getrunken, wobei der älteste Mann am Tisch die Gläser füllt. Ein besonderes Erlebnis ist die Teilnahme an einer traditionellen Rakı sofrası, einer meist festlichen Rakitafel, bei der zahllose kalte und warme Vorspeisen (Meze) zur gemeinsamen Bedienung auf dem Tisch bereitstehen und bei der stundenlang gegessen, getrunken und geplaudert wird.

Das Unternehmen EFE

Zwischen 1944 und 2001 lag das Monopol der Raki-Herstellung in den Händen des türkischen Staates. Im Jahre 2002 schloss sich eine Gruppe von Entrepreneuren zusammen und gründete den ersten privaten Raki-Produzenten der Türkei, die Efe Gruppe.  Das Unternehmen und die Marke wurden nach den bewaffneten Ehrenmännern, den legendären Efe benannt, die im 18. und 19. Jahrhundert in der Ägäischen Region lebte. Der Philosophie der Efe folgend etablierte sich das Unternehmen Efe in den vergangenen Jahren als innovativer und bedeutender Hersteller von Premium-Raki und erschloss neue Märkte und Produktkategorien.

Anton und die Sirupe

Von | Bar | Keine Kommentare

Die Geschichte der Deutschen Sirup-Marke Riemerschmid  begann im Jahr 1835 in der Maximilianstraße in München.

Anton Riemerschmid, geboren 1802,  tritt in diesem Jahr in eine Firma ein, die nach seinem Eintritt unter dem Namen „Tipp, Vigl & Riemerschmid“ firmiert. Der Firmensitz ist auf der Maximilianstrasse in München, dem heutigen Platz der Münchner Kammerspiele. 1837 verlässt der Partner Tipp das Unternehmen, das daraufhin von Vigl und Riemerschmid gemeinsam geleitet wird.

Fünzehn Jahre später wird Anton Riemerschmid Alleininhaber, nachdem sich ebenfalls Vigl aus dem Geschäft zurückzieht. Das Unternehmen wird fortan unter dem Namen „Anton Riemerschmid, Likör- & Essigfabrik“ geführt.

1869 gibt Riemerschmid die Verlegung der Fabrik in Auftrag. Man zieht von der Innenstadt Münchens auf die Praterinsel.

1870 startet hier die erste Produktion, die aufgrund ihrer Größe und des unüblichen Herstellungsverfahrens großes Interesse über die Fachwelt hinaus erregte. Über 117 Jahre produzierte Riemerschmid mitten in der Münchner Innenstadt, bis der Firmensitz 1986 nach Erding verlegt wurde, um neuen Produktionsanlagen den nötigen Platz zu geben.

1878 verstirbt Anton Riemerschmid. Seine 3 Söhne Adolf, Eduard und Heinrich führen daraufhin die Firma in zweiter Generation. Adolf übernimmt das Zweiggeschäft in Wien, während Eduard und Heinrich sich um die Führung des Hauses in München kümmern. Nach Heinrichs Tod im Jahr 1884 befindet sich die Firma im Alleinbesitz von Eduard Riemerschmid, der das Werk des Gründers mit der Unterstützung seines Sohnes Carl fortführt und weiter ausbaut.

Sein Sohn übernimmt im Jahr 1905 die alleinige Führung des Unternehmens in dritter Generation. 1911 übergibt Dr. Carl Riemerschmid die Firma an seinen ältesten Sohn Dr. Robert Riemerschmid, der die Leitung des Unternehmens in vierter Generation übernimmt. Unter seiner Führung entstehen neue Rezepturen, und er investiert in moderne Fabrikationsformen und Produktionsanlagen.

Im August 1945 tritt Heinrich Riemerschmid, der aus Russland heimkehrende Sohn von Robert, als Teilhaber in die Firma ein. Er beginnt sofort mit dem Wiederaufbau der durch den Krieg zerstörten Fabrikanlagen. Er reist häufig ins Ausland, voller Tatendrang, um Trends, Know-How und neue Früchte nach Deutschland zu holen. Nach dem Tod seines Vaters 1963 wird  Heinrich Riemerschmid Alleininhaber der Firma und führt das Unternehmen in fünfter Generation weiter.  1986/87 wird der Standort der Firma Riemerschmid von der Praterinsel nach Erding verlegt, um neuen Produktionsanlagen den nötigen Platz zu geben.

Im Jahre 1991 verstirbt Heinrich Riemerschmid und seine Frau Renate wird Alleingesellschafterin des Unternehmens. 1996 geht die Anton Riemerschmid GmbH nach der fünften Generation in den Underberg Unternehmensverbund über.

Alle Riemerschmid-Sirupe werden bis heute in Erding bei München produziert. Hier werden heimische Früchte verarbeitet, während aus den exotischen Früchten direkt im Erzeugerland das Fruchtpüree gewonnen wird. Riemerschmid zeichnet sich besonders durch die sorgfältige Auswahl der Rohstoffe und die schonende Verarbeitung der Zutaten aus, und bietet zwei Produktlinien an: Riemerschmid Frucht-Sirupe und Bar-Sirupe. Die Rezepturen und Ausstattungen sind jeweils optimal auf Kundentyp und Verwendungszweck abgestimmt.

Markttrends, neue gesetzliche Anforderungen an Lebensmittel im Rahmen des Kennzeichnungsrechts, eingehende Marktforschungsstudien und optimierte Rezepturen – das waren die Gründe weshalb der Premium-Hersteller aus Deutschland, der zwei Produktlinien für zwei völlig differente Anwendungen anbietet, seinen Marktauftritt 2017 gleich in mehrfacher Hinsicht veränderte. Die Riemerschmid Frucht- und Bar-Sirupe, die vom gemeinsamen Markennamen und dem Anwendervertrauen in die Qualität der Marke profitieren, rücken seitdem noch enger zusammen.

Riemerschmid stellte damit die nächste wichtige Weiche für die Zukunft, nachdem man sich über Jahrzehnte das Vertrauen der Profi-Verwender sowie Verbraucher aufgebaut hat, die heute zu Hause häufig mit zwei bis drei Sirup-Sorten ausgestattet sind. Für den neuen Verpackungsauftritt gilt: Mehr Einheitlichkeit in Sachen Logo, Etiketten und Flaschenoptik. Und Klarheit. Bis auf die Frucht-Sirupe KOKOS und LIMETTE wurden alle Sorten sukzessive auf Klarglasflaschen umgestellt.

Das neue Markenlogo für die High-Quality-Sirupe des Traditionsherstellers trägt die Signatur „seit 1835“, was für Erfahrung, Konstanz und Qualität steht. Die neuen Etiketten loben die wichtigsten Punkte bei der Kaufentscheidung aus:

Riemerschmid Bar-Sirup: leicht dosierbar, offen ungekühlt haltbar

Riemerschmid Frucht-Sirup: ohne Zusatz von Farb- und Konservierungsstoffen

Als Deutscher Premium-Hersteller nennt Riemerschmid außerdem seine Profi-Range um; aus Bar-Syrup wird Bar-Sirup, zugunsten der Leserlichkeit werden alle relevante Inhalte auf Deutsch größer und damit besser lesbar herausgestellt.

RIEMERSCHMID Frucht Sirup

Die Grundrezeptur der Riemerschmid Frucht-Sirupe besteht aus reinem Saft oder Mark ausgesuchter Früchte und Zucker. Zur Herstellung werden heimische Früchte sowie der Saft und das Mark exotischer Früchte verwendet, die direkt im jeweiligen Erzeugerland gewonnen werden. Alle Riemerschmid Frucht-Sirupe sind zu 100 Prozent Naturprodukte, ohne künstliche Aromen, ohne Farb- und Konservierungsstoffe. Durch ihren hohen Fruchtgehalt sind die Frucht-Sirupe relativ dickflüssig und nach dem Öffnen im Kühlschrank zu lagern.  Die handliche Flaschengröße 0,5L ist deshalb ideal für diese Produktlinie.

Die Top 5 – Merkmale:

  • Hoher Fruchtgehalt für vollen Frucht-Geschmack
  • Keine Konservierungsstoffe
  • Keine Farbstoffe
  • Keine künstliche Aromen
  • Handliche Grösse

RIEMERSCHMID Bar Sirup

Die leichtflüssigen Bar-Sirupe wurden speziell entwickelt, um den Profi-Mixern ein zügiges Arbeiten zu ermöglichen. Der im Vergleich zu den Frucht-Sirupen geringere Fruchtanteil wird bei den Bar-Sirupen durch eine zusätzliche Aromatisierung ausgeglichen, die auch für hohe Ergiebigkeit sorgt. Riemerschmid Bar-Sirupe sind auch geöffnet und ungekühlt lange haltbar.

Durch ihre optimalen Fließeigenschaften und aufgrund der guten Löslichkeit eignen sich die Bar-Sirupe hervorragend für Cocktails und Kaffee-Variationen. Dank ihrer langen Haltbarkeit – egal ob geöffnet und/oder ungekühlt – sind sie sehr gut zu lagern. In Bars sind sie dank der speziellen Form der Flasche beliebt, denn sie wurden gemeinsam mit Bartendern für Profianwender entwickelt. Sie liegen beim Mixen besonders gut in der Hand und ermöglichen ein schnelles, sauberes und effektives Arbeiten.

Die Top 5 – Merkmale:

  • Optimale Fließeigenschaften, gute Löslichkeit, perfekte Mixbarkeit
  • Lange Haltbarkeit – auch geöffnet und ungekühlt
  • Intensiver Geschmack für die speziellen Noten in Cocktails und Kaffee-Varianten
  • Optimale Flasche für den professionellen Einsatz – von Profis für Profis
  • Keine Azo-Farbstoffe

Ein Drink mit FRANZ BRANDL

Von | Bar, Gin | Keine Kommentare

Unsere neue Serie „EIN DRINK MIT…“ widmet sich Persönlichkeiten der Getränke-Welt. Wir sind auf der Suche nach Einblicken, die allgemein eher verborgen bleiben – und Menschen, die man bislang (so) noch nicht kennengelernt hat. Einer von Ihnen ist Franz Brandl.

Der erste Geldautomat-GT

Meinen ersten GT (Gin Tonic) habe ich vor 19 Jahren getrunken, mit Franz Brandl. In St Moritz, es war das Jahr nach der Jahrtausendwende. Wir enterten die erste Bar zu viert, und mussten noch zweimal Geld am Automaten ziehen weil der Stoff on „top of the world“ dreimal so teuer war wie in dem unteren Teil der Welt, zumindest in meiner Erinnerung. Darauf folgte für mich ein Jahr der totalen GT Enthaltsamkeit, in der heutigen Omnipräsenz von Gin kaum vorstellbar.

Meinen zweiten GT trank ich, ziemlich genau ein Jahr später – wieder mit Franz Brandl – in der Bar an Bord eines Kreuzfahrtschiffs als geplanten kurzen Abend-Abschluss, der aber keiner wurde – sondern eher der Beginn einer Nacht voller Wendungen und Emotionen. Wir waren mit 15 Barkeepern an Bord übers Mittelmeer geschippert, hatten tagsüber in Athen halt gemacht und Metaxa besucht, diesen dann in Workshops vermixt und selber getrunken. Abends sollte es dann ein kurzer kleiner Ausklang im kleinen Kreis mit der Jury werden.

Wir hatten die Wahl: zwei Gin-Marken an der Bar!

Es war die Zeit der Polen-Witze, nur wusste Franz Brandl bis dahin nicht woher meine Frau stammte. Momente der Ruhe, als Mann von Welt orderte er dann mit wenigen Armbewegungen Jahrgangs-Champagner um unser betretenes Schweigen zu brechen. Der Kübel kam so schnell aufs Barbrett als wäre er von Scotty gebeamt worden. Nachdem es ploppte und alle Fronten geklärt waren schlossen wir den Abend mit einer ordentlichen Flasche Gin ab und begossen unsere Freundschaft… die bis heute besteht. An der Bar gab es damals zwei Sorten Gin zur Auswahl.

Franz Brandl hat mir viel erzählt über seine Jahre an der Bar, wie in der Nachkriegszeit die ersten Drinks mit dem was verfügbar war zusammengeschüttet wurden. Heute leben wir hingegen im Überfluss. Und das betrifft aktuell besonders das Gin-Angebot. Ein guter Grund um mit Franz Brandl über das Thema zu sprechen.

Was braucht man heute an Wisssen und an guten Stoff?

Angesichts des mittlerweile überschwemmten Marktes mit ausufernden und mittlerweile fast unübersichtlichen Angeboten haben wir ihn außerdem  auch nach seiner schonungslos-ehrlichen Meinung betreff des neuen Tobermory Gin befragt. In seiner neuen Wahlheimat, dem sonnen-verwöhnten Malaga, hat Brandl auch aus seiner Sicht für uns zusammengefasst, was man grundsätzlich über Gin wissen sollte. Denn viele kennen die schönen Flaschen, wissen aber leider wenig um die Entstehung ihres Inhalts.

Cheers und viel Spaß beim Lesen…

Tim Nentwig, zu Gast bei Brandl

Lieber Franz, wie viele Gins braucht man heute realistisch in seiner Bar?

Brandl: „Auf jeden Fall die international bekannten großen Marken. Dazu (wenn vorhanden) etwas aus der Region und neue Marken, die entweder einen neuen/interessanten Geschmack präsentieren und/oder einen interessanten Hintergrund haben. Man sollte die Unterschiede aufzeigen und vorstellen können.“

Was sind die wichtigen bzw. richtigen Auswahlkriterien?

Brandl: „Das wichtigste Kriterium ist der Geschmack und der Geruch. Ausgehend von den Klassikern mit vorherrschendem Wacholdergeschmack, zu den weniger Wacholder-lastigen. Die Einsatz von Gins mit neuen Aromakompositionen verlangt das Wissen um das Produkt, auch um das am besten geeignete Tonic Water anzubieten.“

Tonic-Vielfalt: Echter Hype oder kurzfristiger Hipster? Was brauche ich zu Hause, was als Barkeeper?

Brandl: „Schweppes war der Erfinder und ja auch lange Zeit das einzig verfügbare. Die Marke bietet mittlerweile mehrere Sorten an und hier muss man testen. Schweppes-gleiche Tonics braucht man nicht, jedoch einige der neuen Sorten, solange sie sich nicht total vom klassischen Tonic-Geschmack entfernen.

In Profi-Bars setzt man oft auf die totale Vielfalt und alles dreht sich dann um den Gin Tonic. Das ist okay, ist dieser Hype jedoch nicht der Mittelpunkt des Getränke-Angebots, dann sollte man neben dem klassischen Tonic eine kleine Auswahl anbieten können. Will man jede neue Limonade präsentieren, dann gibt es bald ein Kühlproblem.“

Man sagt Spanien sei der Geburtshelfer des Gin-Booms in Deutschland. Da Du in Spanien lebst, was ist dran?

Brandl: „Spanien ist ein Gin-Tonic-Land. Nicht nur der im Land lebende Brite und die Touristen sorgen für einen hohen Verbrauch, der Spanier selbst liebt Gin & Tonic und somit steht Spanien an der Gin-Verbrauchs-Weltspitze.“

Wie trinkst Du Deinen Gin selbst am liebsten?

Brandl: „Seit jeher mit Tonic Water und einer halben Scheibe Zitrone. Neue Marken probiere ich jedoch immer ohne Zitrone um erst einmal zu testen wie sich der Gin mit dem Tonic entwickelt und ob man das Aroma mit der Zitrone zerstört. Manchmal passt die Zitrone und manchmal eben nicht.“

Was sollte man über Gin wissen?

Brandl: „Gin ist die international meistgenutzte Spirituose für Cocktails und Mixgetränke und zahlreiche Mix-Klassiker haben ihn als Basis. Seine Geschichte beginnt in England, sein Ursprung liegt jedoch im holländischen Genever. Dieses, mit Wacholderbeeren gewürzte Korndestillat, war der direkte Vorläufer des heutigen Gins und von „Genievre“ (franz. für Wacholder) leitete sich später die Bezeichnung Gin ab.

Ein Meilenstein in der Geschichte des Gins war die Erfindung von Aeneas Coffey, im Jahre 1830, mit der die Herstellung sehr reinen Alkohols möglich wurde. Dieser völlig neue Destillier-Appa­rat wurde nach seinem Erfinder benannt und dieses Prinzip der nun möglichen Destillation war das Vorläufer­- Modell der heutigen Destillier-­Anlagen.

Für Gin wird heute meist Agraralkohol aus Getreide verwendet. Dieser Basis-Alkohol wird zusammen mit Wacholderbeeren und vielerlei Gewürzen wie Anis, Angelika, Fenchel, Kal­mus, Kardamom, Koriander, Lavendel, Zimt und Citrus-Fruchtschalen noch einmal destilliert. Die Kombination der zugesetzten, sogenannten Botanicals, sind das gehütete Geheimnis der Hersteller und sie verleihen dem Gin sein Aroma. Neben der Hauptzutat, dem Wacholder, werden meist etwa acht bis zwölf aromatische Zutaten zugefügt.

Der relativ ruhige Gin-Markt beschränkte sich bis zum Ende des letzten Jahrhunderts auf die wenigen großen englischen und auf einige internationalen Marken. Ab dem Jahr 2000 explodierte der Gin-Markt und man schätzt, dass es inzwischen weit über 1000 (!) Marken gibt. Die meisten davon stammen von Klein- und Kleinstdestillerien, es haben sich jedoch auch mehrere namhafte Marken entwickelt.

Deutschland steht mit etwa 250 Marken bei den Neuentwicklungen in Europa an erster Stelle. Die zahlreichen Bars, die in dieser Form als Gastronomiebetrieb im sonstigen Europa nicht so oft zu finden sind, beschleunigten diese Entwicklung und die Frage: Welcher Gin zu welchem Tonic – wurde bei Gin-Liebhabern ein wichtiges Thema.

Die großen Destillerien Englands stehen für Gin und die Destillerien Schottlands für Whisky. Whisky in England zu produzieren ist schon aufgrund der Beschaffenheit des Landes nicht möglich, Gin jedoch ist von jeder Region unabhängig und kann überall hergestellt werden.

Da Whisky-Destillerien über alles verfügen was zur Gin-Herstellung benötigt wird, lag es nahe, dass man sich auch in Schottland mit der Gin-Herstellung befasste. Die neueste, und nun dritte schottische Gin-Marke, wird auf der Insel Mull, von der für seine Whiskys geschätzten Tobermory Destillerie produziert.

Mull liegt an der Westküste Schottlands und ist wie die südlicher gelegene Whisky-Insel Islay ein Teil der Inneren Hebriden. Sie ist die drittgrößte Insel Schottlands und im Hauptort Tobermory befindet sich die gleichnamige und einzige Destillerie der Insel.

Bei Tobermory blickt man auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Sie wurde wahrscheinlich 1798 gegründet und die Whiskys werden als Tobermory und Ledaig angeboten. Dabei steht Tobermory für einen Malt Whisky aus ungetorfter Gerste und Ledaig für einen aus stark getorfter Gerste. Von Anfang an war klar, dass etwas „new-make spirit“ in dem neuen Gin eine Rolle spielen wird und das möglichst viele der Botanicals von der Insel stammen sollten. Seltene Kräuter wurden angebaut und nur Unverzichtbares wie der berühmte grüne Matcha-Tee zugekauft.

Der nun seit Ende 2019 angebotene Tobermory Hebridean Gin mit 43,3% vol. gilt für mich als Bereicherung der Gin-Welt und seine Aromen-Vielfalt ist ideal für Mixgetränke. Der Highball-Klassiker Gin & Tonic erhält durch den Tobermory Hebridean Gin eine interessante florale Note und er steht für ein beachtenswertes Geschmackserlebnis.“

Über Franz Brandl

Franz Brandl kam im Jahre 1958 nach München und absolvierte dort eine Lehre als Kellner, danach arbeitete von 1962 in München als Kellner im Syriana in Schwabing, im Platzl und im Nightclub ba-ba-lu,. 1964 ging er auf Spiekeroog ins Hotel Zur Linde. Ihn reizte die Spezialisierung als Barmixer, obwohl oder gerade weil es in Deutschland noch keine etablierte Barkultur gab.

Sein Weg führte ihn zwischen 1965 und 1969 über Dortmund, Garmisch-Partenkirchen, Cuxhaven und Bielefeld schließlich wieder zurück nach München. Von 1972 bis 1974 wirkte er als Barmanager im Sheraton Hotel München, dem damals größten Hotel Europas. Als im September 1974 in München Harry‘s New York Bar als erste von einem Hotel unabhängige American Bar in Deutschland eröffnet wurde, war Brandl dort Barchef.  Nach einer Station im Grand Hotel Continental München folgte eine der wichtigsten Stationen seines Berufslebens, die Tätigkeit in Eckart Witzigmanns Aubergine, dem ersten Drei-Sterne-Restaurant Deutschlands, wo Brandl von 1978 bis 1981 die Bar leitete.

Nach seiner Meisterprüfung setzte sich Brandl  für eine Aufwertung des Berufsbild des Barkeepers ein und erreichte, dass die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern nach mehreren Jahren Pause 1984 wieder Barmixer- und Barmeister-Prüfungen abhielten. Nach dem Abschied aus der Aubergine machte sich Franz Brandl schließlich selbstständig. Er führte in Schwabing von 1983 bis 1985 die Schwabinger Cocktail Lounge und von 1987 bis 1992 Brandls Bar

Einem breiten Publikum ist Franz Brandl als Verfasser von Praxis-Ratgebern und Rezeptsammlungen rund um Cocktails und andere Mixgetränke bekannt geworden. Sein erstmals 1982 erschienenes Buch Gourmet MixGuide war seinerzeit mit seinen 418 Seiten das erste ausführliche Cocktail- und Warenkunde-Buch neuerer Zeit in deutscher Sprache und zählt heute zu den Klassikern der Barliteratur. Diesem ließ er ab 1988 rund 25 weitere Titel folgen, die er mehrheitlich im Südwest-Verlag herausbrachte. Sie erfuhren teils mehrere Auflagen (auch als Lizenzausgaben in anderen Verlagen) und einige davon wurden in andere Sprachen übersetzt.

Zu seinen erfolgreichen Titeln zählen unter anderem sein Großes Cocktail-Buch/Cocktails mit Alkohol (erstmals 1988), sein Mix-Guide (mehrere Auflagen seit 1998), Liköre der Welt (2000) und Cocktails. Über 1000 Drinks mit und ohne Alkohol (2015). Zu seinen Hauptwerken gehören zudem die im Matthaes Verlag erschienenen umfangreichen Bände Brandls Bar-Buch (1996) und Der Barmeister (1997), in denen sich der Verfasser intensiv berufsständischen Aspekten widmet. Franz Brandl  legte 2015 unter dem Titel „Der Barmixer. Erinnerungen an ein verrücktes Leben seine Autobiografie vor, die sich herrlich liest. Mehr zu diesem Tital unter dem nachfolgenden Link: MUST READ THIS BOOK

 

Warm ums Herz – Wintershots mit Asbach

Von | Bar | Keine Kommentare

Asbach Uralt ist eine der bekanntesten deutschen Spirituosen-Marken, und wird seit 1892 mit besonderer Sorgfalt aus erlesenen Grundweinen nach höchsten Qualitätsansprüchen in Deutschland hergestellt. Nach mehrmaliger Destillation reifen die Destillate am Fuße des Schwarzwalds vier- bis fünfmal länger als gesetzlich vorgeschrieben, zunächst in Fässern aus Limousin-Eiche, dann in Fässern aus deutscher Spessart-Eiche.

Damit es dem Verbraucher auch bei kalten Temperaturen richtig warm ums Herz wird, empfiehltder bekannte und mehrfach prämierte Barkeeper Markus Kern zwei winterliche und einfach zuzubereitende Asbach Shots, die sich vor allem in geselliger  Runde zum Anstoßen perfekt eignen.

ASBACH ESPRESSO SHOT

1/3 ESPRESSO

1/3  ASBACH

1/3 MILCHSCHAUM (oder wahlweise Sahne)

 

ASBACH MARACUJA SHOT

1/3 HEISSER MARACUJA-SAFT

1/3  ASBACH

1/3 MILCHSCHAUM (oder wahlweise Sahne)

Southern Comfort – The Spirit of New Orleans

Von | Bar | Keine Kommentare

Southern Comfort ist ein amerikanisches Original aus dem Jahre 1874. Sanft – vielseitig und vor allem unnachahmlich. Der Barkeeper Martin Wilkes Heron kreierte 1874 in New Orleans einen Drink mit einheimischen Früchten und Gewürzen, der im Gegensatz zum harten Whisky seiner Zeit besonders mild und angenehm zu trinken war. 1885 benennt er als Lokalpatriot seinen Cuffs & Buttons in Southern Comfort um.

Das Original: Southern Comfort

Die Schlüsselaromen Vanille, Pfirsich und Orange machen Southern Comfort zum perfekten Genuss auf Eis. Die Nuancen von Vanille, Zimt und dunkler Schokolade runden das sensorische Bild ab, und passen perfekt in die Saison.

Die treue und große Verwenderschaft liebt die Mix Klassiker (mit Ginger Ale oder Cola) ist aber auch offen für innovative Mix-Ideen, denn die Vielseitigkeit von Southern Comfort Original lädt zum Experimentieren in zeitgemässen Longdrinks und Lemonades ein.

Der Neue: Southern Comfort Black

Southern Comfort Black wurde 2019 erstmals in Deutschland eingeführt und hat ein robustes, aber weiches whiskey-typisches Profil mit subtilen Gewürzen und fruchtigen Akzenten. Im Gegensatz zum Original ist mehr Whiskey und weniger Süße zu spüren. Die Grädigkeit ist mit 40% vol. fünf Prozentpunkte höher als die des Southern Comfort Original. Er duftet nach Vanille, Zitrus, Steinobst, Eiche und Gewürzen. Sein Geschmack ist kräftig mit leicht süßer Note. 40% vol.

Drinktipp für den Winter

Der Münchner Barkeeper Adriano Paulus hat den passenden Drink zur Wintersaison kreiert, bestehend aus haushaltsüblichen Zutaten. Herzustellen ohne besonderes Bar-Equipment und mixbar sowohl mit Southern Comfort Original oder wahlweise auch mit Southern Comfort Black. Der Drink enthält nur 3 cl Spirituose, keine weitere alkoholische Zutat, keinen Sirup/Zucker im Mix:

SO CHERRY!

3 cl Southern Comfort auf Eis in ein Longdrinkglas geben, 3 cl Sauerkirsch Nektar und 1 cl frischen Zitronensaft hinzufügen und zum Schluss mit Soda oder Mineralwasser auffüllen. Vorsichtig mit einem langen Löffel oder Halm verrühren damit die Kohlensäure nicht entweicht. Als Deko wahlweise eine Amarena-Kirsche und/oder Zitronen-Zeste in das Glas geben.

 

Nemiroff – der markante Wodka aus der Ukraine

Von | Bar | Keine Kommentare

Im Jahr 1872 begann eine kleine Brennerei in der Stadt Nemyriv im Zentrum des Landes, das heute als Ukraine bekannt ist, Wodka aus dem Weizen der nahe gelegenen Felder herzustellen, und entwickelte sich schnell zur größten Destillerie der Region. 1992 benannte man die Wodka-Marke in Nemiroff Vodka um. Die Dachmarke belegt laut Unternehmensangaben Platz 3 unter allen Wodka-Marken im Travel Value, und mehr als 70 internationale Auszeichnungen belegen die hohe Qualität. Nemiroff ist heute in mehr als 80 Ländern weltweit erhältlich. Seit 2018 ist Nemiroff der UFC OFFICIAL VODKA und positioniert sich als Marke mit starkem Charakter. Der Markenslogan lautet: „Nemiroff. Bold character since 1872.“

NEMIROFF De Luxe VODKA sowie NEMIROFF De Luxe HONEY PEPPER FLAVOURED VODKA werden in der Ukraine aus Getreide destilliert, 11fach filtriert und mit 40% vol. Alkohol in der markanten, viereckigen Flasche abgefüllt. Die Flavour-Variante enthält zusätzlich rote Chili, köstlichen Honig und Kräuter aus dem ukrainischen Grasland.

Destilliert und abgefüllt von LVN Limited, 38 Mykoly Ovodova Str., Vinnytsia, 21050, Ukraine

40% vol. / Ca 12,99 € (0,7L)