Sonderedition von Asbach zum Mauerfall 1989

Von | Bar | Keine Kommentare

Die deutsche Traditionsmarke Asbach hat im Jahr des Mauerfalls (1989) eine exklusive Rarität destilliert, den Jahrgangsbrand 1989. Aus einem sorgfältig ausgewählten Weißwein des Jahrgangs 1988 wurde der Freiheitsbrand traditionell in kupfernen Brennblasen doppelt gebrannt. Die Kunst des Destillateur-Meisters Sebastian Zöllner wurde durch die langjährige und behutsame Lagerung in Eichenholzfässern vollendet. Dezente, elegant-würzige Noten, der leicht rauchige Anklang von Eichenholz sowie der gradlinige Charakter dieser Spezialität sind das Ergebnis. Abgerundet wird dieses einmalige Genusserlebnis durch einen schönen Nachhall mit sehr angenehmer, lang anhaltender Würzigkeit.

Die Rarität in limitierter Edition wird mit einem kleinen Stück Geschichte geliefert – einem Original Steinfragment der Berliner Mauer.

Degustationsnotizen:

Farbe: Goldener Topaz

Nase: Dezente, elegant- würzige Noten verbinden sich mit Noten von Rosinen und Dörrobst und einer feinfruchtigen Weinigkeit, leicht rauchiger Anklang von Eichenholz

Gaumen: Weiniger, geradliniger Charakter; ausgewogene fruchtige und würzige
Noten mit einer leicht ledrigen Note und Anklängen von Zimt und
Vanille; dezent geprägt von Eichenholz; angenehm wärmend

Nachklang: Schöner Nachhall mit sehr angenehmer, lang anhaltender Würzigkeit
von feinen Holz- und Gewürznoten

Alkoholgehalt: 41% vol.
Erhältlich für ca 250 €

Große Pläne bei Bunna – Umbau gestartet

Von | Whiskey | Keine Kommentare

Bunnahabhain wird in drei Jahren ganz neu aussehen / Die Arbeiten auf Islay haben begonnen

Nach dem 10,5 Millionen Pfund schweren Investitionsplan von Distell International beginnt aktuell eine umfassende Modernisierung der Bunnahabhain Distillery auf Islay, die ein dreijähriges Renovierungsprogramm vorsieht. Die Destille  liegt am nördlichsten Punkt der Insel Islay, was den Umbau logistisch herausfordernd gestaltet. Im Rahmen der Modernisierung ist vorgesehen, einige der ursprünglichen Gebäude sorgfältig in ihrem alten Glanz zu restaurieren,  während andere entfernt und verlegt werden, um mehr Platz zu schaffen, einen besseren Betriebsablauf auf dem Gelände zu ermöglichen und das Erlebnis für die Besucher zu verbessern. Dementsprechend ist auch der Bau eines Besucherzentrums mit Café geplant, das einen atemberaubenden Blick auf die Bunnahabhain Bay verspricht und so den „Sound of Islay“ erlebbar macht. Mit dem Abriss von vier Lagergebäuden, sowie dem Beginn der Modernisierungen des bestehenden Pumpenhauses haben die Arbeiten bereits begonnen. Bisher wurden über 99% der beim Abbruch verarbeiteten Materialien recycelt, wobei der Großteil für die Wiederverwendung aufbewahrt wurde.

Weitere geplante Baumaßnahmen sind die Errichtung eines neuen Abfülllagers, die Sanierung des Produktionsgebäudes sowie sechs Häuser neben der Brennerei, die zukünftig als Gästehäuser zur Verfügung stehen sollen. Der Entwicklungsplan und die Phasen der Aktivitäten wurden sehr sorgfältig geplant  um sicherzustellen, dass die Whiskyproduktion und das Besuchererlebnis während dieses Zeitraums so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

 

Mehr zum Projekt auf: https://buff.ly/2H0DDrm

 

 

Willkommen in Budapest

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Der vielleicht schönste Weg, um Zwack Unicum zu besuchen und zugleich die Sehenswürdigkeiten von Budapest zu erleben, ist eine Fahrt mit der Straßenbahnlinie Nummer 2. Diese fährt am Pester Donauufer entlang und bietet Ihnen einen wunderbaren Blick auf alle Sehenswürdigkeiten der Stadt. Eine Haltestelle nach der Petöfi-Brücke hält die Bahn direkt gegenüber unserer alten Zwack-Fabrik (Haltestelle Haller utca).

Zu den Orten, die man in Budapest besuchen sollte gehören die Margareteninsel, ideal zum Joggen und Spazierengehen oder zum Besuch eines der Thermalbäder oder Sportanlagen geeignet. In direkter Nähe liegt auch das neogotische Parlament, das größer ist als die Houses of Parliament in London. Hoch über dem Fluss, der von der imposanten Kettenbrücke, die von einem Schotten erbaut wurde, gepägt ist, sieht man den Burghügel mit dem Budaer Burgpalast, rechts daneben die Fischerbastei und die Matthiaskirche, in der Kaiser Franz-Joseph und seine Frau Elisabeth, die berühmte „Sissi“ gekrönt wurden. Der dreiteilige Filmklassiker mit Romy Schneider erzählt übrigens viel Wahres über die Geschichte Ungarns in der Österreichisch-Ungarischen Doppelmonarchie.

Barkeepern möchten wir vor allem das alte jüdische Viertel ans Herz legen. Hier finden sich heute Szenekneipen und trendige Geschäfte, vor allem in den „Goszdu-Höfen“. Gleich hinter den Gozsdu-Höfen befindet sich die Budapester Synagoge, eine der größten und schönsten Synagogen der Welt.

Joseph Zwack 1840 gründete die erste Fabrik auf dem Marokkanischen Platz, dem heutigen Erzsébet Platz. Die Fabrik wuchs sehr schnell und zog in die Two Saracens und Üllői Straße um und fand ihren Platz letztendlich im Jahr 1892 in der Soroksári Straße 26.

Hier findet man auch das Zwack Museum und das Besucherzentrum, die die Geschichte und die Vergangenheit der Familie und des Kräuterlikörs zeigen und wo Besucher anhand von exklusiven Aufnahmen die mehr als 225 Jahre alte Geschichte verfolgen können. Dank Familienrelikten, Dokumenten und Fotografien, die im Museum ausgestellt werden, kann man nicht nur die abenteuerliche Vergangenheit der Familie von ihrem Beginn bis heute erleben, sondern auch Meilensteine der ungarischen Geschichte. Zudem beherbergt das Museum eine der reichsten Miniaturflaschen-Sammlungen in Europa, darunter auch einige seltene Spezialitäten.

Die einzigartige Destillerie, die sich in der Mitte des Fabrikgeländes befindet, wurde anhand von Originalaufnahmen rekonstruiert und stellt die bezaubernde Atmosphäre der Likörfabrik im 19.Jahrhundert dar. Im Gebäude, oftmals das „Herz von Unicum“ genannt, kann man die Destillieranlagen und Fässer bewundern, aber auch Duftkräuter, die die Zutaten von Unicums Geheimrezept sein könnten.

Ein aufregender Abschluss des Programms ist eine Führung durch den Keller mit einer Fläche von 2.500 m2. Besucher können die unvergesslichen Zwack-Liköre, den herkömmlichen Unicum und Unicum Pflaume, die neueste Geschmacksrichtung, gereift aus getrockneten Pflaumen, direkt aus einem der 500 Eichenfässer probieren.

Die Destillerie- und Kellerführung ist nur zu bestimmten Terminen verfügbar. Termine bitte sicherheitshalber erfragen bei:

Zwack Museum and Visitors’ Centre
1095 Budapest, Dandár str. 1.
Tel.: +36 1 476 2383
email: muzeum@zwackunicum.hu

Asbach relauncht Premium-Sortiment

Von | Bar | Keine Kommentare

Neue Tubes für 8 und 15 Jahre. Der Deutsche Premium-Weinbrand Nr.1  kündigt für sein Connaisseur-Sortiment ein Upgrade an. Die 8 und 15 Jahre gereiften Qualitäten sind ab sofort in neuen, hochwertigen Tubes erhältlich, die am POS klare Signale setzen sollen. Reduziert auf das Wesentliche, hell und aufgeräumt. Im Mittelpunkt steht neben dem neuen Asbach Logo in modernerer Anmutung, der Löwe als Wappentier der Gründerfamilie. Die Altersangaben sind deutlich hervorgehoben und loben die langen Reifezeiten aus.

FIT INS NEUE JAHR mit Sangrita®

Von | Bar | Keine Kommentare

Im ersten Quartal haben gute Vorsätze Hochkonjunktur – weniger essen, mehr bewegen. Der perfekte Zeitraum für einen gesunden Start ins neue Jahr. Acht von zehn Konsumenten haben vor, zumindest temporär auf Kohlenhydrate zu verzichten. Mit SANGRITA jetzt LOW CARB REZEPTE und DRINKS OHNE ALKOHOL zaubern.Beide Sorten enthalten keinen Alkohol, sind ohne Zusatz von Fett und laut Gesetz ohne Konservierungsstoffe. Die Nährwerttabelle auf jeder Flasche informiert den bewussten Verbraucher.

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Warum die Zitronenernte auf Ibiza Gin macht…

Von | Bar, Gin | Ein Kommentar

Wie kommt die Ibiza-Sonne in den LAW Gin?

Während es sich unter Gin-Kennern längst herumgesprochen hat, dass LAW – The Gin of Ibiza für sein außergewöhnliches Aroma reihenweise internationale Preise eingeheimst hat, begeistert Ibiza-Fans und Liebhaber mediterraner Lebenskultur noch etwas anderes an dem hochprozentigen Insel-Botschafter. Denn ob pur oder gemixt, LAW schmeckt intensiv nach Sonne! Aber warum ist das so?

„Da fallen mir spontan mindestens zwei Gründe ein“, erklärt Luna, Mitgründerin der Marke und das „L“ in LAW. „Für die Überzahl aller Gins werden getrocknete Zitrusschalen destilliert, aber wir hier auf Ibiza sind in der glücklichen Lage, die Früchte fast ganzjährig direkt vom Baum pflücken und frisch verarbeiten zu können! Allein das sorgt schon für einen immensen Geschmacksvorteil. Dazu kommt, dass speziell die auf Ibiza heimischen Zitronen eine außerordentlich hohe Qualität aufweisen, vergleichbar mit der berühmten Amalfi-Zitrone. Diese Varietät besitzt eine ungewöhnlich dicke Schale, die prall gefüllt ist mit kostbaren ätherischen Ölen, welche für das Aroma verantwortlich sind. Da schmeckt man einfach, dass die Früchte das ganze Jahr über Sonne satt abbekommen! Übrigens ernten wir den Großteil der Früchte, die wir verwenden sogar selber, denn es ist ein echt paradiesisches Erlebnis, in einem verwunschenen Zitrushain zu stehen und Zitronen und Orangen zu pflücken…“

„Ganz davon abgesehen“, ergänzt Alexander, ebenfalls Markenmitgründer und das „A“ in LAW, „sind die Früchte, die wir für unseren Gin ernten, natürlich vollkommen unbehandelt. Das ist speziell bei Zitrusfrüchten ein wichtiger Faktor, den wir streng kontrollieren, denn das erste was sich sonst bei der Destillation aus den Schalen lösen würde, wären die Spritzmittel und Pestizide! So was kommt uns auf gar keinen Fall in die Flasche! Aus diesem Grund verwenden wir ausschließlich Früchte, die aus den Gärten uns bekannter einheimischer Familien stammen. Das sind meist sehr alte Zitrushaine, um die sich heute kaum noch gekümmert wird. Ein bisschen Wasser, wenn es auf der Insel zu trocken wird… Ab und zu den Boden lockern… Mehr ist nicht nötig. Schädlingsbekämpfung erfolgt nach einer simplem Methode, die kaum Arbeit macht, aber sehr effektiv ist: Man hängt einfach eine mit kleinen Löchern präparierte und mit Zuckerlösung befüllte Plastikflasche zwischen die Äste. Dies funktioniert wie eine Art Umleitung für eventuelle Schädlinge. Diese werden von dem süßen Geruch magisch angezogen – einmal in der Flasche, finden sie nicht mehr heraus, und der Baum bleibt von ihnen verschont.

„Die Ibizenkos freuen sich darüber, dass wir für unseren Gin einheimische Botanicals verarbeiten“, bemerkt Luna, „denn auch wenn wir noch ein kleiner Handwerksbetrieb sind, können wir der in Dornröschenschlaf verfallenen ibizenkischen Landwirtschaft Schritt für Schritt ein wenig neues Leben einhauchen.“

Das Thema ist aktuell, denn Luna und Alexander kommen gerade von der Zitronenernte. Ungefähr 400 kg Früchte bringen sie mit. Und nette Gesellschaft hatten sie heute auch: Vicente, Besitzer der berühmten „Bar Anita“ in San Carlos, ist großer Fan von LAW und hat sie mit einem Freund in Kontakt gebracht, hinter dessen Finca sich ein üppiger Zitrushain verbirgt – ein duftendes Paradies unter der Sonne Ibizas, wahrhaftig!

Mehr über LAW lesen auf

https://www.law-gin.com/

 

 

 

ADOLO ist der beste Ouzo von Plomari

Von | Bar | Keine Kommentare

Die Sieger der traditionellen GZ-Handelsumfrage stehen fest. Analog der vergangenen Jahre, hat die Redaktion die Ergebnisse auf Basis einer Experten-Jury aus Geschäftsführern und Inhabern großer GFGHs ausgewertet. Gewählt wurde wieder in den Kategorien „Neuheit des Jahres“ und „Getränk des Jahres“. In der diesjährigen Handelsumfrage der GETRÄNKEZEITUNG wurde „Plomari Premium Ouzo Adolo“ zur Neuheit des Jahres 2018 in der Kategorie Spirituosen gewählt.

Die Wettbewerbsjury setzte sich aus folgenden Wählern und Getränkeabholmärkten zusammen:

• Ingo Bluhm (Prokurist, Getränke Hoffmann), 314 Abholmärkte
• Andreas Dahmen (Getränke Ahlers), 207 Abholmärkte
• Gabriele Finkbeiner (Finkbeiner GFGH), 78 Abholmärkte
• Axel Heidebrecht (Getränkeland Heidebrecht), 129 Abholmärkte
• Walter Orterer (Getränke Orterer), 152 Abholmärkte
• Udo Pfeifer (Getränke Pfeifer), 68 Abholmärkte
• Peter Sagasser (Sagasser Getränkefachhandel), 100 Abholmärkte
• Alexander Tank (Trink & Spare) 251
• Dieter Jonas (Heurich Getränke Fachgroßhandel) 144 Märkte
• Rainer Gains (Getränke Gains) 398 Märkte

Die 10-köpfige Jury repräsentiert insgesamt 1841 Getränkeabholmärkte.

Lesbos ist die Urheimat des Ouzo und Anbauort des legendären Anis von Lisvori. Hier baut Plomari auf unternehmenseigenen Felder kontrolliert Anis und Fenchel an. Dabei ist Adolo nicht nur das Ergebnis sorgfältiger Selektion bester Zutaten, er wird auch 3-fach in kleinen hangefertigten Kupferkesseln destilliert. Sein Duft reichhaltig, faszinierend mit großer Persönlichkeit. Ein herrliches Konzert in dem Anis, Mastix und Fenchel hervorstechen. Reich, einhüllend, samtig, im Mund lang anhaltend. Ein limitierter Ouzo der Spitzenklasse unter 20,00 €.

Alkoholgehalt: 42 % vol.
UVP: 19,99 €

Der neue Zehner von Octomore

Von | Whiskey | Keine Kommentare

OCTOMORE TEN YEARS | DIALOGOS – THE OUTLIER.

Da Octomore 09.1 bis 09.3 allesamt im Jahr 2012 sowie aus der Sorte Concerto destilliert wurden, lag es nahe, für die Nummer 4 die Kriterien etwas abzuwandeln. Mit ihren zehn Jahren Reife ist die mittlerweile dritte Ausgabe des Octomore Ten Years eine Hommage an Single-Malt-Größen wie 06.2 und 07.4 und der absolute Ausreißer der aktuellen Serie.

Octomore Ten Years repräsentiert eigentlich alles, was ein Octomore nicht sein sollte: doppelte Reifezeit, kombiniert mit einer sehr komplexen Reifung in ehemaligen Bourbon-, Cognac- und Portfässern sowie naturbelassener Virgin Oak. Und dennoch überzeugt das Ergebnis! Bei Bruichladdich sagt man: „Mit jedem Octomore entwickeln wir uns immer weiter. Nur so entsteht aus vielen einzelnen Faktoren etwas Großartiges, das sich am besten in den Worten von Aristoteles ausdrücken lässt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Ein Dram von enormer Tiefe, der sich erst mit der Zeit erschließt. Mehr als die Summe der einzelnen Teile erzählt der Octomore Ten Years seine ganz eigene Geschichte. Intensiv und vollmundig mit Noten von Schokolade, Tabak, Lagerfeuer und Leder, Vanillepudding, Blaubeeren, trockenes Stroh und Birnenbonbons. Würzig wärmend wie Glühwein, Tabak, Malz und Puderzucker, gehüllt in einen Mantel aus erdigem Torfrauch. Trocken am Gaumen.

Eckdaten:

Destilliert 2008, Erntejahr 2007
100% schottische Optic-Gerste
167PPM
Non-Chill filtered und ohne Farbstoff

Full-Term-Reifung in 1st-Fill-Port-Pipes (37%), 1st-Fill-Cognac-Fässern (31%), 2nd-Fill-Ex-American-Whiskey-Fässern (20%).
3 Jahre in 1st-Fill-Ex-American-Fässern, 2 Jahre in Virgin-Oak- und 6 Jahre in Ex-American-Whiskey-Fässern (12%)

Alkoholgehalt: 56,8% vol.
UVP: 164,- €

Buffalo Trace legt Pompeii des Bourbon frei

Von | Whiskey | Keine Kommentare

Mit dem internationalen Bourbon-Boom im letzten Jahrzehnt hat auch der Destillerietourismus in den USA zugelegt. Anfang 2018 berichtete die Buffalo Trace Distillery in Frankfort, Franklin County, Kentucky über einen Besucheranstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr, und feierte ihren Millionsten Besucher. Das Wachstum der Besucherzahlen in der Destillerie nahm man bei Buffalo Trace zum Anlass zu expandieren. 2016 begann man mit der Renovierung des unteren Stockwerks des lange leerstehenden O.F.C. Still-Gebäudes. Während des Grabens traf das Bau-Teaam dann auf eine Überaschung, etwas wahrlich Großes. Man stoppte die Bauarbeiten und holten Experten hinzu,  die Historic Preservation Consultant/Whiskey Historikerin Carolyn Brooks und den Bourbon-Archäologen Nicolas Laracuente. Was sie dann entdeckten, war die ursprüngliche Brennerei von 1873 sowie die Fermenter von 1882.

Hier das Video ansehen: unearthing O.F.C.

 

 

 

Die Herstellung des Unicum

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Die Herstellung erfolgt nach traditionellen und aufwendigen Methoden. Das bedeutet: ein Teil der Kräuter wird destilliert (Verfahren zur Extraktion von Alkohol, das auf den unterschiedlichen Siedepunkten von Wasser und Alkohol basiert), der andere mazeriert (Auslaugung von Inhaltsstoffen aus Pflanzenteilen mit Hilfe eines Alkohol-Wasser-Gemischs), das heißt also, dass bei diesem Vorgang die Aromastoffe aus den Kräutern gewonnen werden. Nach etwa 30 Tagen werden die so gewonnenen Flüssigkeiten sorgfältig miteinander gemischt und anschließend in Eichenholzfässern gelagert, wo sie mindestens 6 Monate reifen, damit das Endprodukt jene unverwechselbare Harmonie und Geschmeidigkeit im Geschmack erhält, die von Gourmets an Unicum so geschätzt wird. Ein durch und durch „runder“ Geschmack, wie er sich optisch in der Flaschenform widerspiegelt und die von dem besonderen Fluidum kündet, das mit diesem Kräuterliqueur aus Ungarn verbunden ist und der mehr und mehr Eingang findet in die Digestif-Sortimente gehobener Restaurants bzw. in die Getränkekarten von ausgesuchten Bars.

Wenn auch Unicum hauptsächlich als Digestif konsumiert wird, so gibt es inzwischen auch viele Freunde von Unicum, die diesen als Longdrinks on the rocks oder als Mixgetränk genießen.

Seinen unnachahmlichen, angenehm bitteren Geschmack vermittelt Unicum mit seinen 40 % Vol. Alkohol allerdings am optimalsten in „purer“ Form – ein unnachahmliches und komplexes Erlebnis für alle Sinne. Unicum begeistert schon beim Anblick im Glas durch seine leuchtenden Reflexe, die perfekte gold-braune Farbe und nicht zuletzt durch seine ölige Konsistenz, die auch nach dem Leeren des Glases in dessen Inneren als unbestechliches Qualitätsmerkmal sichtbar bleibt.

Auch mit der Nase lässt sich das Einzigartige an Unicum erahnen, der filigrane Duft der unterschiedlichsten Kräuter sowie die perfekte Balance zwischen Süße und Bitterkeit. Beim nochmaligen Einatmen eröffnen sich ein leichter Hauch von Orangen sowie das durch die Eichenfasslagerung beeinflusste Bouquet.

Die Degustation selber ist dann die harmonische Bestätigung dessen, was Auge und Nase bereits erahnt haben. Unicum präsentiert sich in der Degustation auf der Zunge zunächst süß, um dann bei längerem Verweilen im Mund die Vielfalt des Kräuteraromas und die leichte Orangen-Note zu vermitteln. Schließlich bringt sich Unicum auch nach dem Genuss für einige Minuten in Erinnerung durch seine nachhaltige süße, gleichzeitig kräuterintensive, aufregende Bitterkeit.

Peter Zwack über den reizvoll-widersprüchlichen Charakter dieser königlichen Spirituose aus Ungarn: „Unicum hat ein Etikett wie eine Medizin, die Form einer Anarchistenbombe und ist die Lösung des Problems der gesellschaftlichen Ausschweifung“.

EIN 225 JAHRE ALTES FAMILIENGEHEIMNIS
Der aus über vierzig Kräutern destillierte Unicum ist einer der ältesten Kräuterliköre Europas. Die geheime Rezeptur ist seit 1790 unverändert und auch nach sechs Generationen immer noch im Besitz der Familie Zwack. Eine Kopie des Rezepts wird bei der Erzdiözese von Pannonhalma verwahrt.

DIE KRÄUTER
Die im Unicum verwendeten Kräuter und Gewürze kommen aus allen fünf Kontinenten. Einige Kräuter stammen aus der Ungarischen Tiefebene, andere wertvolle Inhaltsstoffe werden beispielsweise aus Marokko, China, Indien, Sri Lanka, Indonesien und Nigeria importiert. Die Qualitätskontrolle erfolgt vor Ort und in Europa.
Die Mischung der exotischen Kräuter erfolgt bis zum heutigen Tag von Hand. Einige spezielle Kräutermischungen, die auch als “Herz” des Unicum bekannt sind, werden ausschließlich von einem Familienmitglied der Familie Zwack hergestellt. Diese Aufgabe wird zurzeit von der Witwe Peter Zwacks, Anne Marshall Zwack, der Mutter von Sándor und Isabella Zwack wahrgenommen.

DESTILLATION
In einigen Fällen werden dieselben Kräuter sowohl in der Mazeration als auch in der Destillation verwendet.
Zur Mazeration werden die Kräuter in einem dreifach destillierten, hochwertigen ungarischen Mais-Brand eingelegt. Dadurch erhält Unicum seine geschmackliche Intensität und Vielschichtigkeit.
Andere Kräuter geben ihr Bouquet jedoch viel besser durch Destillation an das Getränk weiter. Die hierbei angewendete Technologie ist im Wesentlichen unverändert seit der Zeit der Erfindung von Unicum.

VERMISCHUNG IM HOLZBOTTICH
Der Kräuterextrakt und das Kräuterdestillat werden anschließend zusammen in einem geschlossenen, traditionellen Holzbottich vermischt. Um sicherzustellen, dass der Unicum seine immer gleichbleibende Qualität behält, testet der Destilliermeister ständig die Qualität der Mischung.
Dabei wird er von einem mehrköpfigen Komitee unterstützt, dessen Leitung einem Mitglied der Familie Zwack obliegt.

REIFEN IN EICHENFÄSSERN
Nach der Vermischung im Holzbottich hat das Getränk noch einen sehr bitteren, etwas stechenden Geschmack. Deshalb muss Unicum mindestens 6 Monate lang in Eichenholzfässern gelagert werden. Dieser Reifeprozess verleiht dem Getränk erst seine volle Komplexität in Geschmack und Bouquet.
In einem Labyrinth von Kellern unter der Brennerei in der Soroksari Straße reift Unicum heute in mehr als 500 Eichenholzfässern