Weltbester VO Calvados aus dem Château

Von 23. Juni 2020Bar

Calvados vom Feinsten aus dem Schloss in der Normandie.

Wer einen ausgezeichneten Calvados genießen möchte dem sei ein Château du Breuil empfohlen, dessen Pay D’Auge V.S.O.P. im Juni 2020 im Rahmen der World Calvados Awards als der beste VO Calvados ausgezeichnet wurde.

Die auszeichnete Qualität sind den guten Zutaten, handwerklicher Verarbeitung und auch einer einzigartigen Herkunft zu verdanken, denn das Pays d’Auge bildet eine frische, von Flüssen und Bächen durchzogene Hochebene. Ein Ort, an dem sich seit vier Jahrhunderten die Apfelblüten im Mai entfalten, und die Früchte bis zum Herbst reifen. Das milde, feuchte Klima, der tonartige an Stickstoff und Pottasche-reiche Boden im Pays d’Auge bieten den Obstbäumen hier optimalen Bedingungen.

Château du Breuil Calvados Pay D’Auge V.S.O.P.

Best VO Calvados World Calvados Awards 2020

 

Das traditionelle Herstellungsverfahren, bei dem im Betrieb im Schloss über 10 kg Äpfel niedrigstämmiger Bäume verarbeitet werden, um eine Flasche Calvados zu gewinnen sowie die Reifezeit von mindestens vier Jahren im Eichenfass verleihen dem ausgezeichneten V.S.O.P Calvados seine bernsteinerne Farbe, besondere Vollmundigkeit, Weichheit und das angenehme Bouquet. Für die Herstellung der Fässer wird ausschließlich Eiche aus Limousin- oder Tronçais-Wäldern verwendet.

Tasting Notes:

Im Duft fruchtig und komplex mit einem Hauch von reifen Äpfeln, frischer Mandel, leichtem Zitrus, Orangenabrieb und Quitte.

Auf dem Gaumen  mild und abgerundet, volles Aroma von reifen Früchten und Quitte. Langer Nachklang mit einer leichten Note von Mandel.

Alkoholgehalt 40% vol.

UVP 29,99€

 

Kleine Calvados-Warenkunde:

Das Departement Calvados erhielt laut einer alten Überlieferung seinen Namen durch ein Schiff der spanischen Armada namens „El Salvador“, das 1588 an der Küste der Normandie gestrandet sein soll. Mn nannte erst die Küste, dann den Landstrich und nach der Französischen Revolution schließlich die gesamte Region „Calvados“. So bekam auch der regionale Branntwein 1824 seinen Namen.

Ein Calvados ist ein hergestelltes „eau-de-vie“, das bei der Destillation aus Apfelwein in der Normandie gewonnen werden muss. Seit 1942 gibt es die Herkunftsbezeichnung „Appellation d’Origine Controlée“ (AOC) für Calvados.

Man unterscheidet grundsätzlich drei verschiedene Arten von Calvados:

  • Calvados (71% des gesamten Calvados): Der Calvados muss aus Äpfeln hergestellt sein, die aus der Normandie stammen. Entweder einfache oder doppelte Destillation
  • Calvados « Pays d’Auge » (28% des gesamten Calvados, u.a. Château du Breuil): Die Äpfel für diesen Calvados müssen aus der Region Pays d’Auge stammen. Die zweifache Destillation ist hier obligatorisch und erfolgt im Charentais-Destillierkolben.
  • Calvados « Domfrontais », aus dem Süden der Normandy (1% des gesamten Calvados) : in diesem Calvados ist die Verwendung von einem Minimum (30 %) an Birnen erlaubt.

Beim Rohstoff des Calvados – dem Apfel – unterscheidet man zwei Anbauarten:

  • hochstämmige Apfelbäume, die rund 200 kg Äpfel/Baum tragen
  • niedrigstämmige Apfelbäume, die rund 40- 50 kg Äpfel/Baum tragen

Château du Breuil

Das Schloss Château du Breuil liegt in der Normandie, im Nordwesten von Frankreich. Das Pays d’Auge – im Departement Calvados – bildet eine frische, von Flüssen und Bächen durchzogene Hochebene. Ein Ort, an dem sich seit vier Jahrhunderten die Apfelblüten im Mai entfalten, und die Früchte bis zum Herbst reifen. Das milde, feuchte Klima, der tonartige an Stickstoff und Pottasche-reiche Boden im Pays d’Auge bieten den Obstbäumen optimale Wachstumsbedingungen.

Das Château du Breuil besitzt seine eigenen Obstbaumgärten – im Dorf Le Breuil en Auge und im Dorf Saint-Philbert des Champs – mit einer Gesamtoberfläche von 42 Hektar bzw. 22.000 Apfelbäumen, die meisten davon sind niedrigstämmige Apfelbäume. Während der Ernteperiode bringen örtliche Landwirte aus dem Herzen des Pays d’Auge zusätzliche Äpfel hinzu. Bevor diese aber verwendet werden, muss eine offizielle Genehmigung vom AOC-Nationalinstitut vorliegen.

Die Auswahl der Äpfel spielt eine wesentliche Rolle, da die Qualität des Cidre und dementsprechend die Qualität des Calvados davon abhängig ist. Von Anfang Oktober bis Ende November herrscht Hektik: Äpfel werden gewogen, ausgewählt und gelagert, nichts wird dem Zufall überlassen. Sorgfältig gewaschen und gemaischt werden dann die Äpfel gepresst, um einerseits die Treber, das Fruchtfleisch, andererseits den Maischesaft herauszuziehen. Der somit entstandene Apfelsaft muss dann mindestens 6 Wochen lang gären, bevor er den erforderlichen Alkoholgehalt für die Destillation, und zwar 4,5% Alkoholgehalt erreicht.

Die zweite Phase spielt ebenfalls eine wichtige Rolle für die Zusammensetzung des Calvados: Im Château du Breuil wurde der Akzent auf die Qualität des Pressens gelegt. Nur der reine Saft wird benutzt, der Treberzucker wird nicht verwendet, da er an Tannin verliert und der Saft an Bukett.

Die Gärung erfolgt auf natürliche Weise. Dies erfordert Geduld und stetige Überwachung, um an das Beste der Frucht zu gelangen. Dank Geschicklichkeit und Erfahrung gibt der Kellermeister nicht dem Ertrag, sondern der Qualität den Vorzug. Denn der Cidre muss sehr genauen Normen folgen: Er soll 100 bis 150g Zucker, 2 bis 4g Apfelsäure, 1 bis 5g Tannin pro Treberliter behalten. Wenn der Cidre bereit ist, wird im Château du Breuil zweifach in Charentais-Destillierkolben destilliert, danach reift  der Calvados dann ausschließlich in Eichenholzfässern.

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