Die Geschichte des Unicum – und die der Familie Zwack

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„Das ist ein Unicum“ – dieser kurze, aber prägnante Ausspruch von Joseph II, Kaiser von Österreich und König der Ungarn, um das Jahr 1790 markiert den Beginn einer in jeder Beziehung außergewöhnlichen Spirituosen- und Marken-Karriere. Unicum ist ein nach einem uralten Geheimrezept hergestellter bitterer Kräuterliqueur aus dem Hause Zwack in Budapest. Eine einzigartige Spezialität, die auch in Deutschland immer mehr Freunde findet.

Was Kenner in vielen Ländern hauptsächlich als wohltuenden Digestif schätzen, ist in Ungarn schon lange Nationalgetränk – mit kaiserlich-königlicher Vergangenheit und bewegter Historie. Kein geringerer nämlich als der Leibarzt am österreichisch-ungarischen Hofe, Joseph Zwack, war es, der auf Wunsch seiner Majestät einen bitteren Kräuterliqueur komponiert hatte als Medizin gegen eine Krankheit.

Die wohltuende Wirkung dieses Elixiers blieb allerdings nur wenige Jahre dem Hofe und dem König vorbehalten, denn bald hatten sich die Wirkung und der außergewöhnliche Geschmack herumgesprochen. Der Anfang für eine einzigartige Geschichte war gemacht, oder – um mit Joseph II. zu sprechen – ein „Unicum“ hatte das Licht der Spirituosen-Welt erblickt.

Treffender hätte der ungarische König bei der ersten Verkostung die Alleinstellung dieses für ihn komponierten Kräuterliqueurs kaum beschreiben können.

Was lag näher, als aus dieser majestätischen Eingebung auch einen Marken-Namen zu machen und damit den Grundstock zu legen für eine Erfolgsstory, die nun schon über 200 Jahre währt und begleitet ist von einer wechselvollen Geschichte mit markanten Daten.

Zum Beispiel das Jahr 1840. Als Lajos und Joseph Zwack in Budapest die J. Zwack & Cie. gründeten. 1895 erhält das junge Unternehmen als erste und einzige Firma in Ungarn das Privileg, sich kaiserlich-königlicher Hoflieferant nennen zu dürfen. 1948 wird die Familie Zwack von den Kommunisten enteignet und flüchtet in die USA.

1958 kehrt die Familie Zwack nach Europa zurück und beginnt vorerst in Italien mit der Produktion von „Unicum“.

1988 schließlich kann die Familie mit Peter Zwack an der Spitze als Firmeninhaber in der fünften Generation nach Ungarn zurückkehren und mit Hilfe der Familie Underberg die Fabrik zurückkaufen. Ein Jahr später wird die Zwack Unicum Budapest kft (= GmbH) gegründet – der Produktion von Unicum an der Originalstätte Budapest steht nichts mehr im Wege. Zwack „Unicum“ ist „heimgekehrt“, um sogleich wieder den Weg in alle Welt zu nehmen als hochgeschätzte Exportspirituose. Der Erfolg lässt nicht auf sich warten.

Die Geschichte der internationalen Kräuterliqueur-Marke – von der königlichen Hofmedizin bis heute – kann also in jeder Beziehung als einzigartig bezeichnet werden. Angefangen von der Kreation des Namens, seinem Erscheinungsbild in der formvollendeten, kugelrunden Flasche mit dem markanten Stephans-Kreuz als Signet bis hin zu seinem von Geheimnissen umgebenen Geschmack – ausgewogen in Bouquet, anfangs leicht süßlich bis fein herbbitter im Abgang.

Oft ist schon versucht worden, hinter das Geheimnis dieser unverwechselbaren Geschmacksharmonie zu kommen – es blieb bei den Versuchen.

Die Familie Zwack hat das Geheimrezept ihrer Vorfahren bis heute bewahrt und hütet es auch weiterhin sorgfältig. Wie diese sich letztlich zusammensetzt, ist derzeit ausschließlich der Familie Zwack bekannt. Sie sind es, die Jahr für Jahr die mehr als 40 verschiedenen und sorgfältig handverlesenen Kräuter aus allen Erdteilen zu einer einzigartigen Mischung zusammenstellen, die die Basis für die weitere Verarbeitung bilden. Nach fast 20 Jahren im Amt übergab Peter Zwack im Juni 2008 die Führung des Unternehmens an seinen Sohn, Sandor Zwack. Dieser wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, wobei seine Schwester, Izabella Zwack, ebenfalls als Mitglied des Aufsichtsrates in die Geschäfte der Familie einstieg. Auch Anne Zwack, langjährige Ehefrau von Peter Zwack, ist nach wie vor im Unternehmen tätig. Peter Zwack verstarb im August 2012 nach einem erfüllten Leben für die Familie und das Unternehmen im Alter von 85 Jahren.

Zeitstrahl

1790
Kaiser Josef II., römisch-deutscher Kaiser und König von Ungarn, ist es, dem der kaiserliche Hof- und Leibarzt Dr. Zwack im Jahr 1790 zum ersten Mal einen Schluck von seinem Kräuter-Heiltrank anbot.
Der Legende nach soll der Kaiser daraufhin ausgerufen haben: “Dr. Zwack, das ist ein Unikum!”, wodurch der Name dieses einzigartigen Kräuterlikörs entstand.

1840
Jozsef Zwack, ein Nachfahre des Hofarztes, erbaute die erste Unicum Fabrik und gründete die Firma Zwack.
Jozsef Zwack ist bis heute eine legendäre Persönlichkeit auf dem Gebiet der Herstellung von Spirituosen in Ungarn. Er führte das Unternehmen noch weit über sein neunzigstes Lebensjahr hinaus. Seine Rezepte, die nur natürliche Zutaten für die Herstellung von Likören und Spirituosen enthalten, werden bis heute verwendet.

1883
Am 22. Mai 1883 wurde der Kräuterlikör Unicum offiziell unter der Nummer 805-071 registriert und patentiert. Unicum wurde schon zu dieser Zeit in der runden Flasche mit einem roten Kreuz als Markenzeichen verkauft.
Ab 1899 musste die Firma Zwack jedes Jahr eine großzügige Spende an den Rentenfonds des Roten Kreuzes zahlen, damit das Rote Kreuz im Gegenzug der Firma weiterhin erlaubt, das rote Kreuz auf dem Etikett zu verwenden. 1922 wurde der Farbcode geändert. Seitdem wird ein goldenes Kreuz auf rotem Hintergrund verwendet.

1892
Im Jahr 1892 erwies sich die bisherige Produktionsstätte abermals als zu klein und die Firma errichtete ihre neue Destillerie in der Soroksári Straße im IX. Bezirk von Budapest.
Hier ist bis heute der Firmensitz der Firma Zwack, hier wird bis heute Unicum hergestellt. Das Gebäude ist in seiner ursprünglichen Form fast unverändert erhalten. 2004 wurde der Gebäudekomplex vollständig renoviert, seitdem gibt es ein Museum auf dem Firmengelände.

1895
K.u.K. Hoflieferant – Ernennung zum Hoflieferanten des Kaisers von Österreich-Ungarn. Dem Unternehmen wurde von Kaiser Franz Josef der begehrte Titel eines K.u.K. Hoflieferanten verliehen.
Bereits in jenen frühen Jahren war die Firma Zwack eine der führenden Destillerien in Mitteleuropa und exportierte Spirituosen in die ganze Welt. Zwack-Getränke waren schon damals international bekannt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen.

1909
Das erfolgreichste Zwack Werbeplakat aller Zeiten – Der „Wassermann“ von Viktor Pachl. Es steht als allgemein bekanntes Werbe-Sinnbild für Unicum.
Im Laufe der Jahrzehnte entstand um dieses Plakat ein regelrechter Kult in Ungarn. Vor 1989 stand es oft für die gute alte Zeit vor dem Kommunismus. Danach wurde es häufig in Satiren und Karikaturen verwendet. Schon einige ungarische Politiker wurden in Anlehnung an den Unicum-Wassermann als ertrinkend oder schiffbrüchig dargestellt.

1922
Das Unicum-Kreuz, welches bislang ROT war wechselt die Farbe zu GOLD.

1926
Im Jahr 1926 traten die beiden Söhne von Lajos Zwack, Béla und János Zwack, in die Firma ein. Béla beschäftigte sich vor allem mit der Produktion und der Produktentwicklung, János war für die „Reklame“, den Verkauf und den Export zuständig.
Kaum zu glauben, aber die Brüder waren oft nicht gut aufeinander zu sprechen. Sie waren in fast allen Belangen stets unterschiedlicher Meinung, selbst in Bezug auf ihre Lieblings-Fußballmannschaften, aber dennoch waren beide stets auf das Wohl der Firma bedacht und trugen maßgeblich zum florierenden Geschäft in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bei.

1930
In den 30er Jahren erreichte die Weltwirtschaftskrise auch die Firma Zwack. Der Markt für Luxusprodukte brach ein, die Prohibition in den USA reduzierte das Exportgeschäft. Um die bestehenden Produktionsflächen zu nutzen, versuchte sich das Unternehmen in der Herstellung von Leuchtreklamen.
Fotos von den alten Zeta Glühlampen der Firma Zwack und Unicum Neon-Leuchtwerbung in Budapest sind bis heute erhalten und im Museum zu besichtigen.

1944
Der Zweite Weltkrieg hatte verheerende Folgen für Ungarn und die Zwack Destillerie. Budapest wurde stark bombardiert, die Anlagen der Firma komplett zerstört. Im Jahr 1945 nahm die Familie in zwei Räumen inmitten der Trümmer wieder die Arbeit auf. Man begann sofort mit dem Wiederaufbau. 1948 war der Vorkriegszustand wieder erreicht. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen ohne Vorankündigung und ohne jegliche Entschädigung konfisziert und verstaatlicht.
Nach der Machtübernahme durch die kommunistische Partei Ende der vierziger Jahre brachen gefährlichen Zeiten für die industrielle Elite Ungarns an. János Zwack schmuggelte seinen Sohn Peter in einem Zug in die Nähe der jugoslawischen Grenze. Der junge Peter Zwack erreichte das freie Italien. János kam mit nichts als dem Unicum-Rezept nach Italien. Anschließend emigrierten sie gemeinsam in die Vereinigten Staaten. Béla und seine Frau Dodo entschieden sich, in Ungarn zu bleiben, und wurden als Klassenfeinde in ein Lager aufs Land umgesiedelt. Als sie später endlich die Erlaubnis erhielten, das Land zu verlassen, kamen auch sie nach Italien und begannen zusammen mit János Unicum in Italien zu produzieren.

1958
Von den USA aus musste die Familie mit ansehen, wie das verstaatlichte Unternehmen weiterhin Kräuterlikör nach einem falschen Rezept unter dem Namen Zwack Unicum produzierte und auch in den Westen exportierte. János reichte eine Klage vor dem internationalen Gerichtshof gegen die Importeure und gegen den kommunistischen ungarischen Staat ein. Janos gewann diesen Prozess: dem staatlichen Unternehmen in Budapest war es nicht mehr erlaubt, die Markennamen Unicum und Zwack im Westen zu verwenden.
Leider konnte János Zwack den Sieg in diesem Rechtsstreit nicht mehr erleben, denn er und Béla Zwack starben im Abstand von zwei Wochen im Jahre 1958.

1960
Peter Zwack lebte zunächst in Chicago und New York mit seiner ersten Frau Iris und ihren gemeinsamen fünf Kindern: Peter, Gioia, Alexa, Iris und János.
Er war fest entschlossen, den Namen Zwack in den USA am Leben zu erhalten, und unterzeichnete einen Vertrag mit der Firma Jim Beam zur Produktion von Zwack-Gin, Zwack-Wodka und Zwack-Sliwowitz.

1970
Nach erfolgreichen Jahren im US-Weingeschäft als Importeur europäischer Weine kehrt Peter Zwack nach Europa zurück, um die Produktion und Vermarktung von Zwack Unicum in Italien voranzutreiben.
Mit seiner zweiten Ehefrau, der Engländerin Anne Marshall, widmet sich Peter Zwack nun ganz der Produktion und dem Vertrieb von Unicum. In Kooperation mit einem großen Spirituosenunternehmen in Genua wird Unicum in Italien produziert und von hier aus weltweit vermarktet.

1988
Peter Zwack kehrt als erster ehemaliger ungarischer Industrieller aus der Zeit vor dem Kommunismus nach Ungarn zurück und gründet zusammen mit seinem Partner Emil Underberg die Peter Zwack & Consorten AG. Die Peter Zwack & Consorten AG geht ein Joint Venture mit dem noch staatlichen Budapester Likörunternehmen BULIV ein.
Ein Abenteuer für die ganze Familie: seine Frau und die beiden Kinder Sándor und Isabella ziehen mit Peter Zwack in das noch kommunistische Ungarn. Ein berühmtes Zitat von Peter aus dieser Zeit ist: “Ich war einer der Letzten, die gingen, und heute bin ich einer der Ersten, die zurückkehren”.

1992/93
1992 wird die Zwack Unicum AG gegründet, die Peter Zwack & Consorten AG wird Hauptanteilseignerin. Damit gelang unter großen Schwierigkeiten und mit großem persönlichen Engagement den Unternehmern Emil Underberg und Peter Zwack der Rückkauf des gesamten Unternehmens vom Staat. 1993 wurde die Zwack Unicum AG an der Budapester Börse notiert.
Neue Anteilseigner: Im Jahr 1993 wurden 26 % der Aktien der Gesellschaft von der International Distillers & Vintners Ltd. erworben, welche später mit UDG zur heutigen Diageo fusionierte.

2004
Im Jahr 2004 wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Sándor und Isabella Unicum Next als Getränk der nächsten Generation entwickelt. Dieser fruchtig-leichte Kräuterlikör wird unter dem Namen Zwack Likör exportiert.
Was ist das Geheimnis von Unicum Next oder Zwack Likör? Unicum Next wird auf genau die gleiche Weise wie das Original Unicum hergestellt, dabei werden allerdings weniger bittere Kräuter beigemischt und mehr Kräuter und Gewürze verwendet, die einen leichten Zitruscharakter haben. Dadurch wirkt Unicum Next leichter und fruchtiger.

2008
Im Jahr 2008 übergibt Peter Zwack nach 20 Jahren als Vorstandsvorsitzender seinen Platz an seinen Sohn Sándor. Seine Tochter Isabella erhält ebenfalls einen Sitz im Firmenvorstand. Dadurch bleibt die Firma Zwack bis heute ein familiengeführtes Unternehmen, nunmehr in der sechsten Generation.
Aber Peter Zwack ging niemals wirklich in den Ruhestand: Er spielte auch noch als Ehrenvorsitzender eine aktive Rolle im Leben der Gesellschaft bis zu seinem Tod im Jahr 2012.

2009
Auch nach 200 Jahren hat die Traditionsmarke Unicum nichts von ihrer Dynamik verloren. Das Design und die Werbestrategie von Unicum und Unicum Next werden 2009 geändert. Dabei werden natürlich die traditionellen Elemente auch weiterhin beibehalten.

2012
Zwack blieb stets ein dynamisches Unternehmen in ständiger Erneuerung, auf der Grundlage seiner Tradition und professioneller Destilleriekunst. Es mag von daher vielleicht gar nicht überraschen, dass „Think Positive!“, d. h. „Denke positiv!“, der Slogan der Marke und Gesellschaft ist, denn genau dies war und ist die treibende Kraft hinter dem Erfolg des Unternehmens.
Die Firma Zwack entwickelt einen neuen Likör: Unicum Zwetschke. Hergestellt nach exakt dem gleichen Prinzip wie der klassische Unicum ist Unicum Zwetschke der erste Kräuterlikör, der auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern gereift wird.

Benjamin Hash / Bartender im The Horse Inn – Lancaster über Underberg

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Benjamin Hash ist Bartender im The Horse Inn, Lancaster (http://horseinnlancaster.com) und seit Jahren in der amerikanischen Barkeeperszene aktiv. Er hat an renommierten Wettbewerben teilgenommen, und war in Philadelphia in der Competition „Most Imaginative Bartender“ vertreten, außerdem Heaven Hill Bartender of the Year, National Finalist Bols around the world 2016 und Opihr Gin World Adventurer 2017.

Wir hatten Gelegenheit Ben Hash vom Horse Inn zu Underberg zu befragen. Hier die deutsche Übersetzung:

Bar-Kameraden und Reisen

„Ich bin seit 13 Jahren Barkeeper und freue mich jeden Tag dieser Profession nachzugehen. Für mich ist Underberg ein einzigartiges Instrument in der Subkultur von Barkeepern, Mixologen und Cocktail-Enthusiasten in den USA.

Ich nehme Underberg mit, wenn ich zu Cocktail-Wettbewerben oder Veranstaltungen in der Barbranche reise. Nichts fördert die Kameradschaft so sehr wie das Sitzen an einem Tisch mit trübäugigen Barkeepern, die sich von einer Destillerie-Tour erholen und eine Runde kalter Underbergs verteilen. Ich hatte das Vergnügen, Underberg im Hochland von Jalisco, im Bourbon County, auf der London Bridge, in der Bourbon Street und auf dem Time Square zu genießen, um nur einige aufregende Orte zu nennen.

Mystisch und vielseitig

Underberg ist wie ein vertrauter Händedruck im Bund der Barkeeper meines Umfeldes. Es ist schwer zu sagen, wann ich das erste Mal einen hatte, vielleicht vor zehn Jahren. Seitdem habe ich gelernt, dass man die kleine Flasche mit den intensiven Kräutern in vielerlei Hinsicht genießen kann. Eiskalt wird oft bei uns bevorzugt, ist aber nicht notwendig. In Eis eingefroren, direkt vor dem Einsteigen in ein Flugzeug (mein Favorit!) oder vor der nächtlichen Schicht an der Bar. Underberg kann auch als Cocktailzutat verwendet werden, wie ich beim Aufbau unseres Barmenüs feststellen konnte.“

Nachfolgend ein paar seiner Rezept-Favoriten zum Nachmixen…

Die Rezepturen werden nachfolgend im Original wiedergegeben. Die US-Amerikanische Flüssigunze entspricht übrigens 29,574 Milliliter (ml).

 

Rheinberg Sour:

– 2 Fläschchen Underberg
– 0.75 oz Lairds Applejack (alternativ Chateau du Breuil Calvados oder Rémy 1738)
– 0.5 oz lemon juice (Zitronensaft)
– 0.5 oz grapefruit juice (Grapefruitsaft)
– 1 oz honey simple syrup (Honigsirup, oder alternativ Riemerschmid Bar-Sirup Rohrzucker)
– Egg white (Eiweiss)

Dry shake all ingredients then add ice and shake again. Double strain into large coupe and garnish with grate nutmeg.
(Dry Shake, danach nochmals mit Eis shaken. Double strain in eine große Coupette und mit geriebener Muskatnuss garnieren.)

Demerara-Sirup wird ähnlich wie einfacher Sirup hergestellt, jedoch mit Zucker als Rohprodukt. Es hat einen tieferen, fast melasseartigen Geschmack, der die Tiefe der Underberg-Aromen ergänzt.

 

The Lancastrian:

– 1 Fläschchen Underberg
– 1.5 oz Rye Whiskey (wir empfehlen Colonel E.H. Taylor Jr Staight Rye)
– 0.75 oz Carpano Antica Vermouth
– 0.25 oz demerara syrup (Demerara*-Sirup, alternativ auch Rohrzucker-Sirup)

Stir all ingredients, strain into chilled coupe. Express orange peel over cocktail, and garnish with orange twist.
(Alle Zutaten verrühren, in eine gekühlte Coupé-Schale abseihen. Orangenschale über dem Cocktail ausdrücken und mit Orangenschale garnieren.)

Um Honig-Sirup herzustellen lösen Sie eine 1/4 Tasse Honig in 3 Teilen warmen Wasser auf.

Brad Thomas Parsons / Experte für Bitters & Amaro in den USA über Underberg

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Underberg in Cocktails – wann und wie es begann

Underberg ist mir ein Begriff seit Mitte der 2000er Jahre, als ich in Seattle lebte. Ich glaube mein Freund und Barkeeper Andrew Bohrer hat mich darauf angesprochen. Nicht nur wir beide sind seitdem begeistert was Underberg betrifft, auch Peter Meehan schrieb schon im Jahre 2009 einen Liebesbrief an Underberg in seiner New York Times Kolumne. Ich habe damals an meinem Buch „BITTERS“ gearbeitet, und als ich 2010 nach Brooklyn zog, begann ich auch hier die Entwicklungen zu beobachten, wie zum Beispiel im meinem Prime Meats. Damon Boelte war damals Bar Director, und das alpin-germanisch geprägte Restaurant in New York City war ein idealer Startpunkt für Underberg. Sein „Alpine Sour“ (in meinem Buch „AMARO“ enthalten) war der erste Gebrauch von Underberg, dem ich persönlich begegnete. Ein geshakter Drink mit Deutschem Brandy, Orgeat, Zitronensaft und einem ganzen Underberg.

Es war ein paar Jahre später, als ich zum ersten Mal Underberg als Zutat und Garnish sah (und einige Leute, die ich kenne, sagen, es war der erste dokumentierte Fall – seit es auf der Speisekarte abgedruckt wurde). Barkeeper Garret Richard war Gastgeber eines Tiki-Takeover bei Prime Meats, und servierte einen Frozen Slush namens „Ice-Berg“ (ebenfalls in meinem Buch AMARO enthalten), das aus Reposado-Tequila, Orgeat, Zitronensaft und Underberg hergestellt wurde. Die leere Flasche wurde dann als Deko hinzugefügt und in das gefrorene Getränk getaucht, wie in einem Mexican Bulldog im Cabo-Stil.

Seitdem habe auch ich die Underberg-Flasche als Garnish für Getränke gesehen, meist für Frozen- oder Tiki-Drinks. In Denver gibt es sogar eine Pizzeria namens Cart-Driver, die Underberg in und als Beilage zu ihrem Softeis verwendet.


Als Cocktailbitter in Bars und pur

Underberg hat ein so einzigartiges, ausgeprägtes und angenehm aggressives Geschmacksprofil, und wird in den Staaten in den meisten Fällen wie Cocktailbitters behandelt. Man kann ihn in einem Lebensmittelgeschäft oder Markt kaufen, anstatt in einem Schnapsladen, und man muss auch nicht 21 Jahre alt sein, um ihn zu kaufen. Im Gegensatz zu Cocktailbitters wird Underberg nicht ausschließlich als Aromastoff verwendet, sondern auch pur und als Shot konsumiert.


Schnell und effizient

Neben dem traditionellen Underberg-Serve in vielen Restaurants und Bars, in denen die Flasche mit dem Underberg Stilglas serviert wird, wird mehr und mehr einfach aus der Flasche getrunken. Bei Prime Meats haben sie die „Prime Meats Method“ eingeführt, bei der Underberg mit einem kleinen Cocktail-Strohhalm präsentiert und in einem Zug getrunken wird. Schnell, effizient und keine Gläser zu spülen. Dies ist auch meine bevorzugte Servierart geworden. Außerdem habe ich Bars gesehen, die Underberg „chilled“ oder „cellar temp“ servieren, oder sogar mit einem Eiswürfel, der um den Boden der Flasche gefroren ist.


They love it

In den Staaten wächst die Begeisterung der Bars für Underberg spürbar, man sammelt Verschlusskappen und löst diese für Prämien ein. Der Underberg-Gurt ist ein beliebtes Deko-Tool. In Edmund’s Oast in Charleston, South Carolina, gossen sie Hunderte von Flaschen Underberg in ein altes Whiskeyfass, um den Inhalt neu zu lagern, dann, nachdem sie ihn geleert hatten, füllten sie diese wieder ab und benutzten dann das Underberg/Whiskeyfass, um einen kaiserlichen Stout namens Pub Lurker Fass zu lagern, den sie als „Underlurker“ umtauften. Und ich werde ständig auf Social Media getaggt und gefragt: „Hey, I’m in Dallas, where can I get my Underberg fix“?

http://btparsons.com/bitters/

https://www.amazon.de/Bitters-Spirited-Cure-All-Cocktails-Formulas/dp/1580083595

http://btparsons.com/amaro/

https://www.amazon.de/Amaro-Spirited-Bittersweet-Liqueurs-Cocktails/dp/1607747480

Unicum und die Zwetschke. Ein Mixaufruf.

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In unserem Blogbeitrag möchten wir die Frage aufgreifen; „ Was macht eigentlich den Unterschied zwischen dem Klassiker Unicum und dem Newcomer Unicum Zwetschge genau aus?“

Ein Blick hinter die Kulissen des Herstellers Zwack Unicum.

Unicum

Am 22. Mai 1883 wurde der Kräuterlikör Unicum offiziell unter der Nummer 805-071 registriert und patentiert. Seit Beginn wurde Unicum übrigens mit einem roten Kreuz als Markenzeichen verkauft, bis man 1922 zu Gold wechselte.

Kein Geringerer als der Leibarzt am österreichisch-ungarischen Hofe, Joseph Zwack, war es, der auf Wunsch seiner Majestät Ende des 18. Jahrhunderts einen bitteren Kräuterlikör als Medizin gegen eine Krankheit komponierte. „Das ist ein Unicum!“, rief der Kaiser begeistert aus, als er das Elixier zum ersten Mal kostete. Dieser Ausspruch von Joseph II., Kaiser von Österreich und König der Ungarn, um das Jahr 1790 markiert den Beginn einer außergewöhnlichen Spirituosen- und Marken-Karriere. Die wohltuende Wirkung des Likörs war bald auch außerhalb des königlichen Hofes bekannt. Unicum avancierte zu einem der beliebtesten Getränke des Königreichs – in Ungarn sogar zum Nationalgetränk.

Unicum Zwetschke

Eine einzigartige Verbindung der Traditionen

Unicum Zwetschke vereint jahrhundertealte ungarische Traditionen in sich. Die Basis bildet der Kräuterlikör Unicum, der seit 1790 nach unveränderter Rezeptur hergestellt wird und in Ungarn als Nationalgetränk gilt. Unter Verwendung von hochwertigem ungarischem Maisbrand wird ein Teil der Kräuter mazeriert, ein anderer Teil destilliert. Nach etwa 30 Tagen werden Destillat und Mazerat sorgfältig miteinander vermischt und anschließend in Eichenholzfässern gelagert, wo sie mindestens 6 Monate reifen.

Damit es schließlich ein Unicum Zwetschke wird, reift der fertige, bereits gelagerte Unicum nochmals mehrere Monate auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern. So entsteht ein völlig neues Geschmackserlebnis. Durch die gedörrten Zwetschken erhält der Kräuterlikör nicht nur seine fruchtige Note, sondern auch eine angenehm ausgewogene Süße. Das aufwendige Produktionsverfahren verleiht ihm seine unverwechselbare Harmonie und Geschmeidigkeit. Im Gegensatz zu einem klassischen Unicum ist der Unicum Zwetschke ein wahrer Allrounder, als Shot wie auch zum Mixen geeignet, wie die nachfolgenden Rezepte zeigen…

Zwetschken-Negroni

– 2 cl Unicum Zwetschke
– 3 cl Belsazar Vermouth
– 2 cl Luxardo Bitter
– 2 Drops Fee Brother Pflaumenbitter
– Zubereitung im Rührglas. Im Tumbler servieren

„Budajito”

Savoy, Juri Bagherzadeh, Diva’s Bar im Hotel Savoy, Köln
– 5 cl Unicum Zwetschke
– Limette
– Weißer Rohrzucker
– Minze
– 4 cl Guavenpüree
– 2 cl Hausgemachter Rotwein-Portwein-Sirup

Budapest Mule

– 4 cl Unicum Zwetschke
– 4 Limettenscheiben
– Fill-up mit Ginger Beer
– Deko: Orangenscheibe und Zimtstange

Zwack & Soda

– 4 cl Unicum Zwetschke
– 2 cl Frischer Zitronensaft
– 1,5 cl Rimerschmid Bar-Sirup Rohrzucker
– 2-2 Orangen und/oder Zitronenzeste
– Fill-up mit Soda
– Deko: Gurkenspirale & Zitronenzeste

Rezeptaufruf:

TeamSpirit sucht neue Rezepte von Barprofis für 2019. Mitmachen? Musterware benötigt? Kurze Email an anmeldung@teamspirit.de mit dem Stichwort: „UNICUMmixbar”

Barkeeper in Budapest – EinBlick hinter die Kulissen von Zwack

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Der TeamSpirit Kräuterzirkel reiste mit Barkeepern und Fachhandelskunden nach Budapest, um Einblicke in die abenteuerliche Vergangenheit der Marke und die ungarische Geschichte zu bekommen und die einzigartige Destillerie inmitten der Stadt zu besuchen. Besonders beeidruckend waren für die Gäste die persönlichen Exponate aus dem bewegten Leben der Familie Zwack und die Führung durch den Keller mit einer Fläche von weit über 2.000 m2.

Neben anerkannten Kräuterexperten und Barprofis wie dem Münchner Kristijan Krolo (Loretta Bar) waren auch junge Barkeeper dabei, die wissensdurstig in Ungarn landeten, von sechs verschiedenen Flughäfen der Republik. TeamSpirit hatte keinen Aufwand gescheut, um die Marke Unicum, die in Budapest aus über 40 Kräutern hergestellt wird, in das Herz der Gäste gelangen zu lassen.

Juri Bagherzadeh, Savoy Hotel Köln: „Die ganze Reise war von Anfang bis Ende toll. Besonders beeindruckend waren die vielen Miniaturen in der Unicum Ausstellung. Sehr speziell finde ich, dass Unicum immer noch mitten in Budapest produziert wird.“

Zwack Unicum war Pionier, denn das Unternehmen war eines der ersten Unternehmen in Ungarn, das Getränke nicht aus Essenzen, sondern aus den echten Rohstoffen, wie zum Beispiel Kräutern, herstellte. Das was die Besucher auf Ihrer Reise erlebten und lernten, war selbst für ungarische Barkeeper in Deutschland noch neu und aufregend.

Milan Tóth, Oyster Bar im Steigenberger Zingst:

„Seit 3 Jahren bin ich mit meiner Freundin in Deutschland an verschiedenen Orten und Gastronomieobjekten tätig gewesen. Seit nun einem Jahr habe ich in Zingst auf dem wunderschönen Darss im Steigenberger Hotel meine neue Heimat in der Qysterbar gefunden und durch meinen Barchef Roland Salute die Begeisterung für das Arbeiten an der Bar entdeckt. Als Ungar habe ich natürlich eine sehr große Begeisterung für unser Nationalgetränk. In unserer Bar haben wir Unicum und die Zwetschke im Sortiment, die Nachfrage danach war bisher leider begrenzt. Als ich die Gelegenheit bekam zusammen mit TeamSpirit Unicum in Budapest zu besuchen habe ich das mit einem Urlaub in meiner Heimat verbunden. Ich war begeistert welche Vielzahl an exotischen Gewürzen und Kräuter Verwendung finden um einen Unicum zu einem Unicum zu machen, auch wenn es geheim bleibt welche Gewürze, Kräuter und Wurzeln man exakt verwendet. Den langen und komplizierten Herstellungsprozess zu kennen macht es mir viel leichter die Produkte zu empfehlen.“

Ein besonderer AHA-Effekt war für die Teilnehmer der Unterschied zwischen Unicum und Unicum Zwetschke, der nur von einer weiteren Lagerung des klassischen Unicum’s auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern entsteht. Das Ergebnis ist verblüffend, denn aus dem typischen Bitter entsteht – völlig ohne Zugabe von Zucker, nur die die Lagerung auf der Zwetschke – ein wahrer Allrounder, der man sowohl als Shot wie auch als Mixer in der Bar einen Platz verdient hat. Carsten Moller ( Bar Manager) & Savvas Koumantzias (Bartender) aus der Capella Bar Düsseldorf waren begeistert.

Carsten Möller, Bar Manager der Capella Bar im Breidenbacher Hof, Düsseldorf:

„Unicum war noch nie so sehr für mich im Focus als Spirituose, weder pur noch als Mixer. Allerdings muss ich sagen das sich mit den Unicum Szilva (Pflaume ) ein schönes Produkt auf den Markt ist, mit welchen wir als Barkeeper gut in Drinks arbeiten können. Das Produkt hat auch bei uns in der Bar einen Platz verdient“

Die Capella-Bar im Breidenbacher Hof Düsseldorf war übrigens der Austragungsort für den ersten TeamSpirit Kräuterzirkel-Event im Jahre 2005.

Und so wie man sich denken kann, die Reise in Budapest endete in einer Bar. Die Boutiq Bar , Paulay Ede u. 5, in Budapest bildete den nächtlichen Abschluss des Programms von TeamSpirit. Einen letzten „Zwack & Rose“, bitte. Oder doch lieber einen „POSITIVE DRINKING?“. Der wird übrigens mit Earl Grey Tea, Salz und einem Stressball im Porzellanservice kredenz. Muss man unbedingt probieren wenn man in Budapest ist…

RIGA Black Balsam – der Kräuter des Apothekers Abraham Kunz

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Riga Black Balsam ist ein besonderer Kräuterhalbbitter mit einer würzigen Geschmackstiefe – eine lettische Spezialität. Die nahezu schwarze Flüssigkeit mit 45%vol. und der intensiven Kräuternote wird in der charakteristischen 0,5l Original-Tonflasche angeboten.

Erste anonyme Aufzeichnungen zum Rezept reichen ins 16. Jahrhundert zurück. Der Rigaer Apotheker Abraham Kunz lässt sich 1737 davon zu seinem Originalrezept inspirieren. Bereits 1752 produziert er sein mittlerweile berühmtes Getränk in industriellen Mengen. Es wird bis heute nach Kunzes Original-Rezept hergestellt. Von den 24 allesamt natürlichen Bestandteilen sagte man damals 17 Zutaten wohltuende bzw. heilende Wirkung zu. Es handelt sich primär um Kräuter, Wurzeln und Beeren. Einige der Zutaten sind in ihrer Anwendung für Riga Black Balsam einzigartig: z.B. Goldweide, Enzian und peruanisches Balsamöl. Dazu kommen natürliche Fruchtsäfte, Brandy, Honig, Zuckersirup und karamellisierter Zucker.

Der Duft kombiniert die sanfte Süße von Lindenblüten, Himbeeren, Heidelbeeren, Honig und Karamell. Der herb, bittere Geschmack bietet gleichzeitig eine leichte Süße; das Mundgefühl ist samtig, weich. Der Nachklang ist geprägt von herzhaften Noten von Ingwer und Muskat. Riga Black Balsam wird traditionell pur, auf Eis oder mit heißem Johannisbeersaft genossen. Er lässt sich in Drinks aufgrund seiner ausgeprägten Bitterkeit sehr gut mit süßen Komponenten wie Säften oder Limonaden kombinieren. Zwei der heute beliebtesten Drinkrezepte aus der lettischen Heimat sind daher der „Black Peach“ sowie der „Black Cherry Cola“:

 

Black Cherry Cola:

4cl RIGA Black Balsam
8cl Kirschsaft
8cl Cola

Riga Black Balsam, Kirschsaft und Cola in ein Highball Glas mit viel Eis geben und mit dem Barlöffel mixen.

 

 

 

Black Peach:

2cl RIGA Black Balsam
2cl Pfirchsichnektar

Ein Shotglas zur Hälfte mit 2cl Pfirsichnektar auffüllen und mit einem Löffel vorsichtig 2cl Riga Black Balzam darübergießen, sodass sich dieser nicht mit dem Nektar vermischt und eine Schicht bildet.

HILARITAS – der Gewürzlikör für Geniesser

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Hilaritas vereint Deutsches Ingenieursknowhow und Leidenschaft für Gewürze

„Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt…“ sang schon die Romanfigur Pippi Langstrumpf von Astrid Lindgren. Diese Einstellung hatte auch ein findiger Ingenieur und Unternehmer in Griesheim, dem die handelsüblichen Halbbitterliköre nicht genügten. Sie waren ihm zu bitter, hatten zu wenig Körper, und er vermisste in den Mainstream-Produkten die von ihm so geliebten Gewürze. Also machten sich der Produktentwickler und seine kochbegeisterte Frau gemeinsam ans Werk, ihren ganz eigenen Likör auf Basis von Kräutern, Vanille, Zimt und weiteren Gewürzen zu kreieren.

Es bedarf drei Jahre Entwicklungszeit, unzählige Verkostungen, Debatten und Verfeinerungen bis die Rezeptur für den eigenen Gewürzliqueur so einzigartig komplex und vollmundig war, wie man es sich vorgestellt hatte. Die ersten Handabfüllungen gingen an Freunde und Familie, und über diesen Weg entwickelte sich auch schnell die erste, private Vermarktung. Überraschend schnell folgte dann auch die überaus positive Resonanz von Experten, die ersten Gold-Auszeichnungen beim World Spirits Award 2012 und 2013.

2017 übergab man die Rezeptur an einen befreundeten Unternehmer, der seit Jahrzehnten Spirituosen importiert und vermarktet. Seit September 2017 befinden sich Rezeptur und Markenrechte nun im Spirituosenunternehmen SIMEX mit Sitz in Jülich.

Kräuterexperten als Vertriebsarm
Der Vertrieb in Deutschland wird von den Kräuterexperten der Diversa Spezialitäten und der TeamSpirit Internationale Markengetränke GmbH übernommen, die zum Underberg-Verbund gehören. Der Deutsche Gewürzlikör ergänzt perfekt das Kräuter-Vertriebsportfolio, welches aus etablierten Premium-Marken wie Underberg, Unicum, Túnel, Escorial und Ettaler Klosterlikören besteht, und in seiner Vielfalt einzigartig ist.

Ein samtiges Geschmackserlebnis
Der Gewürzliqueur Hilaritas hat eine dunkle Kaffee-Farbe. Sein Duft ist geprägt von Vanille, Zimt und Harmonie der verwendeten Kräuter. Am Gaumen zeigen sich ein Zusammenspiel aus Süße, Würze und Frucht, und ein opulenter Körper. Auf der Zunge gesellen sich dann Nelke, ein Hauch Anis und eine frische Zitrus-Note hinzu. Die elegante Süße rundet das Ge-schmackserlebnis ab. Der Nachklang ist lang und charmant.

Kurz und gut
In der Kürze liegt die Würze. Wir empfehlen Hilaritas zuallererst pur zu genießen – ohne Eis – damit er seine volle Geschmacksvielfalt entfalten kann.

Spielraum für Barprofis
Sein voller Körper mit Süße und den Schlüsselaromen, zum Beispiel Vanille und Zimt, machen ihn zudem zur zeitgemäßen Mix-Zutat in klassischen Cocktails und Twists, in denen Liköre und Bitters heute kaum wegzudenken sind, wie z.B. Sours & Negronis.

Produkt-Eckdaten
0,5 L in hochwertiger Geschenktube
32% vol.
UVP 34,99 EUR

Simple Serves für Gelassenheit im Glas
Es muss nicht immer kompliziert sein. Gelassenheit im Glas mit wenig Aufwand aber tollem Aromaspiel sind z.B.:

Hilaritas_SpiceOrangeCrush_Diversa

SPICE ORANGE CRUSH – Crushed Eis in einen Tumbler geben, 6 cl Hilaritas dazugeben und mit einem getrockneten Orangenrad und/oder einer Zitronen-Zeste dekorieren.

Hilaritas_SpiceMintCrush_Diversa

SPICE MINT CRUSH – Crushed Eis in einen Tumbler geben, 6 cl Hilaritas dazugeben und zwei Minzblätter hinzugeben

Liqueur-Manufaktur seit über 400 Jahren im Benediktinerkloster Ettal

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Dem Himmel so nah – in den Ammergauer Alpen

Mitten in den Ammergauer Alpen in Bayern liegt das Benediktinerkloster Ettal, in dem seit über 600 Jahren Benediktinermönche leben und arbeiten. Das Kloster wurde im Jahr 1330 durch Kaiser Ludwig den Bayern gegründet.


Die Blüte des Klosters, das zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Deutschlands gehört, begann im frühen 18. Jahrhundert. Abt Placidus Seitz etablierte damals die Ettaler Ritterakademie, die bis heute die schulische Tradition in Ettal begründet. Bei einem verheerenden Brand im Jahr 1744 fielen das Kloster und die alte gotische Kirche den Flammen zum Opfer. Nach den Plänen von Enrico Zuccalli und Joseph Schmuzer wurde dann die bis heute weltberühmte barocke Klosteranlage mit der einzigartigen Basilika geschaffen.



Klostereigene Betriebe und regionale, naturbelassene Herstellung

Eines der Standbeine des Benediktinerklosters ist seit dem späten 16. Jahrhundert die Liqueurherstellung, die auch wesentlich zum Ruf des Klosters über die Grenzen hinweg beitrug. Die heutige Fabrikation nach den überlieferten Rezepturen findet in der eigenen Destillerie statt. Dort lagern und reifen die Spirituosen nach alten Rezepturen in mächtigen 5.000-Liter-Holzfässern in den Gewölben des Liqueurkellers.

Das Kloster Ettal ist spirituelles und kulturelles Zentrum der Region. Die wirtschaftlichen Aktivitäten des Klosters sind vielfältig und verfolgen im Kern das Ziel einer nachhaltigen regionalen Wertschöpfung. Neben einer Land- und Forstwirtschaft gibt es die Klosterdestillerie, die Klosterbrauerei und das Klosterhotel „Ludwig der Bayer“.

Die Klosterbrauerei Ettal wurde kurz nach der Klosterdestillerie im Jahr 1609 gegründet und produziert seitdem durchgehend. Besonders beliebt sind die Ettaler Starkbiere, der Helle Bock, der Curator und seit neuestem auch der Weißbierbock.

Auf der Suche nach kulinarischen Besonderheiten und unvergesslichen Erlebnissen wird man im Klosterhotel „Ludwig der Bayer“, direkt gegenüber der imposanten Basilika, fündig. Im Herzen des Naturschutzgebiets Ammergauer Alpen gelegen treffen sich hier gesunde Höhenluft, unverfälschtes Brauchtum und eine geradezu fantastische Fülle an Kunst und Kultur.

Liqueur-Manufaktur seit über 400 Jahren

Die Liqueurherstellung ist neben Landwirtschaft, Gastronomie und Hotellerie sowie der bekannten Brauerei, seit langem eines der wirtschaftlichen Standbeine des Benediktinerklosters Ettal, dessen Geschichte weit zurückreicht.  Eng verbunden mit der Historie des Klosters ist deshalb auch die Geschichte der dortigen Liqueur-Herstellung. Denn schon mit der Gründung hielten nicht nur Religion und Kultur Einzug, sondern auch das Wissen um die Heilkräfte der Natur. Dabei hatte die Klosterapotheke eine bedeutende Rolle, und im Jahr 1596 erwarb das Kloster den ersten kupfernen Brennkessel für seine Apotheke. Mit ihm wurde fortan das „Aqua abbatis“, ein Stärkungstrunk in zwei Varianten (auch „gelbe und grüne Tropfen“ genannt), zubereitet – die Urform des heutigen Ettaler Kloster Liqueurs.

Unter Abt Bernhard I. Oberhauser erweiterten die Mönche 1737 die medizinischen Einrichtungen des Klosters und statteten auch die Apotheke sukzessive mit neuen Gerätschaften aus. Eine davon ist ein großer, kunstvoll aus Messing gefertigter Mörser, der die Aufschrift trägt: „Bernardus Abbas Ettaliensis, Me fecit Taller 1737“.

Die Aufhebung des Klosters 1803 brachte dann das vorläufige Ende des Stärkungstrunks mit sich, denn die Klosterapotheke wurde öffentlich zum Verkauf angeboten. Sie kam in den Besitz der Apotheker-Familie Byschl. In deren Arzneischrank schlummerte dann lange Jahre – zunächst unentdeckt – das alte Rezept für den Ettaler Kloster Liqueur.

Die Byschls stellten diesen Liqueur später unter dem Namen „Alt-Ettaler Abt-Liqueur“ her. Nach der Wiedererrichtung im Jahr 1900 erhielt das Kloster seine Rezeptur zurück und Pater Anselm Barth wurde das Geheimnis der Herstellung anvertraut.

In den Gewölben des Klosters entstand daraufhin eine eigene Destillerie und der Liqueurabsatz wuchs seither stetig. Sein Name und die bis heute kaum veränderte, markante Barockflasche wurden in den 20er Jahren als Patent angemeldet und weltweit geschützt.

Die Herstellung der Ettaler Kloster Liqueure basiert bis heute auf der streng geheim gehaltenen Rezeptur, die jeweils nur zwei der Mönche kennen.

Im Jahr 1998 wurde Frater Vitalis vom damaligen Abt Edelbert zum Verantwortlichen für die Destillerie bestimmt. Bis heute leitet er die Geschicke des Betriebs, verfügt über umfassende Kenntnisse der Kräuterkunde und hat die Angebotspalette wesentlich erweitert. Aktuell kennen nur er und einer seiner Mitbrüder die Rezepturen. Die Produktpalette umfasst mehrere Spezialitäten. Die beiden bedeutendsten sind der Ettaler Kloster Liqueur „Gelb“ und der Ettaler Kloster Liqueur „Grün“. Beide haben ein ganz typisches, harmonisches und blumiges Bouquet, und werden von den Mönchen traditionsgemäß in den Räumen der Benediktinerabtei Ettal hergestellt und in der eigenen Flaschenabfüllerei abgefüllt, etikettiert und von hier aus weltweit verkauft.


Benediktiner-Frater Vitalis Sittenauer zur Herstellung: „Im Kern basiert die Komposition auf einer Vielzahl erlesener Kräuter und Gewürze höchster Qualität. Um ihre Wirkstoffe herauszulösen, legen wir die Kräutergewürzmischung in ein Gemisch aus kristallklarem Wasser und Alkohol ein.“ Anschließend, so Frater Vitalis, erfolge die Destillation, ehe die so entstandenen Liqueure in 5.000-Liter-Holzfässern zwischen den meterdicken Mauern des Liqueurkellers weiter reifen.

Im Laufe der Jahrhunderte ist die Ettaler Klosterdestillerie stetig erweitert worden. Im Jahr 2016 erfolgte die letzte große Investition. Eine neue Destillationsanlage sichert auch in Zukunft die sehr hohe Qualität der Produkte.

Reine Naturprodukte

Alle Ettaler Kloster Liqueure sind reine Naturprodukte, gentechnikfrei und ohne künstliche Zusatz- oder Aromastoffe hergestellt. Die ausgeprägte Harmonie entfalten die Produkte durch die sorgfältige Verarbeitung nach hunderte Jahre altem Wissen in der klostereigenen Manufaktur und der Reife in alten Eichenfässern im Klosterkeller.

Ettaler Kloster Liqueur grün

Der traditionelle Klosterliqueur aus der Ettaler Liqueurmanufaktur mit frischen Kräutern aus dem Ettaler Klostergarten. Charaktervoll und sanft-würzig, etwas herber Geschmack und fein-duftendes Aroma. 42% vol.

Ettaler Kloster Liqueur gelb

Ein aromareicher Liqueur mit frischen Kräutern aus dem Klostergarten. Er wird verfeinert mit edlem Berghonig aus der klostereigenen Imkerei. Er hat ein sanftes Bouquet, eine runde Blumigkeit und ist etwas süßer als sein grüner Bruder. Das kräftige Farbenspiel erreicht er durch die Zugabe von echtem, reinem Safran. 40% vol.



Werte erhalten, Zukunft gestalten – Eine Initiative von Kloster Ettal und Underberg

Seit 2008 unterstützt das Familien- und Traditionsunternehmen Underberg die Ettaler Klosterdestillerie beim Vertrieb und verzichtet zugunsten der Förderstiftung des Klosters auf die Distributionsmarge.

Die Produkte

Original ETTALER KLOSTER LIQUEUR – GRÜN – 0,5 L

Original ETTALER KLOSTER LIQUEUR – GELB – 0,5 L

werden seit dem 1. April 2008 durch die Underberg-Vertriebsgesellschaften, der Diversa Spezialitäten GmbH für den Lebensmittelhandel und TeamSpirit Internationale Markengetränke für Fachhandel und Gastronomie in ganz Deutschland vertrieben, nur mit Ausnahme der klostereigenen Verkaufsstellen und dem PLZ-Gebiet 824, welches nach wie vor durch das Kloster selbst betreut wird.

„Wir sind unserem Partner Underberg außerordentlich dankbar“, so Geschäftsführer Pater Johannes Bauer OSB. „Auch mit der großzügigen Unterstützung aus Rheinberg konnten viele wichtige Projekte rund um den Erhalt der Klosteranlage und das Benediktinergymnasium umgesetzt werden“.

Das Engagement von Underberg wird durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte attestiert.

Top-Talente im Underberg-Finale in Köln

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Underberg Koch- und Singwettbewerb Gewinnerin Marlen Billii geht spontan mit voXXclub auf Tour. Marlen Billii (35) aus Seewalchen am Attersee in Oberösterreich gewann das große Finale des Underberg Koch- und Singwettbewerbs und sicherte sich damit den Titel der besten singenden Köchin Deutschlands. Die talentierte Musikerin setzte sich sowohl am Kochtopf als auch am Mikrofon gegen die sieben anderen Konkurrenten durch und gewann damit den bundesweiten Talentwettbewerb.


Als besonderes Highlight geht die Gewinnerin ab Freitag den 11. November mit voXXclub auf Tour. Martin Simma, Manager von voXXclub, war spontan bereit Marlen auf den 2 Block der „Geiles Himmelblau“ Tour mitzunehmen. Singen und Geige spielen gehören genauso zu Ihrer Show wie die verrückten und zum Teil selbst entworfenen Kostüme. Auch ihr Musikstil ist eine Eigenkompostion: Schlouse! Eine Mischung aus Schlager und House.


Ob Steinpilzragout untermalt mit einem selbst kompo­nierten Song oder eine luftig leichte Zabaione mit ei­nem Coverlied – im Finale des Talentwettbewerbs „Koch und sing Dich auf den Underberg“ in Köln am 9. November traten acht Allrounder gegeneinander an, um sich singend auf den Underberg zu kochen.

Marlen Billii (35) aus Seewalchen am Attersee in Oberöster­reich gewann das große Finale des Koch- und Sing­wettbewerbs und sicherte sich damit den Titel der bes­ten singenden Köchin Deutschlands. Die talentierte Musikerin setzte sich sowohl am Kochtopf als auch am Mikrofon gegen die sieben anderen Konkurrenten durch und gewann damit den bundesweiten Talentwett­bewerb.


Billii überzeugte die Jury um den TV-Koch Christian Henze und die a cappella Band voXXclub so­wohl mit ihren Lieblingsgerichten in den Gängen „Maro­nisüppchen“, „Pulled Wildschwein Burger“ und „Underberg-Schokolade“ als auch mit ihrem Medley der Songs „Selfie“, „Mei Opa der is a Jaga“ und „Oamoi geht’s nu“.

Platz 2 belegte Ela Querfeld aus Köln, Platz 3 Dominic van Deyk aus Hamburg.



Das Wettbewerbsformat forderte die Teilnehmer gleich in zwei Disziplinen – Kochen und Sin­gen – und war damit einzigartig. Die zwei Besten aus den Vorausscheidungen in Hamburg, Düsseldorf, München und Leipzig kämpften im Finale um den Titel des besten singen­den Kochs Deutschlands. In nur einer Stunde zauberten die acht Virtuosen ihr Paradegericht. Dabei zählte für die Jury nicht nur der Geschmack und der Geruch, sondern auch die Kreativität des Anrichtens. Danach performten die Künstler ihren Lieblingssong auf der Bühne.



Bis zum Ende des Wettbewerbs stand die Entscheidung der Jury auf Messers Schneide. „Die Kreationen der Kandi­daten beeindruckten mich nicht nur geschmacklich. Bemer­kenswert war auch die kreative Anrichtung der Gerichte, das Auge isst eben mit“, berichtet TV-Koch Christian Henze.


Am Ende sicherte sich Marlen Billii den Sieg in beiden Bereichen und kochte sich singend auf den Underberg.


„Wir waren ab dem ersten Ton von ihrer Stimme begeistert. Ausdrucksstark, treffsicher und mit Gefühl, das hat ihr die volle Punktzahl eingebracht“, bestätigen die Mitglieder von voXXclub. Als beste singende Köchin freut sich Billii nicht nur über den Titel, sondern auch über 2.500 Euro sowie ein Berlin-Wochenende für sich und drei Freunde – inklusive eines Kochkurses beim Berliner Koch Stefan Dadarski.

Einzug ins Underberg-Finale

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Acht Multi-Talente ziehen in das Underberg-Finale, Deutschlands ersten Sing- und Kochwettbewerb. Drei Männer und fünf Frauen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz wollen sich am 9. November auf den Underberg kochen und singen.

Zu den Top-Favoriten gehört unter anderem die quirlige Musikerin Marlen Billii (35) aus Österreich, der Dortmunder Marco Jorge Rudolph (54) und Dominic van Deyk (32) aus Hamburg. Marlen Billii überraschte bei der Vorausscheidung in München mit ihrem selbst komponierten Song „Mei Opa der is Jaga“ und kochte dazu einen exquisiten Rehbraten. Starke Konkurrenz hat sie gleich von zwei Männern: Marco Jorge Rudolph aus Dortmund arbeitet nicht nur als Berufsmusiker, sondern parallel auch als Koch und vereint damit beide Talente. Der dritte Top-Favorit ist der Hamburger Dominic van Deyk. Er ist Sänger, Songwriter, Gitarrist und Drummer und performt eigene Songs. Beim großen Finale werden die Köche und Sänger vom Star- und Fernsehkoch Christian Henze, Dr. Hubertine Underberg-Ruder, Verwaltungsratspräsi­dentin der Underberg-Gruppe, und von der erfolgreichen a cappella Band voXXclub bewertet.

Der Wettbewerb

Unter dem Motto „Koch und sing Dich auf den Underberg!“ sucht die deutsche Traditionsmarke Underberg nach charismatischen Kandidaten mit tollen Stimmen und Kochtalent. In den vier Vorausscheidungen in Hamburg, Düsseldorf, München und Leipzig mussten die Kandidaten nicht nur ihr Lieblingsgericht zaubern, sondern die Jury auch von ihrer Performance am Mikrofon überzeugen. Im Finale in Köln treten die acht besten kochenden Sänger gegeneinander an, um sich singend auf den Underberg zu kochen. Der Wettbewerb ist der um das Thema Kulinarik erweiterte Nachfolger des erfolgreichen Formats „Sing dich auf den Underberg“, bei dem Bands aus ganz Deutschland die renommierte Jury beim Finale auf der Zugspitze mit ihrem Gesang begeisterten.

Der Weg ins Finale

Um sich einen Platz in den regionalen Qualifikationen zu sichern, mussten die Kandidaten aussagekräftige Bewerbungen hochladen, welche nebst einem Rezept und Foto zum Gericht eine Hörprobe des Gesangs enthalten mussten. Die Besten wurden zu den regionalen Qualifikationen eingeladen, die in Kochschulen in Hamburg, Düsseldorf, München und Leipzig stattfanden. Hier präsentierten die Teilnehmer ihr Können im Live-Contest. „Die Qualität der Beiträge war außergewöhnlich hoch. Die Kreationen hatten teilweise sogar Spitzenkoch-Qualität. Das machte die Entscheidung über die Gewinner umso schwerer“ berichtete Jurymitglied Dr. Hubertine Underberg-Ruder. Die zwei besten kochenden Sänger aus jeder Vorausscheidung kämpfen am 9. November im Finale in Köln um den Titel des besten singenden Kochs. Genau wie in den Vorausscheidungen haben die acht Titel-Anwärter knapp eine Stunde Zeit um ein Gericht zu kochen und anzurichten. Danach performt jeder Kandidat einen Coversong oder eine Eigenkomposition.

Die Jury

Die Performance der acht Finalisten am Herd sowie am Mikrofon wird von einer renommierten Jury bewertet, die langjährige Expertise im Koch- und Singbereich mitbringt. Dr. Hubertine Underberg-Ruder vertritt die Underberg AG in der Jury. Seit ihrer Kindheit singt und musiziert Hubertine Underberg-Ruder: Sie wirkte in verschiedenen Chören mit und spielte Klavier, um später zur Akkord-Gitarre zu wechseln. Auch heute gehören für sie Musik und das Musizieren zum Leben, im Kreise der Familie gelegentlich auch mit Gitarre. Mit dabei ist außerdem die sechsköpfige a cappella band voXXclub. Die Volksmusiker benutzen keine Instrumente und bringen mit ihrem volkstümlich unterlegten a cappella-Gesang frischen Wind in die Volksmusikwelt. Als Werbegesichter von Underberg sangen sie den Werbejingle neu ein und kreierten eine frohe Variante zum Mitsingen.

Für die Kompetenz aus der Küche sorgt TV- und Sternekoch Christian Henze. 2004 eröffnete der Food-Profi in Kempten seine eigene Kochschule, in der er Koch-Fans mit kulinarischen Trends begeistert. In seiner wöchentlichen Kochsendung im MDR Fernsehen präsentiert er seinen Zuschauern außergewöhnliche Rezepte, die zum Nachmachen einladen.

Der Wettbewerb ist mit Preisen in Höhe von 10.000 Euro dotiert.