UNICUM – Einen auf die Zwetschke!

Von | Kräuter | 3 Comments

Der weltweit erste Kräuterlikör, der auf gedörrten Zwetschken im Eichenholzfass reift, kommt endlich auch nach Deutschland.  In Ungarn feiert Uncium „Szilva“ (Zwetschke) bereits seit zwei Jahren große Erfolge und entwickelte sich innerhalb von nur zwölf Monaten zur drittgrößten Premiumspirituose des Landes. Das angepeilte Volumen wurde um ein Vierfaches übertroffen. 


In Deutschland wurde der Kräuter-Shootingstar Unicum Zwetschke auf dem Bar Convent Berlin 2015 erstmals der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. Die Familie Zwack war hierzu eigens angereist, um persönlich die Innovation auf der Messe vorzustellen. Drei Tage verbrachte sie mit Management und Distributionsteam von TeamSpirit in Berlin, und stand für persönliche Gespräche mit Bartendern, Fachhandel und Gastronomiemitarbeitern bereit. Die Zeit verging im Fluge, und keine Minute ohne ein Gespräch. Es hat sich gelohnt, denn die Vorstellung der Innovation im Kräuterlikörmarkt war eines der Messe-Highlights von TeamSpirit (Distributeur für den Fachhandel und die Gastronomie in Deutschland). Ab sofort ist Unicum Zwetschke ausserdem im Sortiment der Diversa Spezialitäten GmbH für den Deutschen Lebensmittelhandel lieferbar.

 

Die Basis ist der klassische UNICUM

Der Kräuterlikör Unicum, der seit 1790 nach unveränderter Rezeptur aus über 40 verschiedenen Kräutern hergestellt wird, und in Ungarn als Nationalgetränk gilt, ist die Basis des neuen Likörs. Unter Verwendung von hochwertigem ungarischem Maisbrand wird ein Teil der Kräuter mazeriert, ein anderer Teil destilliert. Nach etwa 30 Tagen werden Destillat und Mazerat sorgfältig miteinander vermischt und anschließend in Eichenholzfässern gelagert, wo sie mindestens 6 Monate reifen. Das Rezept des Unicums ist bis heute nur der Herstellerfamilie Zwack aus Budapest bekannt. Auf vier Kontinenten wird diese Urrezeptur in vier verschiedenen Banken und in vier verschiedenen Teilen aufbewahrt.

Die Reifung auf getrockneten Zwetschken macht den Klassiker zur Innovation

Damit es schließlich ein Unicum Zwetschke wird, reift der fertige, bereits gelagerte Unicum nochmals mehrere Monate auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern. So entsteht ein völlig neues Geschmackserlebnis. Durch die gedörrten Früchte erhält der Kräuterlikör nicht nur seine fruchtige Note, sondern auch eine angenehm ausgewogene Süße. Das aufwendige Produktionsverfahren verleiht ihm seine unverwechselbare Harmonie und Geschmeidigkeit.

Erfolgsversprechende Vielseitigkeit

Im Gegensatz zu einem klassischen Unicum ist der Unicum Zwetschke ein wahrer Allrounder, als Shot wie auch zum Mixen geeignet und wird mit aufgrund seiner hohen geschmacklichen Akzeptanz auch in jüngeren Zielgruppen schnell seine Freunde finden.

 

THE BOTANIST und mein erstes Mal „Foraging“

Von | Gin, Kräuter | Keine Kommentare

Ich bin auf den Weg nach Islay. The Botanist Islay Dry Gin is calling. Foraging ist unser Thema. Und da will ich ordentlich vorbereitet sein….

Leider darf man mittlerweile immer noch nicht Messer im Handpäck mitführen. Im Koffer aufgeben werde ich das Messer meines Grossvaters jedoch nicht. Wofür ich das brauche? Das erklärt sich im späteren Verlauf….Ich beginne meine erste Reise nach Islay zum Thema FORAGING folglich ohne eigene Klinge, dafür mit einem flugtauglichen und gewaltfreien Buch von Paul Chambers zum Thema Foraging, einem Strauss frischer Kräuter aus dem Garten meiner Mutter, und einem Koffer voller Dinge, von denen bislang nur meine Frau und ich wissen dass ich sie mitführe.


Meine Reisegruppe treffe ich in Düsseldorf, Glasgow und Islay. Es ist eine Reise der anderen Art, kein üblicher Geschäftsbesuch, sonder ein Trip in die unberührte Natur – in einer kleinen Gruppe von interessierten Bartendern, mit denen ich auf die Hebrideninsel Islay reisen darf. Drei Tage weg vom Business-Alltag, die ich mir selbst nehmen werde um das Thema zu inhalieren…

UNSERE GROSSELTERN WAREN FORAGER

Meine Grosseltern sprachen mehr schlecht als Recht Englisch, und doch hat ihre Generation das, was heute unter „Foraging“ von Paul Chambers und anderen beschrieben und praktiziert wird, aus lebensnotwendigen Umständen am eigenen Leib erlebt. Schon in den Vorkriegsjahren des zweiten Weltkriegs entstanden so z.B. für die Generation unserer Grosseltern Gartensiedlungen (vgl: Reichsheimstättengesetz), um die Bevölkerung in den bevorstehenden Kriegsjahren unabhängig von der Versorgung zu machen, indem man Wohnraum subventionierte der an den Anbau von Obst, Gemüse und die Kleinviehhaltung gebunden war. Unsere Generation hat selbst – glücklicherweise – auch die Nachkriegsjahre nicht mehr erleben müssen, und shoppt heute ganz selbstverständlich im Supermarkt nach Einkaufszettel. Wobei man auch lobenswerter Weise dem mündigen und immer aufgeklärteren Bürger und auch dem Handel danken muss, dass es in den letzten Jahren einen merklichen Trend zu regionalen Produkten gibt, die der Supermarkt direkt vom Obsthof oder Bauer der Region bezieht.


Unabhängig von dieser – sehr convenienten Versorgungssituation – ist mein Eindruck dass immer mehr Garten- und Balkonbesitzer anfangen ihre Kräutertöpfchen und kleinen Gemüsebeete zu hegen und pflegen.

Paul Chambers und alle die heute FORAGING betreiben gehen da noch einen Schritt weiter. Sie sammeln in der freien Wildbahn, wobei das nicht so einfach ist wie es sich anhört.

In der Eifel, hörte ich von Freunden, fallen nicht selten organisierte Trupps auf, die die Wälder durchstreifen und komplett leerpflücken. Und während unserer Urlaubsreisen habe ich sie oft gesehen; Privatleute die am Rand der Landstrasse in der Provence wie in Polen gleichermassen campieren. Nicht aus Romantik, sondern um Geld zu verdienen, denn sie verkaufen Pilze und Beeren, die sie zuvor in den Wäldern gesammelt haben. Oft haben meine Frau und ich diskutiert, ob man hier kaufen sollte oder nicht… Nach der Lektüre zum Thema Foraging wird mir jetzt einiges noch klarer, was ich gerne hier teilen möchte.

Denn so gross die Verlockung auch ist, die Beere oder das Kraut zu pflücken, die man in der Natur sieht, so wichtig ist es mit dem richtigen Grundwissen und in verantwortungsvoller Weise aktiv zu werden, sich selber wie auch der Natur zuliebe. Es gibt Pflanzen, die nicht nur ungeniessbar und/oder Schadstoffbelastet, sondern gar giftig sind. Abgesehen von den als bedrohte Art eingestuften Exemplaren.

MERKE: NICHT JEDER ORT IST FORAGING-GEEIGNET

Der Rand vielbefahrener Strassen bespielsweise ist in mehrerlei Hinsicht eine ungeeignete Quelle für frische Nahrungsmittel, denn er beherbergt so ziemlich alles was man nicht in seinem Mund haben möchte; Streusalze, Unkrautvernichtungsmittel, Reifenabrieb, Öle und Schwermetalle. Abgesehen davon hinterlassen Menschen wie Tiere dort Abfälle jedweder Art. Also streichen wir diese Quell mal ganz schnell.

Paul Chambers hat in London grüne Zentren entdeckt, in denen man wider Erwarten foragen kann. Damit meint er nicht die grünen Rasenflächen und liniengezogenen Beete, die mittels Chemie unkrautfrei bleiben, sondern vielmehr unkultivierte Nischen, warnt aber gleichzeitig von alten, industriellen Flächen die zwar augenscheinlich von der Natur übernommen anmuten, aber noch für Jahre belastet sind, bevor man hier ohne eingehende Vorabanalyse Nahrungsmittel pflücken sollte. Und da der gemeine Forager kein mobiles Labor mitführt, gilt die Regel alte Industrieanlagen zu meiden. Das gleiche gilt für intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, deren Bewirtschaftung Pestizide und Herbizide vorsieht. Die grünen Nischen übrigens benötigten wundersamerweise manchmal kaum grosse Menge an Erden, vielen Pflanzen reicht das was sie zwischen Plastersteinen, Mauernischen und alten Dächern finden schon als Nährbasis.

VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT DER NATUR

Es gilt das, was wir aus dem Strassenverkehr kennen; Schilder beachten. Privateigentum achten.

Geschützte Flächen respektieren. EIn Abzupfen von Kräutern im Naturschutzgebiet (Engl: SSSI’s = sites of specific scientific interest) ist kein Kavaliersdelikt.

Die Forager sind sich einig was die Grundregeln betrifft:

Benutze immer eine Schere oder Messer, die Pflanzen niemals abreissen. Und schon gar nicht ausreissen. Und nehme immer nur soviel, dass die Pflanze sich regenerieren kann. Lass ihr Blätter zum Leben. Und auch der Natur ihren Teil, die Blüten beispielweise sind für Insekten lebenswichtig. Foraging ist kein Einsammeln bis nichts mehr übrigbleibt. Wer seinen Apfelbaum erntet, der schneidet auch nicht alle Äste komplett ab, sondern pflückt behütsam ohne den Baum zu verletzten oder ihm seine Lebensenegrie zu entziehen.

Geh nicht immer wieder an die gleiche Stelle. Auch wenn es in unserer DNA steckt, dorthin zurückzukehren wo wir wissen „DA IST DAS FUTTER GUT“. Du bist hier nicht in der Pommesbude. Suche weiter – denn die Natur braucht ihre Zeit um nachzuproduzieren.

FORAGING IST KEIN SHOPPING

Lass die Plastiktüte zu Hause, nehm stattdessen eine Box mit. Kräuter und Blüter sind darin zigmal besser aufgehoben.

Und zu gutem Schluss noch ein Rat:

NEHM UND ISS NUR DAS WAS DU KENNST

Ess niemals etwas, von dem Du Dir nicht zu 100% sicher bist was es ist.

Wann auch immer Du zweifelst, lass es. Es gibt zwar weniger giftige Pflanzen und Pilze als essbare, aber es sind immerhin noch genug…


Soviel für heute, die Propellermaschine wartet und ich kann Islay quasi schon riechen…

Tim Nentwig

Forager, auf nach Islay!

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Wie schon im letzten Blogeintrag berichtet, werden wir uns mit 5 Barkeepern auf die Suche nach dem Ursprung des Geschmacks begeben, und das auf der wunderschönen Hebriden-Insel Islay. Wir sind sicher wir finden dort Pflanzen und Kräuter ohne Pestizid-Behandlung und unangepasst an die industriell vorgegebenen Schönheitsideale. 
Nachdem die Cocktail-Kreationen von Doreen Philipp und Dominik Mohr (Platz 2 der Deutschen Cocktailmeisterschaft 2015) bereits in der letzten Woche vorgestellt wurden, möchten wir heute die Rezepturen der übrigen Teilnehmer mit euch teilen. Sie zeigen Sie nochmals andere Facetten des Foraging und sind nicht weniger beeindruckend!

Wir haben ihn das erste Mal auf dem Barconvent Berlin getroffen, und freuen uns das er uns zur  Academy Board begleitet; Henning Riecken aus der Pearl’z Bar (Bochum). Er überrascht uns mit seiner Kreation „Smooth Criminal“, setzt flämischen Birnensaft und Riesling- Sirup in den Vordergrund und rückt die heimische Salatgurke wieder in das rechte Licht.


5CL The Botanist Islay Dry Gin

4CL Flämischer Birnensaft (Direktsaft)

1,8 CL Riesling-Sirup

2CL Limette

Rheinische Mini Gurke (Ein Daumen-dickes Stück)

Muddle/ Shake/ Strain

„Alltägliche Zutaten, in einer für den Gaumen angenehmen und gleichzeitig aufregenden Kombination“, dass ist Hennings Intention hinter diesem Rezept. So nutzt der „Smooth Criminal“ den „Saft der Birne, der eher seltener von einer regionalen Birne kommt, und holt den Riesling aus den Kellern und Kühlschränken deutscher Haushalte.“ Warum sollte man diesen nicht auch mal als Süße Quelle für einen Cocktail nutzen?!

 

Aus dem Roomers (Frankfurt) begleitet uns Steffen Goubeaud. Er hinterleuchtet zwei Ansätze des Foraging: Maximierung der Aufnahme und Maximierung der Effizienz. Soll heißen, „entweder man nutzt regionale Zutaten, die sich leicht beschaffen lassen und ein kurzes, günstiges und geschmacklich einzigartiges Profil generieren, UND/ODER man nutzt Zutaten aus fernen Ländern oder Regionen, die weitere Dimensionen zu einem Geschmacksprofil ergänzen als durch regionale Zutaten möglich.“ Übertragen in seine Cocktail-Kreation, heißt das Ergebnis passenderweise„Lazy Gardener“, eine Variante des bekannten CLOVER CLUB COCKTAILS, die sich verschiedener Ressourcen bedient um ein optimales Geschmacksprofil zu erreichen. Aus regionalen Zutaten wie Waldhonig, Sauerampfer und Himbeeren kreiert er ein Geschmackserlebnis für alle Sinne.

5CL The Botanist Islay Dry Gin

2CL Frischer Zitronensaft

2,5CL Runny Honey (Verhältnis 8 Waldhonig : 2 Wasser)

1 Trüffeleiweiss*

4 frische Himbeeren

3 Blätter Sauerampfer

*Trüffeleiweiss: Eier in eine mit Trüffel-Öl getränkte Watte packen und für 36 Stunden in einem geschlossenen Behälter ziehen lassen. Das Innere vom Ei nimmt dann ein Trüffelaroma an.

Alle Zutaten in einen Shaker geben und kräftig Shaken. Danach in eine Coupette Finestrainen und mit etwas Kresse garnieren.

Last but not least wird uns auch Timon Kaufmann nach Islay begleiten. Der Barchef des Standl20, München (Link zum Standl20) greift den Foraging Trend auf und nimmt uns durch seinen Cocktail „Vagabond Fizz“ mit auf eine Reise durch Europa. Hier wurde bewusst „nur auf Produkte zurückgegriffen die in Europa zu finden sind oder produziert werden. Angefangen auf Islay mit dem Botanist Islay Dry Gin, Tonic aus Großbritannien, über die schönen Weinberge Deutschlands und den dichten Fichtenwäldern Bayerns“, bis direkt an Timons Tresen in der Cortiina Bar.

 
 Durch Verjus und Eisenkraut-Tonic ist diese Kreation ein „erfrischender Kräuterbetonter Fizz der reichlich Platz für den Hauptdarsteller lässt und trotzdem mit heimischen Aromen überzeugen kann“.

5CL The Botanist Islay Dry Gin

2CL Verjus

2CL Fichtensprossen-Sirup

Shake, Strain in Longdrinkglas auf Eis. Fill 15CL Eisenkraut-Tonic*.

*Eisenkraut-Tonic: 1Liter Fentimans Tonic mit 20gr Eisenkraut bei Zimmertemperatur ca. 24 Std ziehen lassen. Danach abseihen und in ein Sodasiphon füllen.

Mehr in Kürze…

Eure Botanisten

The Botanist Academy Islay – Blogeintrag KW 37

Von | Kräuter | Keine Kommentare

The Botanist Academy Islay – Blogeintrag KW 37

Foraging

Das Wort „foraging“ ist ein Begriff, welcher direkt im Deutschen so nicht existiert und im Englischen ein Qualitätsmerkmal sowie aber auch mittlerweile etwas ziemlich alltägliches darstellt. Wörtlich übersetzt bedeutet es „hamstern“ oder „Futtersuche“ und dies kann man auch im weitesten Sinne so sehen.

Eine der absoluten Besonderheiten und höchstes Qualitätsmerkmal des The Botanist Gin sind die „foraged 22 Botanicals“. Dies bedeutet, dass die „22“ des Botanists bis heute von Botanikern auf der Insel Islay von Hand gepflückt werden. Es sind wilde Botanicals, nicht gezüchtet oder gesetzt, sondern die Natur hat sie an den entsprechenden Fleckchen Erde groß werden lassen. Somit sind sie komplett unbehandelt, natürlich aromatisch und 100% nachvollziehbar in Bezug auf deren Herkunft.

Foraging ist also nicht nur ein Begriff, sondern ein absolutes Qualitätsmerkmal, welche zweifelsohne immer mehr zu einem internationalen Trend wird. Regionalität, Nachvollziehbarkeit und der Verzicht auf jegliche Behandlung. Geschmack wie es die Natur der Pflanze geschenkt hat ohne dass diese in Gewächshäusern irgendwelchen Schönheitsidealen angepasst wird. Egal ob man Köche oder Bartender fragt, beide nennen diese Punkte als höchste Qualitätsmaßstäbe, fragen sich jedoch oft, wo dies noch zu finden ist. Und dabei ist dies teilweise so einfach: direkt vor unserer Haustür. Thymian, Rosmarin & Co haben schon länger die Bars erobert und manch Bar zieht dem Gourmetrestaurant nach und beheimatet einen kleinen eigenen Kräutergarten. Aber dies ist nur ein kleiner Teil einer großen spannenden Welt der Aromen, welche noch zu entdecken gilt. Mädesüß, Echter Steinklee oder Vogelmiere sind beispielsweise Gewächse, welche bei uns in Wiesen und Wäldern nicht selten anzutreffen sind und einem Bartender auf der Suche nach neuer Geschmacksvielfalt neue Tore öffnen. Dazu kommt, dass diese teilweise auch noch sehr reichhaltig an Vitaminen sind oder gar heilende Wirkung haben.

Foraging

Foraged Mixology ist ein weiterer Weg, die eigene Barkultur zu erweitern und neue, unverwechselbare und einzigartige Aromen mit einem nie dagewesenen Regionalen Bezug zu schaffen. Man kreiert nicht nur einen Drink, sondern ein Erlebnis mit einer Geschichte. Auch schafft man Begehrlichkeit, da alles saisonal abhängig ist.

Der beste Weg das eigene Produkt zu verkaufen ist, wenn dies eine Geschichte besitzt. Und jeder kann sich an Momente seiner Kindheit erinnern, wo er in hiesigen Wäldern und Wiesen gespielt und gewisse Düfte oder Bilder wahrgenommen hat. Auch der Konsument der Drinks hat diese Erinnerungen und sie werden mit den Informationen geweckt. Eigenen Geschichten kommen hinzu und regen zweifelsohne zu Gesprächen an.

Es mag nicht auf jeden zutreffen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man etwas erlebt oder zu erzählen hat, ist beim foraging von regionalen Zutaten wesentlich höher als bei der Bestellung der exotischen Früchte und Kräuter beim eigenen Lieferanten.

Ok, wer weiß was der Lieferant so zu bieten hat….

Ewald J. Stromer

Wie facettenreich das Thema Foraged Mixology sein kann, beweisen die eingereichten Cocktailkreationen der Barkeeper, die uns auf die spannende Reise nach Islay zur The Botanist Academy (20.-23.September 2015) begleiten werden. Für die 5 renommierten Barkeeper gilt es das faszinierende Konzept hautnah auf Islay zu erleben und die 22 verarbeiteten Botanicals mit allen Sinnesorganen zu entdecken…Mit dabei sind:

Doreen Philipp (Mandarin Oriental, München)

Dominik Mohr (Spirits, Köln)

Henning Riecken (Pearl’z Bar, Bochum)

Steffen Goubeaud (Roomers, Frankfurt)

Timon Kaufmann (Standl 20, München)

Die Teilnehmer der The Botanist Academy wurden aufgrund ihrer eingereichten Drink-Rezepturen ausgewählt und diese wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Regen Sie doch zum Nachdenken an und sagen so viel aus über die Kreativität der Barkeeper und deren Beziehung zu den Produkten die sie alltäglich verarbeiten. In den nächsten 2 Wochen werden wir hier die Teilnehmer der Botanist Academy vorstellen… Den Anfang machen Doreen und Dominik!

Doreens Kreation nennt sich „Shared Moments und setzt sich wie folgt zusammen:

4BL      Frisch gepflückter Hopfen

5CL      The Botanist Islay Dry Gin

2CL      Fassbind Vieille Poire/ Alte Birne

4BL      Thomas Henry Mystic Dark & Stormy Gelee

3Cl       Frischer Zitronensaft

1          Frisches Eiweiss

Abspritzen mit Mandarinenzeste und bedecken mit Ricola-Bonbon-Staub

shared moments doreen philipp

Zur Idee hinter „Shared Moments“ sagt sie folgendes: „Die Idee für meinen Drink kam mir, als ich das gleichnamige Werk des Malers John Bramblitt betrachtete. Es strahlt eine wundervoll farbenfrohe Energie aus… und man spürt förmlich den feuchtwarmen Sommerregen auf der Haut, der mir gleich den Münchner‘ sommerlich-frischen Hopfenduft in Erinnerung ruft. Seine zitronig bittere frische, einen grazilen hauch von Kräutern und Gin auf der Zunge, das Gefühl eines wärmenden Williams im Bauch und einen Touch meiner heißgeliebten Ricola Zitronenmelisse-Bonbons. Eine lebendige Erinnerung an München, in der mein Drink badet! A Moment to share!“

 

Nicht weniger beeindruckend ist die Cocktail-Kreation des bekannten Barkeepers aus der Spirits Bar in Köln: Dominik Mohr. Sein Drink „Nebula“ greift ebenfalls den lokalen Aspekt der Foraged Mixology auf und besteht aus:

 

4 CL The Botanist Islay Dry Gin

3,5 CL  Kastanienmilch (200ml Milch mit 3 Barlöffeln Edelkastanienmehl leicht erwärmen und verrühren)

1 CL Tannenspitzensirup

1 Kappe YAOLA Kräuterbitter

Garnitur: Drachenblut (Duftharz) auf eine glühende Kohle legen und abbrennen lassen, damit ein würzig, harmonischer Nebel entsteht.

dominik mohr

„Heimische Botanicals, neu oder wieder zu entdecken, kann in einem selbst die verschiedensten Gefühle hervorrufen“, so Dominik Mohr. In ihm weckt es eine „Kombination aus Kindheitserinnerungen und Erstaunen darüber, wozu die Natur fähig ist. Mit dem „Nebula“ gibt er seinem Empfinden einen Geschmack und umschreibt diesen durch das Sinnbild der wechselnden Jahreszeiten. „Die würzige und rustikale Seite des Gins spiegeln den Herbst wider, die Kastanienmilch steht für die Kindheitserinnerungen und das Tannenspitzensirup in Kombination mit dem Duftharz transportiert die frischen Waldaromen und Gerüche“

Gurktaler – der milde Alpenkräuter

Von | Kräuter | 2 Comments

Gurktaler – der milde Alpenkräuter. Das österreichische Bundesland Kärnten gilt durch seine vielfältige Berg- und Seenlandschaft als traumhaftes Urlaubsziel. Das hier gelegene Gurktal, eines der schönsten Hochtäler der österreichischen Alpen, bietet eine ursprüngliche Bergwelt mit unberührter Tier- und Pflanzenwelt. Im Zentrum des Gurktals liegt die Gemeinde Gurk, deren Wahrzeichen der Dom zu Gurk ist, als bedeutendes Bauwerk der Sakralkunst gilt und beliebtes Wallfahrtsziel ist.

Kräutergarten (12)

In der ursprünglichen, unberührten Natur der Gurktaler Alpen sorgen frische Luft und reines, kristallklares Wasser für beste Qualität der dort heimischen Kräuter. Bereits in alten Zeiten schätzte man in der klösterlichen Gemeinschaft die alkoholische Zubereitung von Kräutern. Sowohl der Kräuteranbau, als auch die Produktion des Extraktes und die Abfüllung des Gurktalers finden in Kärnten statt.

Mit dem jahrhundertealten Wissen der Mönche um die Wirkung von Kräutern werden die Gurktaler Alpenkräuter auch heute mit viel Liebe und Sorgfalt im Dom zu Gurk verarbeitet. Die Pflanzen werden im Frühjahr im Domstiftsgarten und auf Feldern im Gurktal angebaut. Der erste Pflanzenschnitt erfolgt ca. Mitte Juni. Kärntens Bauern liefern bis heute die wertvollen Alpenkräuter für Gurktaler zusätzlich zu den im eigenen Kräutergarten kultivierten Arten.. Unter strengsten Qualitätskontrollen werden diese natürlichen Zutaten nach traditionellen und geheimen Verfahren vor Ort im Kloster Gurk mit frischem Quellwasser verarbeitet.

 

Kräutergarten (4)

Hier werden die Kräuter werden von Hand geschnitten, sortenrein und sauber in Kisten verpackt, dann umgehend in das Domstift transportiert. Dort werden sie gewogen und auf Sauberkeit, Sortenreinheit, Feuchtigkeit und Frische kontrolliert. Anschließend legt man sie für einige Tage in Alkohol eint, um die wertvollen Bestandteile zu extrahieren.

Nach der Lagerungsphase trennt man Kräuter und Extrakt, der Extrakt wird sortenrein in Edelstahlstanks gelagert. Für den Gurktaler Alpenkräuter werden die Kräuterextrakte in einem streng gehüteten Verhältnis vermischt.

 

Kräutergarten

Gurktaler Alpenkräuter ist die beliebteste und größte österreichische Spirituosenmarke (Marktanteil Menge: 28%). Deutsche Reisende stehen mit rund 48 Mio. Übernachtungen an der Spitze der Übernachtungsgäste in Österreich. Die Alpenrepublik ist nach Spanien und Italien das beliebteste Reiseziel der Deutschen.

 

Gurktaler 0,7L mit Medaille 2014

Im Vergleich zum Durchschnitt der üblichen Kräuterliköre hat Gurktaler mit 27% vol. Alkoholgehalt eine geringere Alkoholgrädigkeit. Wohl bekomm’s!

 

 

 

 

 

Ouzo Plomari legt zu

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Das Marktforschungsunternehmen AC Nielsen Company bestätigt ein Wachstum von +21% in 2014 für Ouzo of Plomari, der somit seine Position als klare Nr. 2 im Premium-Ouzo-Segment gefestigt und sogar Marktanteile ausgebaut hat. Wachstumstreiber waren hochwertige POS-Promotions flankiert von Plomari-Verkostungssaktionen und PR-Aktivitäten, die für Rotation gesorgt haben. Das Ergebnis; entsprechende Aktionsvolumen wie auch ein erhöhter Regalabsatz durch steigende Verbrauchernachfrage in allen Marktgrössen, von der Grossfläche bis zu kleineren Märkten.

Ab dem 01.10. liefernt die Diversa Spezialitäten GmbH ein hochwertiges Geschenkset mit 2 Gläsern auf umschlagsstarken 36er-Fertigdisplays aus, die zu 100% bestückt sind und sich auch für kleinere Einkaufsstätten eignen. Zusätzlich verfügbar: Kartonware zu 50% mit Glas-Geschenksets und die bewährten Verkostungsaktionen, damit sich Verbraucher von der ausgezeichneten Qualität überzeugen können; Ouzo of Plomari verwendet biologisch angebauten Anis von eigenen Feldern auf Lesbos, destilliert seit 225 Jahren traditionell zweifach in Kupferbrennblasen und ist vielleicht auch deshalb heute Griechenlands Ouzo Nr. 1, der immer mehr Verbraucher in Deutschland von seiner Qualität begeistert.