Fireball – der Nr. 1 Shot aus den USA startet Gastro-Offensive in Deutschland

Von | Bar | Ein Kommentar

Fireball ist nicht nur der am häufigsten empfohlene Shot/Shooter unter US-Barkeepern, sondern auch die am häufigsten empfohlene Marke in allen Spirits-Kategorien der USA. Quelle: IWSR / Acturus U.S. On-Premise Insights Report: Shots / Shooters (2016, p. 38-40) IWSR On/Off Volume, 2016.

Die Marke verzeichnete einen kometenartigen Aufstieg in der Party-Szene der USA. Speziell über die geschickte Vermarktung an Colleges und via Social Media gelang es Fireball, in den USA und danach in zahlreichen anderen Ländern weltweit Fans in der jungen und umkämpften Zielgruppe zu generieren.

Mittlerweile ist Fireball eine der Top-5-Sprituosenmarken in den USA und ist nach US-Studien* „Ranked #1 – Most Popular/Requested Straight Shot Brand with Consumers in total, Females, Males, All Age groups, and every region in the U.S.“. Eine Studie mit über 11.000 Barkeepern bestätigte der Marke außerdem: „Most Often Recommended Spirit” & “Most Often Consumed in U.S.“. Auch international gesehen ist die Marke auf Wachstumskurs und gehört bereits zu den Top 50 Spirituosenmarken weltweit.

Der Whisky-Zimt-Likör bietet einen einzigartigen und kraftvollen Geschmack. Zunächst empfindet man Ihn als angenehm süßlich und erst im Abgang kommt eine scharfe Überraschung, was von Fans der Marke eindeutig geschätzt wird. Ganz nach dem Motto: Tastes like heaven, burns like hell.

Jetzt geht die Geschichte in Deutschland weiter. Fireball ist ein Trend-Shooter der speziell beim jungen und feierlustigen Publikum besonders gut ankommt. Diese Klientel deckt sich ausgezeichnet mit der Zielgruppe von Club und Barbesitzern.

Passend hierzu gibt es ab sofort über die TeamSpirit Internationale Markengetränke GmbH personalgestützte Club & Disco-Promotions mit Promotion-Teams, mobilen LED-Bars, Mini-Games, Fotobox, Freiware und jede Menge guter Laune.

https://www.diversa-spez.de/kontakt/?recipient=Teamspirit/

 

 

 

 

Erster Shaker’s Council im Asbach-Fasslager

Von | Bar | Keine Kommentare

Das erste Shaker’s Council der Team Spirit Internationale Markengetränke GmbH fand in Ottersweier statt und widmete sich in der ersten Auflage dem Deutschen Klassiker Asbach. Der Workshop im größten Holzfasslager Deutschlands am Fuße des Schwarzwalds beschäftigte sich dabei mit der Frage, wie Weinbrand an der Bar in zeitgemäßer Form vermarktet werden kann. Eingeladen waren Barprofis, um zu diskutieren und zu erarbeiten, wie moderne Perfect Serves auf Grundlage von Asbach 8 entwickelt werden können. Ziel war es, ausgetretene Pfade zu verlassen und gemeinsam innovative Ideen zu entwickeln. Dafür reisten vier Teams aus Dresden, Köln, Frankfurt a.M. und München an. Zu Beginn des Workshops erhielten die Teilnehmer beim Rundgang durch das Fasslager tiefere Einblicke in die aufwändige Herstellung von Asbach.

Deutsche und französische Einzeldestillate aus verschiedenen Jahrgängen reifen in 300-Liter-Fässern aus französischer Limousin-Eiche, bevor Sie zur Cuvée vereint eine Nachreifung in deutscher Spessarteiche erfahren. Christopher Dellee, Geschäftsführer der Asbach GmbH und erster Kellermeister veranschaulichte die komplexe Herstellung und die einzelnen Arbeitsschritte von der Traube zur fertigen Cuvée, in dem er den Teilnehmern die DNA des 8 jährigen Asbach vorstellte. Die spannende Frage an dem Tag, wie dieser Brand im Mix erscheinen würde.

Die Bartender – angeführt von einem Paten aus der jeweiligen Stadt – präsentierten ihre regional erarbeiteten Cocktail-Kreationen mit Asbach 8. Im Laufe der Präsentation wurde klar – Asbach, das ist alles andere als Uralt! Gekonnt mixten sich die Profis durch den Nachmittag.

Unter den entwickelten Rezepturen fanden sich sowohl eigens für den Workshop kreierte Signatures wie auch aufwändige Twists moderner Klassiker mit ungewöhnlichsten Zutaten.

Frankfurt a.M. mixte spannende Drinks mit Ananas Cordial, Apfelwein Espuma, Black Walnut Bitter, Tonkabohne oder auch Kirschweinlikör.

Dresden indes inszenierte einen Manhattan mit geflammter Paprika, einen Sour mit Chartreuse, Heidelbeere und Tonkabohne und einen Old Fashioned aufgepeppt mit einem selbst entwickelten Asbach Falernum.

Köln lieferte verspielt kreative Interpretationen wie einen Brandy Crusta aus leicht gesalzenem Blütenpollensirup mit Haselnuss-Krokant-Rand und einen Milk Punch – mit Ziegenmilch geklärt.

München präsentierte herzig, klassisch und modern eine Trias aus Aperitif, Hauptgangbegleitung und Digestif – zum Einsatz kamen Zutaten wie mit Dill infusionierter weißer Wermut, Apfelsoda, im Madeira-Fass gereifter torfiger Whisky und saure Zwetschgenmarmelade.

Der Workshop bot neben einem entspannten Tag am Fuße des Schwarzwalds und einem regen Austausch rund um Asbach 8 Jahre auch eine Explosion des Gaumens. Tim Nentwig, Marketing Direktor der Diversa Spezialitäten GmbH zur Veranstaltung: „Der Shaker´s Council wurde von uns bewusst als offene Plattform konzipiert. Bartender aus ganz Deutschland waren eingeladen, sich gezielt mit einem Produkt auseinanderzusetzen, und die regionalen Unterschiede hinsichtlich Gaststruktur und Trinkverhalten erlebbar zu machen.“

Winternachtstraum (TeamDresden)

Glas: Tumbler

Art: Rührglas

Garnitur: dunkle Nuss-Weintrauben-Schokolade

6 cl Asbach

2 cl homemade Asbach-Falernum

3 Dash Chocolate Bitters

 

Back to the Woods (TeamDresden)

Glas: Tumbler

Art: Shake & Strain

Garnitur: Tonkabohne

5cl Asbach 8

2cl Chartreuse verte

2cl frischer Zitronensaft

2cl Heidelbeersirup

 

Da ist Paprika in meinem Asbach (Team Dresden)

Glas: Coupette

Art: Shake & Double-Strain

Garnitur: Zitronenzeste

5 cl Asbach 8

3 cl Belsazar Rosé

1 bs TBT Crème de Violette

1 Dash Old Fashioned Bitters

1/4 angeflämmte und angemuddelte Spitzpaprika

 

Switch (Team Köln)

Glas: Schwenker

Art: Shake & Double-Strain

Garnitur: Krokant Pulver Crusta / große Zitronenzeste ins Glas

50 ml Asbach 8

25 ml Zitronensaft

20 ml gesalzener Blütenpollen Sirup

10 ml Apricot de Rousillon

1 Dash Mozart Schokoladen Bitter

 

Ancient (Team Köln)

Glas: Coupette

Art: Shake & Double Strain

50 ml Asbach 8

15 ml Pistazien Orgeat

15 ml Tamarinde

2 Dash Absinth

30 ml Zitrone

Fat Lip (TeamKöln)

Glas: Longdrink

Art: pre-batched

Garnitur: Zitronen-und Orangenzeste

55 ml buttered Asbach

25 ml Cocchi Americano

5 ml Bénédictine

5 ml Banane du Brésil

 

Straight Outta Drosselgass (Team Frankfurt)

Glas: Coupette

Art: Rührglas

Garnitur: Grapefruitzeste, Amarena Kirsche

4 cl Asbach 8

2 cl Visciolata del Cardinale

2 cl Amaro Montenegro

1 cl Italicus

1 Dash TBT Chocolate Bitters

Gödderdrobbe (Team Frankfurt)

Glas: Kristall-Stilglas

Art: Shake & Double-Strain

Garnitur: Espuma on top & Apfelcrunch

5 cl Asbach 8

1 cl Giffard Maraschino

1 cl Cointreau

3 cl Ananascordial, selbstgemacht

2 Dash Angostura

Apfel-Apfelweinespuma

 

Private Room (Team Frankfurt)

Glas: Tumbler

Art: Rührglase

Garnitur: Espuma aus weißer Schokolade, Vanille, geriebene Tonkabohne

5 cl Asbach

2 cl Mozart dark Chocolate

2 – 3 Dashes Fee Brothers dark Walnut Bitters

 

Vorspeise (Team München)

Glas: High Ball

Art: build in glass

Garnitur: Apfelspalten

2 cl Asbach

2 cl weißer Wermut infusioniert mit Dill

Filler homemade Apfel Soda

Hauptgang (Team München)

Glas: Cognacglas

Art: Rührglas

Garnitur: Entrecote in getrockneten Scheiben und Spargel Kaviar/Spargel

5 cl Asbach 8 mit Entrecote Fett gewaschen

3 cl Madeira Malvasia 10 Jahre

1 cl Arran Single Malt Whisky (Madeira Cask)

2 Dash Celery Bitter

Dessert (Team München)

Glas: Kelch

Art: Shake & Double-Strain

Garnitur: hausgemachtes Espuma, Fee Brothers Plum Bitters

5 cl Asbach 8

3 cl gesalzene, saure und pürierte Zwetschgen-Marmelade

1 bl Supasawa

 

Rezept für die Marmelade

150g reife Zwetschgen

150g unreife Zwetschgen

100g Zucker

25 ml dunkler & leicht salziger Caramel-Sirup

3g Salz

20 ml Walnuss-Essig

 

 

Rezept für das Espuma:

1 cl Asbach 8

5 cl Sahne

2 cl Giffard Vanille de Madagascar

Tonka-Bohnen-Abrieb

 

 

 

 

Unicum Riserva

Unicum Riserva – der Premium Kräuter aus dem Zwack-Keller jetzt auch in Deutschland

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Unicum Riserva ist eine Innovation im Kräutermarkt, die aufgrund der limitierten Verfügbarkeit zwischenzeitlich in Ungarn ausverkauft war. Jetzt kommt der Super-Premium-Kräuter endlich auch nach Deutschland. Seine Besonderheit liegt im einzigartigen Double Ageing.

In der ersten Phase reift die Basisrezeptur, der Original Unicum, zusätzlich im größten und ältesten Fass der Brennerei, das sich seit über achtzig Jahren in den Kellern von Zwack Unicum in Budapest befindet. Im Laufe der Jahrzehnte hat das Holz eine innere Beschichtung gebildet, die man bei Zwack als „schwarzen Honig“ bezeichnet. Diese Patina der Reife überträgt eine besondere Tiefe und Charakter an den Fassinhalt, macht den Geschmack noch runder und seidiger.

In der zweiten Phase reift der zukünftige Riserva in Tokajer Aszu-Fässern, in Isabella Zwacks Dobogó Weingut. Sobald der bekannte, bittersüße Geschmack von Unicum auf die sinnliche Süße des Tokaji trifft, wird Unicum Riserva weicher, aber gleichzeitig mild würzig und fruchtig, mit einem Hauch von getrockneten Aprikosen und einem unglaublich pflanzlichen, minzigen Geschmack wie eine kühle Brise. Als krönenden Abschluss erfolgt ein Blending mit dem Jahrgang 2007 des Tokaji Aszu. Durch das Blending wird die einzigartige Geschmacksvielfalt des Riserva noch verstärkt. So verbindet Unicum Riserva in perfekter Harmonie die aufregenden und exotischen Kräuter mit der verführerischen Honigessenz des Tokaji.

Auslieferung in Geschenkpackung
Limitierte Menge / fortlaufend numeriert

UVP: 39,99 €
Grädigkeit: 40 % vol. Alk.

Underberg an der Bar – neue Bottle Serves inspiriert vom USA Trend

Von | Kräuter | Keine Kommentare

In den Staaten wächst die Begeisterung der Bars für Underberg spürbar, neben dem Dash in klassischen Cocktails wird der Kräuterklassiker immer öfter auch mit der Flasche im Glas serviert, zum Beispiel in Frozen Slushs und Tiki‘s. Underberg hat die Trends in den USA aufgegriffen, und präsentiert jetzt ein neues Konzept für die Bar in Deutschland – vom Dash zum „more“. Denn an der Bar eignet sich Underberg nicht nur als Cocktailbitter in klassischen Drink-Rezepturen und deren Abwandlungen, sondern auch als Zutat in zeitgemäßen Highballs.

 

Eine neue Basis – drei Drinks
Adriano Paulus, Bartender und 1. Vorsitzender der Deutschen Barkeeper Union e.V. Bayern über Underberg: „Die idealen Sparringpartner für Underberg-Drinks sind Zitrus-Noten und frische Säure von Limetten und Zitronen, die Süße der Maracuja und das Prickeln von Soda. Das ist die perfekte Basis für meine Underberg-Drinks. Dazu kommt ein ganzer Underberg plus Filler. Ich empfehle drei Alternativen: Tonic, 7Up oder Cola – also für jeden Geschmack etwas dabei.“ Alles Zutaten, die in jeder Bar verfügbar sein sollten.

Auffällig für die Gäste
Als optisches Highlight wird die leere Underberg-Flasche in Szene gesetzt. Das Papier am Hals der Underberg-Flasche sollte man entfernen, bevor man die Flasche in das Gäste-Glas gibt. Als ideale Halterung – wenn man die Flasche nicht ins Eis stecken möchte – eignet sich übrigens ein Cocktailspieß oder ein auf Glaslänge geschnittener Strohhalm, über den die Underberg-Flasche kopfüber gestülpt werden kann.


UNDERBERG TONIC (oder „TONICBERG“)

Maracuja trifft Kräuter und Tonic, das Ergebnis ist bittersanft.
Für alle GinTonic-Müden, die mal über den Berg gehen wollen.

 Frische Limetten (anmuddeln)
1 cl frischer Zitronensaft
2 cl Riemerschmid Bar-Sirup Maracuja (alternativ Saft)
10 cl Schweppes Soda (alternativ Wasser mit Kohlensäure)
10 cl Schweppes Tonic
1 ganze Underberg Flasche (2cl)

Eis: Eiswürfel
Glas: Longdrink
Deko: Getrocknete Limettenscheibe oder frische Zitronenzeste

UNDERBERG 7UP (oder „ZITROSCHNELL“)

Nicht zuviel nachdenken. Nicht zuviel reinintepretieren.
Das Leben ist schon kompliziert genug. Geht schnell, schmeckt schnell.

Frische Limetten (anmuddeln)
1 cl frischer Zitronensaft
2 cl Riemerschmid Bar-Sirup Maracuja (alternativ Saft)
10 cl Schweppes Soda (alternativ Wasser mit Kohlensäure)
10 cl SevenUp (alternativ Sprite)
1 ganze Underberg Flasche (2cl)

Eis: Crushed Eis
Glas: Tumbler
Deko: Getrocknete Limettenscheibe oder frische Zitronenzeste

UNDERBERG COLA (oder „ZÜNDKERZE“)

Koffein trifft Kräuter.
Ein guter Schuss Wasser und frische Zitrone dazu und müde Geister werden munter.

Frische Limetten (anmuddeln)
1 cl frischer Zitronensaft
2 cl Riemerschmid Bar-Sirup Maracuja (alternativ Saft)
10 cl Schweppes Soda (alternativ Wasser mit Kohlensäure)
10 cl Cola
1 ganze Underberg Flasche (2cl)

Eis: Eiswürfel
Glas: Longdrink
Deko: Getrocknete Limettenscheibe oder frische Zitronenzeste

EIN BARTENDER-TIP FÜR DIE KLASSIK-FANS:

ADRIANOS’S OLD FASHIONED

5 cl Buffalo Trace Kentucky Straight Bourbon
1 cl Riemerschmid Bar-Sirup Rohrzucker
3 dash Underberg

Photo credit © Van Hagen

 

Die Geschichte des Unicum – und die der Familie Zwack

Von | Kräuter | Keine Kommentare

„Das ist ein Unicum“ – dieser kurze, aber prägnante Ausspruch von Joseph II, Kaiser von Österreich und König der Ungarn, um das Jahr 1790 markiert den Beginn einer in jeder Beziehung außergewöhnlichen Spirituosen- und Marken-Karriere. Unicum ist ein nach einem uralten Geheimrezept hergestellter bitterer Kräuterliqueur aus dem Hause Zwack in Budapest. Eine einzigartige Spezialität, die auch in Deutschland immer mehr Freunde findet.

Was Kenner in vielen Ländern hauptsächlich als wohltuenden Digestif schätzen, ist in Ungarn schon lange Nationalgetränk – mit kaiserlich-königlicher Vergangenheit und bewegter Historie. Kein geringerer nämlich als der Leibarzt am österreichisch-ungarischen Hofe, Joseph Zwack, war es, der auf Wunsch seiner Majestät einen bitteren Kräuterliqueur komponiert hatte als Medizin gegen eine Krankheit.

Die wohltuende Wirkung dieses Elixiers blieb allerdings nur wenige Jahre dem Hofe und dem König vorbehalten, denn bald hatten sich die Wirkung und der außergewöhnliche Geschmack herumgesprochen. Der Anfang für eine einzigartige Geschichte war gemacht, oder – um mit Joseph II. zu sprechen – ein „Unicum“ hatte das Licht der Spirituosen-Welt erblickt.

Treffender hätte der ungarische König bei der ersten Verkostung die Alleinstellung dieses für ihn komponierten Kräuterliqueurs kaum beschreiben können.

Was lag näher, als aus dieser majestätischen Eingebung auch einen Marken-Namen zu machen und damit den Grundstock zu legen für eine Erfolgsstory, die nun schon über 200 Jahre währt und begleitet ist von einer wechselvollen Geschichte mit markanten Daten.

Zum Beispiel das Jahr 1840. Als Lajos und Joseph Zwack in Budapest die J. Zwack & Cie. gründeten. 1895 erhält das junge Unternehmen als erste und einzige Firma in Ungarn das Privileg, sich kaiserlich-königlicher Hoflieferant nennen zu dürfen. 1948 wird die Familie Zwack von den Kommunisten enteignet und flüchtet in die USA.

1958 kehrt die Familie Zwack nach Europa zurück und beginnt vorerst in Italien mit der Produktion von „Unicum“.

1988 schließlich kann die Familie mit Peter Zwack an der Spitze als Firmeninhaber in der fünften Generation nach Ungarn zurückkehren und mit Hilfe der Familie Underberg die Fabrik zurückkaufen. Ein Jahr später wird die Zwack Unicum Budapest kft (= GmbH) gegründet – der Produktion von Unicum an der Originalstätte Budapest steht nichts mehr im Wege. Zwack „Unicum“ ist „heimgekehrt“, um sogleich wieder den Weg in alle Welt zu nehmen als hochgeschätzte Exportspirituose. Der Erfolg lässt nicht auf sich warten.

Die Geschichte der internationalen Kräuterliqueur-Marke – von der königlichen Hofmedizin bis heute – kann also in jeder Beziehung als einzigartig bezeichnet werden. Angefangen von der Kreation des Namens, seinem Erscheinungsbild in der formvollendeten, kugelrunden Flasche mit dem markanten Stephans-Kreuz als Signet bis hin zu seinem von Geheimnissen umgebenen Geschmack – ausgewogen in Bouquet, anfangs leicht süßlich bis fein herbbitter im Abgang.

Oft ist schon versucht worden, hinter das Geheimnis dieser unverwechselbaren Geschmacksharmonie zu kommen – es blieb bei den Versuchen.

Die Familie Zwack hat das Geheimrezept ihrer Vorfahren bis heute bewahrt und hütet es auch weiterhin sorgfältig. Wie diese sich letztlich zusammensetzt, ist derzeit ausschließlich der Familie Zwack bekannt. Sie sind es, die Jahr für Jahr die mehr als 40 verschiedenen und sorgfältig handverlesenen Kräuter aus allen Erdteilen zu einer einzigartigen Mischung zusammenstellen, die die Basis für die weitere Verarbeitung bilden. Nach fast 20 Jahren im Amt übergab Peter Zwack im Juni 2008 die Führung des Unternehmens an seinen Sohn, Sandor Zwack. Dieser wurde zum neuen Vorstandsvorsitzenden ernannt, wobei seine Schwester, Izabella Zwack, ebenfalls als Mitglied des Aufsichtsrates in die Geschäfte der Familie einstieg. Auch Anne Zwack, langjährige Ehefrau von Peter Zwack, ist nach wie vor im Unternehmen tätig. Peter Zwack verstarb im August 2012 nach einem erfüllten Leben für die Familie und das Unternehmen im Alter von 85 Jahren.

Zeitstrahl

1790
Kaiser Josef II., römisch-deutscher Kaiser und König von Ungarn, ist es, dem der kaiserliche Hof- und Leibarzt Dr. Zwack im Jahr 1790 zum ersten Mal einen Schluck von seinem Kräuter-Heiltrank anbot.
Der Legende nach soll der Kaiser daraufhin ausgerufen haben: “Dr. Zwack, das ist ein Unikum!”, wodurch der Name dieses einzigartigen Kräuterlikörs entstand.

1840
Jozsef Zwack, ein Nachfahre des Hofarztes, erbaute die erste Unicum Fabrik und gründete die Firma Zwack.
Jozsef Zwack ist bis heute eine legendäre Persönlichkeit auf dem Gebiet der Herstellung von Spirituosen in Ungarn. Er führte das Unternehmen noch weit über sein neunzigstes Lebensjahr hinaus. Seine Rezepte, die nur natürliche Zutaten für die Herstellung von Likören und Spirituosen enthalten, werden bis heute verwendet.

1883
Am 22. Mai 1883 wurde der Kräuterlikör Unicum offiziell unter der Nummer 805-071 registriert und patentiert. Unicum wurde schon zu dieser Zeit in der runden Flasche mit einem roten Kreuz als Markenzeichen verkauft.
Ab 1899 musste die Firma Zwack jedes Jahr eine großzügige Spende an den Rentenfonds des Roten Kreuzes zahlen, damit das Rote Kreuz im Gegenzug der Firma weiterhin erlaubt, das rote Kreuz auf dem Etikett zu verwenden. 1922 wurde der Farbcode geändert. Seitdem wird ein goldenes Kreuz auf rotem Hintergrund verwendet.

1892
Im Jahr 1892 erwies sich die bisherige Produktionsstätte abermals als zu klein und die Firma errichtete ihre neue Destillerie in der Soroksári Straße im IX. Bezirk von Budapest.
Hier ist bis heute der Firmensitz der Firma Zwack, hier wird bis heute Unicum hergestellt. Das Gebäude ist in seiner ursprünglichen Form fast unverändert erhalten. 2004 wurde der Gebäudekomplex vollständig renoviert, seitdem gibt es ein Museum auf dem Firmengelände.

1895
K.u.K. Hoflieferant – Ernennung zum Hoflieferanten des Kaisers von Österreich-Ungarn. Dem Unternehmen wurde von Kaiser Franz Josef der begehrte Titel eines K.u.K. Hoflieferanten verliehen.
Bereits in jenen frühen Jahren war die Firma Zwack eine der führenden Destillerien in Mitteleuropa und exportierte Spirituosen in die ganze Welt. Zwack-Getränke waren schon damals international bekannt und erhielten zahlreiche Auszeichnungen und Medaillen.

1909
Das erfolgreichste Zwack Werbeplakat aller Zeiten – Der „Wassermann“ von Viktor Pachl. Es steht als allgemein bekanntes Werbe-Sinnbild für Unicum.
Im Laufe der Jahrzehnte entstand um dieses Plakat ein regelrechter Kult in Ungarn. Vor 1989 stand es oft für die gute alte Zeit vor dem Kommunismus. Danach wurde es häufig in Satiren und Karikaturen verwendet. Schon einige ungarische Politiker wurden in Anlehnung an den Unicum-Wassermann als ertrinkend oder schiffbrüchig dargestellt.

1922
Das Unicum-Kreuz, welches bislang ROT war wechselt die Farbe zu GOLD.

1926
Im Jahr 1926 traten die beiden Söhne von Lajos Zwack, Béla und János Zwack, in die Firma ein. Béla beschäftigte sich vor allem mit der Produktion und der Produktentwicklung, János war für die „Reklame“, den Verkauf und den Export zuständig.
Kaum zu glauben, aber die Brüder waren oft nicht gut aufeinander zu sprechen. Sie waren in fast allen Belangen stets unterschiedlicher Meinung, selbst in Bezug auf ihre Lieblings-Fußballmannschaften, aber dennoch waren beide stets auf das Wohl der Firma bedacht und trugen maßgeblich zum florierenden Geschäft in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen bei.

1930
In den 30er Jahren erreichte die Weltwirtschaftskrise auch die Firma Zwack. Der Markt für Luxusprodukte brach ein, die Prohibition in den USA reduzierte das Exportgeschäft. Um die bestehenden Produktionsflächen zu nutzen, versuchte sich das Unternehmen in der Herstellung von Leuchtreklamen.
Fotos von den alten Zeta Glühlampen der Firma Zwack und Unicum Neon-Leuchtwerbung in Budapest sind bis heute erhalten und im Museum zu besichtigen.

1944
Der Zweite Weltkrieg hatte verheerende Folgen für Ungarn und die Zwack Destillerie. Budapest wurde stark bombardiert, die Anlagen der Firma komplett zerstört. Im Jahr 1945 nahm die Familie in zwei Räumen inmitten der Trümmer wieder die Arbeit auf. Man begann sofort mit dem Wiederaufbau. 1948 war der Vorkriegszustand wieder erreicht. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen ohne Vorankündigung und ohne jegliche Entschädigung konfisziert und verstaatlicht.
Nach der Machtübernahme durch die kommunistische Partei Ende der vierziger Jahre brachen gefährlichen Zeiten für die industrielle Elite Ungarns an. János Zwack schmuggelte seinen Sohn Peter in einem Zug in die Nähe der jugoslawischen Grenze. Der junge Peter Zwack erreichte das freie Italien. János kam mit nichts als dem Unicum-Rezept nach Italien. Anschließend emigrierten sie gemeinsam in die Vereinigten Staaten. Béla und seine Frau Dodo entschieden sich, in Ungarn zu bleiben, und wurden als Klassenfeinde in ein Lager aufs Land umgesiedelt. Als sie später endlich die Erlaubnis erhielten, das Land zu verlassen, kamen auch sie nach Italien und begannen zusammen mit János Unicum in Italien zu produzieren.

1958
Von den USA aus musste die Familie mit ansehen, wie das verstaatlichte Unternehmen weiterhin Kräuterlikör nach einem falschen Rezept unter dem Namen Zwack Unicum produzierte und auch in den Westen exportierte. János reichte eine Klage vor dem internationalen Gerichtshof gegen die Importeure und gegen den kommunistischen ungarischen Staat ein. Janos gewann diesen Prozess: dem staatlichen Unternehmen in Budapest war es nicht mehr erlaubt, die Markennamen Unicum und Zwack im Westen zu verwenden.
Leider konnte János Zwack den Sieg in diesem Rechtsstreit nicht mehr erleben, denn er und Béla Zwack starben im Abstand von zwei Wochen im Jahre 1958.

1960
Peter Zwack lebte zunächst in Chicago und New York mit seiner ersten Frau Iris und ihren gemeinsamen fünf Kindern: Peter, Gioia, Alexa, Iris und János.
Er war fest entschlossen, den Namen Zwack in den USA am Leben zu erhalten, und unterzeichnete einen Vertrag mit der Firma Jim Beam zur Produktion von Zwack-Gin, Zwack-Wodka und Zwack-Sliwowitz.

1970
Nach erfolgreichen Jahren im US-Weingeschäft als Importeur europäischer Weine kehrt Peter Zwack nach Europa zurück, um die Produktion und Vermarktung von Zwack Unicum in Italien voranzutreiben.
Mit seiner zweiten Ehefrau, der Engländerin Anne Marshall, widmet sich Peter Zwack nun ganz der Produktion und dem Vertrieb von Unicum. In Kooperation mit einem großen Spirituosenunternehmen in Genua wird Unicum in Italien produziert und von hier aus weltweit vermarktet.

1988
Peter Zwack kehrt als erster ehemaliger ungarischer Industrieller aus der Zeit vor dem Kommunismus nach Ungarn zurück und gründet zusammen mit seinem Partner Emil Underberg die Peter Zwack & Consorten AG. Die Peter Zwack & Consorten AG geht ein Joint Venture mit dem noch staatlichen Budapester Likörunternehmen BULIV ein.
Ein Abenteuer für die ganze Familie: seine Frau und die beiden Kinder Sándor und Isabella ziehen mit Peter Zwack in das noch kommunistische Ungarn. Ein berühmtes Zitat von Peter aus dieser Zeit ist: “Ich war einer der Letzten, die gingen, und heute bin ich einer der Ersten, die zurückkehren”.

1992/93
1992 wird die Zwack Unicum AG gegründet, die Peter Zwack & Consorten AG wird Hauptanteilseignerin. Damit gelang unter großen Schwierigkeiten und mit großem persönlichen Engagement den Unternehmern Emil Underberg und Peter Zwack der Rückkauf des gesamten Unternehmens vom Staat. 1993 wurde die Zwack Unicum AG an der Budapester Börse notiert.
Neue Anteilseigner: Im Jahr 1993 wurden 26 % der Aktien der Gesellschaft von der International Distillers & Vintners Ltd. erworben, welche später mit UDG zur heutigen Diageo fusionierte.

2004
Im Jahr 2004 wurde unter maßgeblicher Beteiligung von Sándor und Isabella Unicum Next als Getränk der nächsten Generation entwickelt. Dieser fruchtig-leichte Kräuterlikör wird unter dem Namen Zwack Likör exportiert.
Was ist das Geheimnis von Unicum Next oder Zwack Likör? Unicum Next wird auf genau die gleiche Weise wie das Original Unicum hergestellt, dabei werden allerdings weniger bittere Kräuter beigemischt und mehr Kräuter und Gewürze verwendet, die einen leichten Zitruscharakter haben. Dadurch wirkt Unicum Next leichter und fruchtiger.

2008
Im Jahr 2008 übergibt Peter Zwack nach 20 Jahren als Vorstandsvorsitzender seinen Platz an seinen Sohn Sándor. Seine Tochter Isabella erhält ebenfalls einen Sitz im Firmenvorstand. Dadurch bleibt die Firma Zwack bis heute ein familiengeführtes Unternehmen, nunmehr in der sechsten Generation.
Aber Peter Zwack ging niemals wirklich in den Ruhestand: Er spielte auch noch als Ehrenvorsitzender eine aktive Rolle im Leben der Gesellschaft bis zu seinem Tod im Jahr 2012.

2009
Auch nach 200 Jahren hat die Traditionsmarke Unicum nichts von ihrer Dynamik verloren. Das Design und die Werbestrategie von Unicum und Unicum Next werden 2009 geändert. Dabei werden natürlich die traditionellen Elemente auch weiterhin beibehalten.

2012
Zwack blieb stets ein dynamisches Unternehmen in ständiger Erneuerung, auf der Grundlage seiner Tradition und professioneller Destilleriekunst. Es mag von daher vielleicht gar nicht überraschen, dass „Think Positive!“, d. h. „Denke positiv!“, der Slogan der Marke und Gesellschaft ist, denn genau dies war und ist die treibende Kraft hinter dem Erfolg des Unternehmens.
Die Firma Zwack entwickelt einen neuen Likör: Unicum Zwetschke. Hergestellt nach exakt dem gleichen Prinzip wie der klassische Unicum ist Unicum Zwetschke der erste Kräuterlikör, der auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern gereift wird.

Benjamin Hash / Bartender im The Horse Inn – Lancaster über Underberg

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Benjamin Hash ist Bartender im The Horse Inn, Lancaster (http://horseinnlancaster.com) und seit Jahren in der amerikanischen Barkeeperszene aktiv. Er hat an renommierten Wettbewerben teilgenommen, und war in Philadelphia in der Competition „Most Imaginative Bartender“ vertreten, außerdem Heaven Hill Bartender of the Year, National Finalist Bols around the world 2016 und Opihr Gin World Adventurer 2017.

Wir hatten Gelegenheit Ben Hash vom Horse Inn zu Underberg zu befragen. Hier die deutsche Übersetzung:

Bar-Kameraden und Reisen

„Ich bin seit 13 Jahren Barkeeper und freue mich jeden Tag dieser Profession nachzugehen. Für mich ist Underberg ein einzigartiges Instrument in der Subkultur von Barkeepern, Mixologen und Cocktail-Enthusiasten in den USA.

Ich nehme Underberg mit, wenn ich zu Cocktail-Wettbewerben oder Veranstaltungen in der Barbranche reise. Nichts fördert die Kameradschaft so sehr wie das Sitzen an einem Tisch mit trübäugigen Barkeepern, die sich von einer Destillerie-Tour erholen und eine Runde kalter Underbergs verteilen. Ich hatte das Vergnügen, Underberg im Hochland von Jalisco, im Bourbon County, auf der London Bridge, in der Bourbon Street und auf dem Time Square zu genießen, um nur einige aufregende Orte zu nennen.

Mystisch und vielseitig

Underberg ist wie ein vertrauter Händedruck im Bund der Barkeeper meines Umfeldes. Es ist schwer zu sagen, wann ich das erste Mal einen hatte, vielleicht vor zehn Jahren. Seitdem habe ich gelernt, dass man die kleine Flasche mit den intensiven Kräutern in vielerlei Hinsicht genießen kann. Eiskalt wird oft bei uns bevorzugt, ist aber nicht notwendig. In Eis eingefroren, direkt vor dem Einsteigen in ein Flugzeug (mein Favorit!) oder vor der nächtlichen Schicht an der Bar. Underberg kann auch als Cocktailzutat verwendet werden, wie ich beim Aufbau unseres Barmenüs feststellen konnte.“

Nachfolgend ein paar seiner Rezept-Favoriten zum Nachmixen…

Die Rezepturen werden nachfolgend im Original wiedergegeben. Die US-Amerikanische Flüssigunze entspricht übrigens 29,574 Milliliter (ml).

 

Rheinberg Sour:

– 2 Fläschchen Underberg
– 0.75 oz Lairds Applejack (alternativ Chateau du Breuil Calvados oder Rémy 1738)
– 0.5 oz lemon juice (Zitronensaft)
– 0.5 oz grapefruit juice (Grapefruitsaft)
– 1 oz honey simple syrup (Honigsirup, oder alternativ Riemerschmid Bar-Sirup Rohrzucker)
– Egg white (Eiweiss)

Dry shake all ingredients then add ice and shake again. Double strain into large coupe and garnish with grate nutmeg.
(Dry Shake, danach nochmals mit Eis shaken. Double strain in eine große Coupette und mit geriebener Muskatnuss garnieren.)

Demerara-Sirup wird ähnlich wie einfacher Sirup hergestellt, jedoch mit Zucker als Rohprodukt. Es hat einen tieferen, fast melasseartigen Geschmack, der die Tiefe der Underberg-Aromen ergänzt.

 

The Lancastrian:

– 1 Fläschchen Underberg
– 1.5 oz Rye Whiskey (wir empfehlen Colonel E.H. Taylor Jr Staight Rye)
– 0.75 oz Carpano Antica Vermouth
– 0.25 oz demerara syrup (Demerara*-Sirup, alternativ auch Rohrzucker-Sirup)

Stir all ingredients, strain into chilled coupe. Express orange peel over cocktail, and garnish with orange twist.
(Alle Zutaten verrühren, in eine gekühlte Coupé-Schale abseihen. Orangenschale über dem Cocktail ausdrücken und mit Orangenschale garnieren.)

Um Honig-Sirup herzustellen lösen Sie eine 1/4 Tasse Honig in 3 Teilen warmen Wasser auf.

Neuerscheinung – Black Art 6.1 / 1990

Von | Whiskey | Keine Kommentare

„Mit dem Whisky, der für den Black Art 06.1 verwendet wurde, arbeite ich bereits seit meiner ersten Woche im Warehouse. Unter Jims Führung und Anleitung lagerten wir einen Teil davon in neue Fässer um. Damit schickten wir ihn auf eine neue und aufregende Reifungsreise. Mir sind alle Einzelheiten seines Werdegangs bestens bekannt, da ich in den letzten Jahren das Privileg hatte zu entscheiden, wann und wohin er umgelagert werden sollte. Daher habe ich das Gefühl, dass unsere Wege parallel verliefen. Wir beide lernten in den Warehouses hinzu und entwickelten uns weiter, bis mir schließlich die Ehre zukam, die Fässer auszuwählen, mit denen dieser Black Art kreiert wurde. Das ist die Art des Whisky-Komponierens, wie ich sie liebe: Es gibt keine festen Regeln, man folgt seinem Instinkt.“ (Adam Hannett, Head Distiller)

Black Art steht für eine ganz außergewöhnliche Cuvée. Die wenigen Fässer stammen aus allen Ecken der Warehouses und können nur von einem solch erfahrenen Head Distiller wie Adam Hannett identifiziert und auf kunstvolle Weise zu einem Black Art vermählt werden. Jahrelang standen mehrere Fässer unter besonderer Beobachtung. Die endgültige Rezeptur bleibt eines der meistgehüteten Geheimnisse der Brennerei. Die jüngste Ausgabe dieser legendären und geheimnisvollen Whisky-Serie, deren Reifungs-Historie einzig Adam Hannett kennt.

Auf einen Blick

  • Ungetorfter Islay Single Malt Scotch Whisky
  • Jahrgang 1990 – 26 Jahre alt
  • Weltweit limitiert auf 18.000 Flaschen, einzeln nummeriert
  • Fasstypen: k.A. (Adam’s Geheimnis)
  • 46,9% vol. für fassstarke Aromenvielfalt
  • Auf Islay destilliert, gereift und abgefüllt
  • Extrem langsame Destillation
  • Verzicht auf Kältefiltration und ohne Zusatz von Farbstoffen
  • UVP € 324,99

Southern Comfort Challenge 2018 mit Modethema

Von | Bar | Keine Kommentare

Nils Lutterbach siegt mit maßgeschneiderten Drinks

Was haben Mode und Drink-Kultur gemeinsam? Nun, auch ein von Hand gemixter Drink ist jedes Mal eine Maßanfertigung. In der Modewelt wird zwischen Haute Couture und Prêt-à-Porter unterschieden – also zwischen Klasse und Masse. Beides sollte auch ein guter Bartender beherrschen. Dass er schick und lässig kann, zeigte Nils Lutterbach aus der LieblingsBar Hannover beim Finale der zweiten Southern Comfort Challenge auf der Dachterrasse des Savoy Hotels in Köln.

Zehn deutsche Barkeeper traten gegeneinander an, um jeweils zwei Drinks zu präsentieren: einen anspruchsvollen „Haute Couture“-Cocktail sowie einen unkomplizierten „Prêt-à-Porter“-Highball. Nils Lutterbach, Barkeeper der LieblingsBar Hannover, interpretierte die Aufgabe mit seinen maßgeschneiderten Kreationen „Louis‘ Song“ und „Comfort Zones“ am stilvollsten und konnte sich über 1.000 Euro Siegprämie freuen. Platz zwei (dotiert mit 750 Euro) belegte eine strahlende Phoebe Maier-Park aus der Kopper Bar München. Toni Steiger, Mitte Chemnitz, machte einen guten dritten Platz und nahm 500 Euro mit. Der Wettbewerb fand zum ersten Mal in Kooperation mit dem Fizzz-Magazin statt.

Zu den Top 10 Bartender/innen im Finale gehörten außerdem Nils Halfpap (Lux, Münster), Jennifer Hoerstel (Skylounge, me and all Hotel, Düsseldorf), Felix Koplin (Friesen Barkultur, Köln), Marlon Kutschke und Micha Fritzen (beide Twist Bar, Dresden), Raffael Gietl (Blue Spa, Bayrischer Hof, München) und Vitomir Sluga (El Circo Bar, Hotel E Andaluz, Europa Park).

Der „Haute Couture“-Cocktail sollte mindestens 4cl Southern Comfort und maximal vier weitere Zutaten enthalten – sonst waren der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Bei der „Prêt-à-Porter“-Aufgabe lag der Fokus auf einem leicht reproduzierbaren, kalkulationsfreundlichen Highball-Twist, der mindestens 2cl Southern Comfort und maximal zwei handelsübliche Zutaten plus Filler enthält. Alle Teilnehmer hatten sich ordentlich ins Zeug gelegt, fühlten sich von Mode-Ikonen wie Coco Chanel inspiriert und dekorierten ihre Gläser aufwendig mit Goldstaub, Perlenketten oder Armbändern.

Nils Lutterbach schlug gleich mit dem ersten Satz einen gelungenen Bogen zwischen Couture und Cocktail: „Was Paris für die Mode ist, ist New Orleans für Southern Comfort“, und entführte die Jury sodann gedanklich in die Welt des Jazz.

Seine souveräne Präsentation von „Louis‘ Song“ sowie die Kreation aus Bourbon, Southern Comfort, Rotwein-Reduktion und Espuma überzeugte die Fachjury, bestehend aus Barbara Becker (Chefredaktion Fizzz), Martin Brunner (Barchef Savoy) und Cihan Anadologlu (Circle Bar in München). Auch in der zweiten Runde konnte Lutterbach mit seinem Longdrink „Comfort Zones“ punkten.

„Es ging uns darum zu zeigen, dass Southern Comfort in beiden Ligen spielen kann: elegant und bodenständig“, erklärt Marketing Direktor Tim Nentwig das diesjährige Konzept. „Dies hat Nils perfekt umgesetzt. Beim „Haute Couture“-Thema war bei manchen Teilnehmern noch Luft nach oben. Karl Lagerfeld skizziert seine Entwürfe sicher auch erstmal ohne jedes Limit. Da uns das Konzept und die Resultate so gut gefallen haben, werden wir es im nächsten Jahr weiterführen – mit noch mehr Kreativität und „No Limits“.

Ein Highlight für alle Teilnehmer war ein Workshop mit Cihan Anadologlu zum Thema „Barmanagement & Trends“. Der Circle Bar-Besitzer gewährte interessante Einblicke in sein Konzept, bei dem er eine völlig neue Art der Barkultur praktiziert. Der international anerkannte Bartender, Consultant und Autor eröffnete bereits verschiedene Bars im Ausland. Sein Wissen und seine Erfahrung hat er sich bei Aufenthalten in Metropolen wie New York, Hong Kong und London angeeignet.

1. Platz: Nils Lutterbach (LieblingsBar, Hannover)

Cocktail: „Louis‘ Song“
– 4cl Southern Comfort
– 2cl Eagle Rare Bourbon
– 1,5cl Rotwein-Reduktion
– 3 Dashes Tabak Bitters
– warmes Rotwein Espuma (ca. 30° C)

Highball: „Comfort Zones“
– 3cl Southern Comfort
– 1 Barlöffel Bitterorangen Marmelade
– 1cl frischer Zitronensaft
– Rosé Sekt

2. Platz: Phoebe Maier-Park (Kopper Bar, München)

 Cocktail: „The Thirsty Traveller“
– 4cl Southern Comfort
– 2cl Rémy Martin Cognac Cherry Bounce
– 1,5cl Cola-Reduktion
– 2 Barlöffel Tamarindenpaste
– 1 Eigelb

Highball: „Two Per“
– 4cl Southern Comfort
– 2cl frischer Limettensaft
– 1cl Velvet Falernum
– Schweppes Gingerbeer

Cherry Bounce: 300gr Sauerkirschen mit 50gr Zucker aufkochen, anschließend mit 0,75l Rémy Martin Sous-Vide garen (50° C, 3 Stunden)

Cola Reduktion: 1l Cola, 5 getrocknete Lorbeerblätter, 5 getrocknete Basilikumblätter, 1 Vanilleschote aufkochen (45 min – 1 Stunde), 3cl Leutezucker zugeben.

3. Platz: Toni Steiger (Mitte, Chemnitz)

 Cocktail: „The Bitter Sweet Miller“
– 5cl Southern Comfort
– 2cl Don Zoilo Williams & Humbert Collection
– Pedro Ximenez Sherry
– 2cl Vanillelikör
– 1 Barlöffel Port Charlotte
– 1 Barlöffel Chivers Olde English Marmelade

Highball: „Orange Creed“
– 4cl Southern Comfort
– 1cl Mandelsirup
– Red Bull Orange Edition

 

Adolo und Athener Bartender – Ouzo in the mix

Von | Bar | Keine Kommentare

Man erkennt nur schwer dass es sich beim neuen Plomari um einen Ouzo handelt. 42 % vol. Alkohol, eine Ausstattung mit Kupfertönen und ein Name, der ungewöhnlich klingt. Adolo wird in kleinen handgefertigten Kupferkesseln 3-fach destilliert, sein Duft ist reichhaltig, sein Aroma vielschichtig. Anis, Mastix und Fenchel spielen ein herrliches Konzert, im Mund ist er reich, einhüllend, samtig, und lang anhaltend.

Eins, zwei, drei…

Wie man Adolo in Athens angesagten Bars trinkt, hat Dionisis Polatos für uns in drei Kategorien zusammengefasst: einen schnell zu produzierenden Longdrink, zwei raffinierte Cocktails und drei einfache Shots.

LONGDRINK

Adolo Fizz

Ein sommerlicher Drink für die lauwarmen Abende mit intensivem Anis-Geschmack. So sprizzt man Ouzo in Athen. Die verwendeten Früchte werden gerne variiert, außerdem kann man das Club Soda durch durch das jeweilige Lieblings-Tonic Water ersetzen. Ein vielseitig abwandelbarer Drink.

– 45 ml Adolo Premium Ouzo
– 15 ml frischer Zitronensaft
– 2 Spritzer Angostura
– Top-up mit Soda

In einem großen Collins-Glas mit viel Eis aufbauen. Mit Basilikumblättern garnieren, dazu rosa Grapefruitkeile und Zitronenzeste geben.

 

COCKTAILS

Big Lebowski in Athens

Die Athener Variante des White Russian mit Adolo, Kaffee Arabica und einem Hauch von Kokosnuss.

– 45 ml Adolo of Plomari
– 35 ml Arabica-Kaffee
– 17,5 ml Kokosmilch

Hardshake & strain in ein Double Old Fashioned Glas mit einer Eiskugel oder einem großen Eiswürfel. Mit Muskatnuss garnieren.

 

 

Salted Garden

Inspiriert vom Last Word, der über den Zitronen-Basilikum-Schaum und Kardamom-Sirup aufgewertet wird, die dem Cocktail seine botanische und erdige Noten verleihen.

– 45 ml Adolo Ouzo
– 7,5 ml Kardamom-Sirup
– 7,5 ml Cointreau
– 7,5 ml weißen Wermut (Noilly Prat)

Umrühren und in einer gekühlten Coupé mit einem halben Rand Meersalz servieren. Zitronenthymianschaum und Basilikum hinzufügen.

Kardamom-Sirup:
In einem kleinen Topf 15 Kardamome drücken und nur 2-3 Minuten erhitzen. 250ml Wasser zugeben, 250 Zucker zugeben und gut verrühren, um ihn aufzulösen. Fine Strain.

Zitronen-Thymian & Basilikumschaum:
7 Basilikumblätter und zwei Barlöffel Thymian für eine halbe Stunde In 150 ml Wasser geben.
Fine Strain. Dann 75 ml Zitronensaft und einen großen Barlöffel Albumin hinzufügen und alle Zutaten für eine Minute in einen Blender geben. Die Mischung in einen Sahnesiphon mit Stickstoff-Kapsel (zum Sahneschäumen) geben und 4-5 Stunden im Kühlschrank ruhen lassen.


SHOTS

Cucumber Shot

Die Begleitung der Gurke wird nochmals aufgepeppt durch die Sojasauce, die ihm eine fröhliche und frische Dimension verleiht. Den vorgekühlten Adolo in ein Shot-Glas geben, dazu eine Scheibe Gurke mit einem Tropfen Sojasauce oder Worcestersauce würzen – fertig!

 

Tomato Shot

Ein Umami-Effekt, nach der Wärme des Alkohols folgt ein angenehmer und geschmeidiger Geschmack durch die Tomate. Schnell serviert: 1 Teil gekühlter Adolo und 1 Teil Tomatensaft, dazu einen Limettenkeil und frischem Pfeffer geben.

Orange & Cinnamon Shot

Die Kombination aus Orange/Zimt und etwas Süßem ist in Griechenland sehr beliebt und erinnert uns an die Kuchen der Großmutter und hausgemachten Süßigkeiten. Den vorgekühlten Adolo in ein Shot-Glas geben, dazu Orangenscheibe mit Zimt reichen. Zuerst trinkt man den Shot und dann schmeckt man die Frische der Orange und die Würze des Zimt.

 


Über ADOLO

Der beste Ouzo aus dem Haus Isidoros Arvanitis (Hersteller von Ouzo of Plomari) kommt von Lesbos, der Urheimat des Ouzo und Anbauort des legendären Anis von Lisvori. Hier baut man auf unternehmenseigenen Feldern kontrolliert Anis und Fechel an. Ein limitierter Ouzo der Spitzenklasse unter 20,00 € mit 42 % vol. Alkohol.

Brad Thomas Parsons / Experte für Bitters & Amaro in den USA über Underberg

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Underberg in Cocktails – wann und wie es begann

Underberg ist mir ein Begriff seit Mitte der 2000er Jahre, als ich in Seattle lebte. Ich glaube mein Freund und Barkeeper Andrew Bohrer hat mich darauf angesprochen. Nicht nur wir beide sind seitdem begeistert was Underberg betrifft, auch Peter Meehan schrieb schon im Jahre 2009 einen Liebesbrief an Underberg in seiner New York Times Kolumne. Ich habe damals an meinem Buch „BITTERS“ gearbeitet, und als ich 2010 nach Brooklyn zog, begann ich auch hier die Entwicklungen zu beobachten, wie zum Beispiel im meinem Prime Meats. Damon Boelte war damals Bar Director, und das alpin-germanisch geprägte Restaurant in New York City war ein idealer Startpunkt für Underberg. Sein „Alpine Sour“ (in meinem Buch „AMARO“ enthalten) war der erste Gebrauch von Underberg, dem ich persönlich begegnete. Ein geshakter Drink mit Deutschem Brandy, Orgeat, Zitronensaft und einem ganzen Underberg.

Es war ein paar Jahre später, als ich zum ersten Mal Underberg als Zutat und Garnish sah (und einige Leute, die ich kenne, sagen, es war der erste dokumentierte Fall – seit es auf der Speisekarte abgedruckt wurde). Barkeeper Garret Richard war Gastgeber eines Tiki-Takeover bei Prime Meats, und servierte einen Frozen Slush namens „Ice-Berg“ (ebenfalls in meinem Buch AMARO enthalten), das aus Reposado-Tequila, Orgeat, Zitronensaft und Underberg hergestellt wurde. Die leere Flasche wurde dann als Deko hinzugefügt und in das gefrorene Getränk getaucht, wie in einem Mexican Bulldog im Cabo-Stil.

Seitdem habe auch ich die Underberg-Flasche als Garnish für Getränke gesehen, meist für Frozen- oder Tiki-Drinks. In Denver gibt es sogar eine Pizzeria namens Cart-Driver, die Underberg in und als Beilage zu ihrem Softeis verwendet.


Als Cocktailbitter in Bars und pur

Underberg hat ein so einzigartiges, ausgeprägtes und angenehm aggressives Geschmacksprofil, und wird in den Staaten in den meisten Fällen wie Cocktailbitters behandelt. Man kann ihn in einem Lebensmittelgeschäft oder Markt kaufen, anstatt in einem Schnapsladen, und man muss auch nicht 21 Jahre alt sein, um ihn zu kaufen. Im Gegensatz zu Cocktailbitters wird Underberg nicht ausschließlich als Aromastoff verwendet, sondern auch pur und als Shot konsumiert.


Schnell und effizient

Neben dem traditionellen Underberg-Serve in vielen Restaurants und Bars, in denen die Flasche mit dem Underberg Stilglas serviert wird, wird mehr und mehr einfach aus der Flasche getrunken. Bei Prime Meats haben sie die „Prime Meats Method“ eingeführt, bei der Underberg mit einem kleinen Cocktail-Strohhalm präsentiert und in einem Zug getrunken wird. Schnell, effizient und keine Gläser zu spülen. Dies ist auch meine bevorzugte Servierart geworden. Außerdem habe ich Bars gesehen, die Underberg „chilled“ oder „cellar temp“ servieren, oder sogar mit einem Eiswürfel, der um den Boden der Flasche gefroren ist.


They love it

In den Staaten wächst die Begeisterung der Bars für Underberg spürbar, man sammelt Verschlusskappen und löst diese für Prämien ein. Der Underberg-Gurt ist ein beliebtes Deko-Tool. In Edmund’s Oast in Charleston, South Carolina, gossen sie Hunderte von Flaschen Underberg in ein altes Whiskeyfass, um den Inhalt neu zu lagern, dann, nachdem sie ihn geleert hatten, füllten sie diese wieder ab und benutzten dann das Underberg/Whiskeyfass, um einen kaiserlichen Stout namens Pub Lurker Fass zu lagern, den sie als „Underlurker“ umtauften. Und ich werde ständig auf Social Media getaggt und gefragt: „Hey, I’m in Dallas, where can I get my Underberg fix“?

http://btparsons.com/bitters/

https://www.amazon.de/Bitters-Spirited-Cure-All-Cocktails-Formulas/dp/1580083595

http://btparsons.com/amaro/

https://www.amazon.de/Amaro-Spirited-Bittersweet-Liqueurs-Cocktails/dp/1607747480