Deanston Oloroso 20 Year Old – zertifiziert von der Organic Food Federation

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Nach seiner Reifung über 20 Jahre in einem speziellen Lager – der Nummer 2B – und beeinflußt durch die weichen, reichhaltigen und würzigen Aromen des Oloroso-Fasses, wurde der neue Deanston Oloroso 20 Year Old in Fassstärke mit 55,3 % vol. alc. abgefüllt. Wie bei allen anderen Qualitäten der Deanston- Destillerie wurde der Deanston Oloroso 20 YO ohne die Hilfe moderner Technologie unter Verwendung von besten schottischen Zutaten hergestellt, wie die lokal angebaute Gerste und das weiche Wasser des River Teith. Durch den Verzicht auf Kühlfiltration bleiben die natürlichen Aromen und der Charakter vollständig erhalten.

Nase: Vanille, reife Früchte, Butterscotch, Sherry

Geschmack: Sherry-Süße, weiße Schokolade, Honigkuchen, Muskat, Eichennoten

Finish: würzig und nachhaltig

 

55,3 % vol.

unchill filtered

0,7 L

Deanston Destillery

Seine Herkunft ist eine ehemalige Baumwollmühle mit eigenen Stromturbinen

Im Oktober 1966 entstand aus einer ehemaligen Baumwollmühle aus dem Jahr 1785 in den schottischen Highlands die Deanston Destillerie. Seit dieser Zeit steht hier die Whiskyproduktion unter dem Motto „We put everything we are, into everything we make“. Direkt am River Teith gelegen, versorgt der Fluss die Destillerie mit frischem Wasser, dessen Qualität dem Whisky seinen einzigartigen Charakter verleiht. Durch die Nähe zum Fluß ist die Deanston Destillerie auch heute noch in der Lage, mit ihrem eigenen Wasserkraftwerk Strom – für den Eigenbedarf zur Whiskyherstellung, aber auch für das öffentliche Stromnetz – zu produzieren.

Zertifiziert von der Organic Food Federation

Die für Deanston typische zweifache Destillation erfolgt in traditonellen Kupferbrennblasen ganz ohne moderne Computertechnik. Die abschließende Filtration der Destillate wurde im Jahr 2010 durch den Master-Blender, Ian McMillan, auf das sogenannte un-chillfiltered Verfahren umgestellt. Der Verzicht auf die klassische Kühlfiltration erhält dem Whisky wichtige Geschmacksträger und natürliche Aromen.

Die Worte Handwerkskunst und Natürlichkeit werden bei der Verarbeitung der Rohstoffe bei Deanston groß geschrieben. So wird für die Produktion der Deanston Whiskies ausschließlich regional angebaute Bio-Gerste der umliegenden Bauern verwendet. Auch deshalb ist Deanston von durch die Organic Food Federation zertifiziert.

Deanston Logo

Neue Kurse im TeamSpirit Education Center Rostock

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TeamSpirit Education Center in der Barschule Rostock bietet Managerkurs mit Fachhochschul-Zertifikat und internationaler Anerkennung durch Bildungspunkte (Credit points) an.

Uwe Voigt, Inhaber der staatlich anerkannten Weiterbildungseinrichtung und Privatschule (seit 1992): „Bereits im Jahr 2012 haben wir gemeinsam mit dem Baltic College Schwerin (Fachhochschule für Hotellerie und Tourismus) und der späteren Hochschule des Mittelstandes (FHM), mit 8 Standorten in Deutschland, diese hochwertige Weiterbildung entwickelt. Die Wertigkeit dieser Weiterbildung liegt weit über dem IHK Abschluss geprüfter Barmixer und wird durch die Hochschule begleitet und mit geprüft.“

Die Präsenzzeit an der Barschule Rostock beträgt 15 Tage, inklusive Abschlussprüfung. Danach erhalten die Teilnehmer ein gemeinsames Zeugnis der Fachhochschule und der Barschule Rostock. Im Selbststudium ist nach der Präsenzzeit in Rostock, eine Hausarbeit zu erstellen, die durch die Professoren der FH begleitet und geprüft wird. Bei erfolgreichem Abschluss der Hausarbeit erhalten die Teilnehmer eine Ernennungsurkunde der Fachhochschule zum „CHEF de BAR“ mit 12 internationalen Credit points, die für ein Studium angerechnet werden können.

Die Fortbildung des TeamSpirit Education Center richtet sich an Barmixer, Bartender der Hotellerie, Bar-Szene und Kreuzfahrtindustrie, Gastronomen, Abiturienten und Studierende mit Berufserfahrung als Bartender/in. Es winken der Titel „CHEF de BAR“ und ein Doppelzertifikat der Fachhochschule Baltic College – FHM Schwerin, University of Applied Sciences und der Barschule Rostock, staatlich anerkannte Privatschule.

 

Die Zugangsvoraussetzungen:

Abgeschlossener 3jähriger Ausbildungsberuf und 1 Jahr Vollzeittätigkeit als Barkeeper

oder

Abgeschlossener 2jähriger Ausbildungsberuf und 2 Jahre Vollzeittätigkeit als Barkeeper

oder

Abiturienten und Studierende mit mindestens 1 Jahr Vollzeittätigkeit als Barkeeper

oder

ohne Berufsausbildung und 4 Jahre Vollzeittätigkeit als Barkeeper

  

Die Kosten:     2.400 € für 3 Wochen in Vollzeit, inklusive Prüfungsgebühr der Universität.

Günstige Übernachtungsmöglichkeiten werden gerne vermittelt.

 

Die Termine:   Die nächsten Kurse „Manager of Bar-Business / Chef de Bar“ finden statt vom

22.02. – 12.03.2016

11.07. – 30.07.2016

10.10. – 29.10.2016

 

Das Programm im Kurz-Überblick:

Betriebswirtschaft & Recht

Personalmanagement

Marketing und Fachpraxis = Barmanagement & Bartending

logo_profil

Anmeldung über:

website der Barschule oder über

Barschule Rostock

American Cocktail College / staatlich anerkannte Barschule

Hundsburgallee 12, Rostock

Fon 0381 800 10 4

Fax 03222 150 51 52

E-Mail info@barschule.de

 

COINTREAU CHAMPIONSHIP 2016 goes Academy

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Cointreau – die Basis für eine unzählige Vielfalt von Cocktail-Klassikern, wie zum Beispiel der Margarita, White Lady, dem Cosmopolitan, Sidecar oder Fizz – gehört in jede gut sortierte Bar.  Zahlreiche Firmen haben versucht ihn zu imitieren, und berühmte Barkeeper haben sich von der Vielseitigkeit dieses Likörs inspirieren lassen. Dank seiner perfekten Balance aus süßer und herber Orange, des unnachahmlichem Charakters und der Vielseitigkeit in der Anwendung ist Cointreau unverzichtbar für den Barprofis und Hobbymixer. Und seine Heimat und Qualität ist an keinem Ort der Welt besser erlebbar als im Herzen des Loire-Tals, in Angers.

Die Cointreau Championship mit Facelifting / Experten coachen Talente

Nachdem sich Cointreau in den letzten Jahren konsequent für die Förderung von Talents eingesetzt hat, wird zukünftig weniger der eigentliche Mixwettbewerb – sondern noch stärker der fachliche Austausch im Vordergrund stehen, um noch mehr Bartenderinnen & Bartendern die Teilnahme an der Internationalen Cointreau Academy zu ermöglichen.

Die Anzahl der Mixwettbewerbe in Deutschland ist hoch, doch leider verschwinden die Siegerrezepturen oftmals/häufig im Nirgendwo. Im Gegensatz dazu hat ein von Experten erworbenes Know-How einen viel höheren Wert und auch eine deutlich längere Halbwertzeit.

Der Wettbewerb Cointreau Championship

Von der Erfahrung der „Experten“ profitieren, das bleibt nach wie vor der wichtigste Punkt des „COINTREAU CHAMPIONSHIPS 2016“ – ansonsten ist nichts mehr wie es war, der Wettbewerb wurde vollkommen neu konzipiert; 12 Bar-Talente treffen auf 4 Experten, und das in der Heimat von Cointreau, im Herzen des Loire-Tals in Angers. In Workshops erhalten die Teilnehmer von den Experten wertvolle Einblicke & Kenntnisse und einen Mix-Wettbewerb gibt es natürlich ebenfalls.

In Angers erwarten die Teilnhmer:

Die Experten und die Workshop-Themen

Cordula Langer, Bryk Bar, Berlin: „Der weibliche Gast im Wandel der Zeit“

Torsten Spuhn, Modern Masters, Erfurt: „Der Weg zum Sieg“

Arnd Henning Heissen, Ritz Carlton, Berlin: „Aroma Bouncing & das Wesen des Gastes“

Volker Seibert, Seiberts, Köln: „How to open your Bar”

 

Die Gastgeber

Alfred Cointreau, Master Blenderin Bernadette Langlais & Team

Team Spirit Internationale Markengetränke & Connaisseur

 

Die Teilnahmebedingungen

Teilnehmen können alle Bartender, die in einem gastronomischen Betrieb in Deutschland arbeiten. Die einzige Voraussetzung: Du bist entweder im Alter zwischen 18 und 28 Jahren oder aber verfügst über maximal 3 Jahre Berufserfahrung.

Es gilt zunächst, den Cocktail-Klassiker Fizz mit mindestens 2cl Cointreau neu zu interpretieren. Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, wobei die Grundstruktur eines Fizz bewahrt bleiben sollte. Neben der Rezeptur muss ein Foto des Drinks eingereicht werden.

Zu guter Letzt ist auch eine Referenz gefragt; „Welcher Barchef oder erfahrene Kollege kann Deine Arbeit und Deine Leidenschaft so positiv beurteilen, dass es uns überzeugt, Dich als Talent mit ins Team zu nehmen?“ fragt Cointreau.

Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 01. Februar 2016. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Das Finale

Das Finale findet vom 13. – 16. März 2016 in der Heimat von Cointreau in Angers (Frankreich) statt. Die An- und Abreise wird selbstverständlich organisiert und erfolgt auf Einladung von Cointreau.

Zu den Aufgaben vor Ort gehört es, den eingereichten Fizz zu präsentieren. In einer zweiten Runde geht es um die Cocktailklassiker Margarita, Cosmopolitan, Sidecar und White Lady – die ohne Cointreau undenkbar wären.

 

Die Preise

Neben der Reise zum Finale, der Kontakte und der gesammelten Erfahrungen winkt auch noch Bares: € 1.000 für Platz 1; € 750 für Platz 2 und € 500 für den dritten Platz.

Link zur Anmeldung

www.cointreau-championship.de

Release Bruichladdich Islay Barley 2009

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Der neue Vintage  Bruichladdich Islay Barley 2009 stammt zu 100% aus Islay-Gerste, wird auf Islay destilliert und auch abgefüllt. Das besondere im neuen Jahrgang ist der pure Ausdruck von Klima und Umwelteinflüssen seines Erntejahres. Die Gerste für den Vintage stammt vom Inneren der Insel und wurde im Jahr 2008 geerntet. Dank ihrer hocharomatischen Gerstesorten ‘Publican’ und ‘Oxbridge’, waren die Farmer Hunter Jackson aus Cruach, Gilbie McCormick aus Claggan, Ian McKerrell aus Island sowie Alastair Torrance aus Mulindry für den neuen Islay Barley prädestiniert. Ihre unterschiedlichen Bodentypen und klimatischen Bedingungen ergeben ein völlig anderes Geschmacksergebnis als zum Beispiel ein Vintage aus der Gerste von Mark und Rohaise French aus Rockside an der Westküste der Insel. Ihre im Jahr 2006 geerntete ‘Optic’-Gerste aus dem ‘Ministers’s Field’ wurde zum Beispiel für den 2007-er Jahrgang verwendet. Für den 2006 wurde feinste Gerste aus Kynagarry (Dunlossit Estate) destilliert und der allererste Vintage wurde aus feinstem Islay Barley von Richard Macaire aus Kentraw im Jahr 2004 hergestellt.

 

 

Ein sehr komplexes Thema und im Whisky-Business geradezu gewagt. Bei Spitzenweinen steht „Terroir“ für die subtilen Nuancen an Eleganz, Charakter und Aroma sowie stabile Qualität, welche aus dem perfekten Zusammenspiel von Natur und Mensch entstehen können. Erstaunlicherweise wurde dieses Thema bisher noch nie in Zusammenhang mit Gerste und Whisky gebracht.  Schottische Whiskymarken haben sich bisher als sehr statische Konstrukte präsentiert, mit Produkten, die sich niemals verändern. Achtet man jedoch auf den Einfluss von Terroir und den kompromisslosen Verzicht auf Kältefiltration sowie strikte Ablehnung von künstlichen Farb- und Aromastoffen, so entstehen wunderbare Produkte jenseits von Konformität und dem immer gleichen Geschmack.

Bruichladdich glaubt daran, dass jedes neue Erntejahr, jede Gerstensorte und jedes Anbaugebiet einen ganz eigenen Charakter hervorzubringt. Einzigartig, authentisch und nicht reproduzierbar.

THE GLOBAL SHOWDOWN – Jose Cuervo Don of Tequila, Mexico 2015

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Koji Esashi ist der neue Cuervo Don of Tequila – er hat das internationale Finale der erstmals ausgetragenen Jose Cuervo Don of Tequila Competition 2015 gewonnen. Neben dem Titel „Don of Tequila“ und einer Reise nach Mexiko kann er sich zusätzlich über 500 Liter seines selbst hergestellten Jose Cuervo Tequila Blends freuen. Insgesamt hatten sich für das internationale Finale, das in Mexiko in der Jose Cuervo Destillerie „La Rojena“ ausgetragen wurde, die Besten der Besten aus 16 Ländern qualifiziert. Der deutsche Teilnehmer Lee Daniel Hobbs kam unter die besten Fünf.

Über 1.800 Barkeeper hatten zunächst eine neue Rezeptur für einen Jose Cuervo Shot kreiert. Rezeptur, der Name des Drinks inklusive eines Fotos und einer Beschreibung des Drinks waren einzureichen. Die Top 12 eines jeden Landes nahmen dann an einem nationalen Finale teil, bei dem die Jury neben den Drinks auch Leidenschaft, Mut und Cojones eines Don‘s beurteilte.

Als neuer Don of Tequila tritt Koji in die großen Fußstapfen der weltweit größten Tequila-Legenden. Jose Cuervo Dons sind die wahren Tequila Helden der Vergangenheit und Gegenwart. Sie verkörpern das Handwerk, die Leidenschaft und den erforderlichen Mut, die Jose Cuervo zum weltweit beliebtesten Tequila machen. Sie glauben unerschütterlich an die Qualität und den Geist des Tequilas sowie an das 250 jährige Erbe – echte Verbundenheit, wahre Freundschaft und gute Zeiten – das nach wie vor aktuell ist und gelebt wird.

Seinen Erfolg kommentierte Don Koji mit den Worten: „Ich bin so glücklich, die Don of Tequila Competition gewonnen zu haben und der Jose Cuervo Familie beizutreten. Es war eine großartige Reise, und ich habe viel gelernt. Als Don freue ich mich auf die Aufgabe, den Menschen mehr über Tequila zu erzählen und den “Götterschluck“ bekannter zu machen.“

„Nach einem spannenden Finale“ so Juan-Domingo Beckmann, Vorstand von Jose Cuervo,
“freuen wir uns, Koji Esashi als unseren neuen Don of Tequila bekannt zu geben. Aus Hunderten, haben wir den Einen gefunden, der über die Leidenschaft und Kreativität verfügt, die wir von einem Don erwarten. Don Koji zeigte die Entschlossenheit, die Kompetenz und kompromisslose Leidenschaft, die die Qualität von Jose Cuervo seit über 250 Jahren auszeichnet.“

Der deutsche Hoffnung Lee Daniel Hobbs aus der „Good Old Days Dance Bar“ in Hamburg schaffte es, neben dem späteren Sieger aus Japan und den Teilnehmern aus Korea, Zypern und den Vereinigten Arabischen Emiraten unter die letzten fünf. Eine großartige Leistung, die neben der perfekten Drink-Präsentation auch Sensorik-, Aroma Tests, Foodpairing und die Arbeit in den Agavenfeldern beinhaltete.

Hobbs berichtet: „es wurde lange diskutiert, wer der neue Don sein wird. So stelle ich mir die Stimmung bei DSDS oder X-Faktor vor – es war sehr spannend für alle Beteiligten! Als die Entscheidung verkündet wurde, war ich kurz enttäuscht – aber gleichzeitig freute ich mich für den japanischen Kollegen. Wir haben dann ausgiebig gefeiert und egal wie diese Competition ausgegangen ist, ich habe Freunde fürs Leben gewonnen und hatte eine richtig gute Zeit mit Jose Cuervo in Mexiko.

Jose Cuervo hat den Anspruch, das Wissen rund um Tequila in der Welt zu verbreiten, und der Wettbewerb diente als ein weiterer Aspekt dessen. Das Herzstück bildet die Homepage, auf der viel Wissenswertes zur Geschichte, Herstellung, dem Spirit und natürlich auch Drinkvarianten zu finden sind.

Der Don of Tequila Wettbewerb fand in den folgenden Ländern statt: Frankreich, Italien, Schweiz, Deutschland, Griechenland, Vereinigte Arabische Emirate, Brasilien, Kolumbien, Peru, Puerto Rico, Argentinien, Chile, Philippinen, Neuseeland, Korea, Japan und Zypern.

Bild Jose Cuervo Dons of Tequila 2015 Finale – Teilnehmer und Jury: v.l.n.r: Benjamin Padron Novoa, Esther Medina Cuesta, Lee Daniel Hobbs, Laura Duca, Don Louis, Koji Esashi, Dona Araceli, Don Francisco, Sung-Min Park, Stefanos Athanasiou, Julio Bermejo

Zigarre & Drink – Die richtigen Begleiter

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Zigarre & Drink – die Auswahl an feinen Rauchwaren ist gross, die Vielfalt der Drinks ebenfalls. Da liegt die Frage nahe; „wie finde ich den jeweiligen, passenden Begleiter?“ Wir haben mit Profibartendern gesprochen, um diesem Thema einmal praxisorientiert nachzugehen. Wer empfiehlt seinen Gästen welche Zigarre, und vor allem wozu? Denn die Bar ist für Getränke da. Wenn sich beide Elemente verbinden, noch schöner. Selbstredend für Smoker’s only, und von Smokern only.

Eine kurze Studie zur Lage des feinen Rauchs in der Republik.

„Eine Zigarre braucht einen passenden Begleiter“ so Michael Nagy aus der Harry’s New York Bar in Frankfurt. „Leichte Musik; einen guten Drink und eine Zigarre, so stellt sich der Gentleman seinen Feierabend seit Jahrzehnten vor. Dabei ist zu sagen, dass sich die Geschmäcker scheinbar geändert haben. Wurden noch bis vor wenigen Jahren meistens Whisky; Cognac und manchmal ein Rum getrunken, so zählt es keineswegs als Fauxpas sich zu einer leichten Zigarre einen Gin Tonic zu bestellen. Hierfür unsere Empfehlung: Davidoff Special R mit Botanist Islay Dry Gin und einem Fevertree Tonic. Dieser trockene Gin hat genug Würze und Eigenaroma, um ein wunderbarer Begleiter zu einer Zigarre zu sein.

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Ein Klassiker unter den Zigarrenherstellern ist die Firma Bolivar. In der Regel sind die Zigarren, der auf Cuba beheimateten Zigarrenmanufaktur, kräftiger mit einer schönen Würze und einer wohlschmeckenden Süße. Diese Aromen schreien nach einer dunklen Spirituose.

Gibt es viele unter den Zigarrengenießern, die der Meinung sind, dass zu einer kubanischen Zigarre ein kubanischer Rum gehöre, so empfehlen wir in der Harry’s New York Bar in Frankfurt beispielsweise zu einer Bolivar Belicousos einen Bruichladdich Scottish Barley The Classic Laddie. Die leichten blumigen Noten dieses Whiskys ergänzen die schweren Noten der Zigarre ideal.

Michael Nagy

Eine relativ neue Serie aus dem Hause Davidoff ist die Nicaragua Serie. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um Tabakblätter aus der dominikanischen Republik, sondern aus Nicaragua. Eher Unterholz-Noten sowie leicht lederne Aromen sind die markanten Geschmäcker dieser Zigarre. Wir finden persönlich zwei Spirituosen die zu ihr sehr gut passen. Das wären zum einen der neu auf dem deutschen Markt erhältlichen Buffalo Trace Bourbon, sowie der Cognac aus dem Hause Rémy Martin in der Qualitätsstufe Coeur de Cognac. Der Bourbon spielt mit seiner raffinierten Süße und leichten Schärfe, die ein wohliges Mundgefühl erzeugen. Gaumenschmeichlerisch hingegen wirkt der Cognac von Rémy Martin. Sein langer Abgang in Verbindung mit der traubigen Note, lassen die Kombination von Zigarre und Spirituosen wie ein Feuerwerk auf der Zunge wirken.“

Michael Paul Nagy, Harry`s New York Bar& Davidoff Lounge /Lindner Hotel& Residence Main Plaza

 

„Islay-Fans rate ich die Kombination eines „Classic Laddie“ von Bruichladdich Hebriden Distillers, mit einer Cohiba Siglo VI zu testen. Den Freunden schöner, leichter Torpedos aus Nicaragua sei Mount Gay XO aus Barbados empfohlen.

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Dem Einsteiger in die Rauchware lege ich gerne die Zigarren von Griffins an Herz – mit einem Glas Bunnahabhain, dem „Gentle Taste of Islay. Der Genuss von Zigarren muss allerdings nicht immer auf Rum oder Whiskey beschränkt sein, auch ein toller Cognac oder Weinbrand kann hier ein super Begleiter sein. Zum Abschluss unserer Gourmet-Tastings ist zum Beispiel die Kombination eines Asbach 21 Jahre mit einer Mille Fleur von Partagas eine höchst gefragte Kombination“.

Markus Kern

Markus Kern, InLive Cocktailschule, Frankfurt

 

Gleiches Echo aus München und Berlin

„Die Kombination eines 21 Jahre gereiften Asbach Selection mit einer Perdomo Small Batch 2005 ist für mich ideal, um den Abend gebührend abzuschliessen, unabhängig ob an der Bar oder der schönen Isar.“

Adriano Paulus

Adriano Paulus, Mixologe aus der Münchner Negroni Bar und Zigarrenliebhaber

Asbach Selection 21 J Flasche 300dpi NEU

„Berlin macht Zigarren und Weinbrand Club-tauglich. Hier bevorzugt man Short Tubes und Long Drinks, am liebsten eine Romeo y Julieta Short Churchill oder eine Flor de Selva Siesta und dazu ein Asbach Tropical Cola (⅓ Asbach 8, ⅓ Coca Cola, ⅓ Thomas Henry Mystic Mango).“

Tino Hiller

Tino Hiller, Dean Berlin

 

 

Wer passt zum wem?

Ewald Stromer aus München gibt den Schnellüberblick…

Ewald Stromer

BRUICHLADDIE CLASSIC LADDIE = Dom. Rep.

PORT CHARLOTTE SCOTTISH BARLEY =Nicaragua

EAGLE RARE Kentucky Straight Bourbon, 10 YO = Kuba

ASBACH 21  = = Kuba, ideal zu Montechristo No 2

 


Und abschliessend für alle die gerne mixen noch ein paar schöne Rezept-Tipps zur Zigarre:

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The Great Bucksby

5 cl Asbach 8 Jahre, 2 dash Angostura, 1 cl Zucker, 2 cl LimettensaftAuffüllen mit Ginger Beer

Deko: 2 Zweige Minze

 

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The Big Buck

4 cl Asbach 8 Jahre, 2 cl Cointreau, 1 cl Zitronensaft, Auffüllen mit Ginger Beer

Deko: Zitronenzeste

UNICUM – Einen auf die Zwetschke!

Von | Kräuter | 3 Comments

Der weltweit erste Kräuterlikör, der auf gedörrten Zwetschken im Eichenholzfass reift, kommt endlich auch nach Deutschland.  In Ungarn feiert Uncium „Szilva“ (Zwetschke) bereits seit zwei Jahren große Erfolge und entwickelte sich innerhalb von nur zwölf Monaten zur drittgrößten Premiumspirituose des Landes. Das angepeilte Volumen wurde um ein Vierfaches übertroffen. 


In Deutschland wurde der Kräuter-Shootingstar Unicum Zwetschke auf dem Bar Convent Berlin 2015 erstmals der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. Die Familie Zwack war hierzu eigens angereist, um persönlich die Innovation auf der Messe vorzustellen. Drei Tage verbrachte sie mit Management und Distributionsteam von TeamSpirit in Berlin, und stand für persönliche Gespräche mit Bartendern, Fachhandel und Gastronomiemitarbeitern bereit. Die Zeit verging im Fluge, und keine Minute ohne ein Gespräch. Es hat sich gelohnt, denn die Vorstellung der Innovation im Kräuterlikörmarkt war eines der Messe-Highlights von TeamSpirit (Distributeur für den Fachhandel und die Gastronomie in Deutschland). Ab sofort ist Unicum Zwetschke ausserdem im Sortiment der Diversa Spezialitäten GmbH für den Deutschen Lebensmittelhandel lieferbar.

 

Die Basis ist der klassische UNICUM

Der Kräuterlikör Unicum, der seit 1790 nach unveränderter Rezeptur aus über 40 verschiedenen Kräutern hergestellt wird, und in Ungarn als Nationalgetränk gilt, ist die Basis des neuen Likörs. Unter Verwendung von hochwertigem ungarischem Maisbrand wird ein Teil der Kräuter mazeriert, ein anderer Teil destilliert. Nach etwa 30 Tagen werden Destillat und Mazerat sorgfältig miteinander vermischt und anschließend in Eichenholzfässern gelagert, wo sie mindestens 6 Monate reifen. Das Rezept des Unicums ist bis heute nur der Herstellerfamilie Zwack aus Budapest bekannt. Auf vier Kontinenten wird diese Urrezeptur in vier verschiedenen Banken und in vier verschiedenen Teilen aufbewahrt.

Die Reifung auf getrockneten Zwetschken macht den Klassiker zur Innovation

Damit es schließlich ein Unicum Zwetschke wird, reift der fertige, bereits gelagerte Unicum nochmals mehrere Monate auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern. So entsteht ein völlig neues Geschmackserlebnis. Durch die gedörrten Früchte erhält der Kräuterlikör nicht nur seine fruchtige Note, sondern auch eine angenehm ausgewogene Süße. Das aufwendige Produktionsverfahren verleiht ihm seine unverwechselbare Harmonie und Geschmeidigkeit.

Erfolgsversprechende Vielseitigkeit

Im Gegensatz zu einem klassischen Unicum ist der Unicum Zwetschke ein wahrer Allrounder, als Shot wie auch zum Mixen geeignet und wird mit aufgrund seiner hohen geschmacklichen Akzeptanz auch in jüngeren Zielgruppen schnell seine Freunde finden.

 

Octomore Islay Barley 7.3

Von | Whiskey | Keine Kommentare

Die Geschichte des Octomore Islay Barley 7.3 beginnt mit einem Pachtvertrag AD 1960.

Schon der Vater von James Brown war Viehzüchter auf Islay. Er erhielt im Jahr 1960 den Pachtvertrag für einen besonders fruchtbaren Landstrich namens “Octomore”, der sich auf der Hebriden-Halbinsel Islay befand. Noch heute erinnert sich James sehr gut daran, wie er mit seiner Familie die Rinder von der alten Farm in Carn, seinem Geburtsort, quer durch das Küstenstädtchen Port Charlotte bis hin zu den Octomore-Weiden auf den Hügeln trieb. Diese beherbergten zwar auch die Ruinen einer stillgelegten Brennerei, doch damals, im Alter von gerade mal acht Jahren, dachte James noch nicht einmal im Traum daran, dass sein neues Zuhause eines Tages für einen der berühmtesten Whiskys der Welt mit dem höchsten Kultfaktor stehen sollte.

James betreibt heute selbst in den Highlands eine eigene Zucht mit preisgekrönten Angus Rindern. Jedoch nicht sein bei Gourmets beliebtes Fleisch sollte ihn berühmt machen, sondern die tiefe Freundschaft zu den Arbeitern der benachbarten Bruichladdich Brennerei. Die Entscheidung, den am stärksten getorften Whisky der Welt nach seinem Land zu benennen, war das Ergebnis eines gemütlichen Abends unter Freunden.


Aus einer heißen Diskussion um „was wäre wenn…“ entstand die legendäre Octomore Serie, die heute einen einzigartigen Kultstatus in der internationalen Whiskywelt besitzt. Eine Idee, die das Leben der Brown Familie für immer verändern sollte… Angesteckt von dieser großartigen Whisky-Vision, begann James im Jahr 2008 auf Octomore auch Gerste anzubauen. Sein großer Traum war es, eines Tages den absoluten Octomore herstellen zu können – ein gleichnamiger Whisky aus 100% Octomore-Gerste, gereift in der salzigen Luft der wilden Hebriden – die absolute Essenz des Kult Klassikers!

Die Neuorientierung war aufgrund der unstabilen Wetterlage auf Octomore in vielerlei Hinsicht kein einfaches Unterfangen. Da waren zum einen das hungrige Rotwild und die Gänse auf den Feldern, die alten Bewässerungskanäle mussten erneuert werden und die größten Steinbrocken, die drohten, die Erntemaschine zu zerstören, wurden mühsam entfernt. Zu guter Letzt war der Ertrag auf Octomore nur halb so groß, wie man es von den Gerstenfeldern auf der schottischen Hauptinsel gewohnt war… aber hier ging es ja nicht um Volumen – sondern um eine großartige Vision sowie die enge Bindung zur Heimat und den Menschen in und um Octomore.
Jeder der Bruichladdich Terroir-Whiskys aus Gerste von spezieller Herkunft ist aufgrund der Klimaunterschiede, Gerstensorte sowie der Bodenzusammensetzung in Geschmack, Ausdruck und Charakter Art absolut einzigartig.

Der neueste Ausdruck dieser „Octomore aus Octomore“-Philosophie wurde auf der speziellen Lage namens „Lorgba Field“ angebaut, im Jahr 2009 destilliert und bekam den geheimnisvollen Namen „7.3“. Mit seinem unglaublich hohen Phenolgehalt von 169 ppm besitzt er dennoch eine beeindruckende Samtigkeit und wurde für die perfekte Balance in Fasstärke mit einem Alkoholvolumen von 63% abgefüllt.
Für Whiskykenner ist jeder Octomore eine wahre Herausforderung für die Sinne und ein großartiger Genussmoment im Glas – aber in jedem dieser Torfgiganten steckt auch die eben erzählte Geschichte über die Gründe, warum sich diese Whiskys von anderen stark unterscheiden und warum man bei Bruichladdich so stolz auf sie ist.  Denn sie sind die Erfüllung eines großen Traums – Land und Whisky im Glas auf perfekte Weise für immer vereint.

Wie immer streng limitiert, dafür die doppelte Freude wenn man ihn kostet.

0,7l – 169 PPM – 63% vol.

RÉMY MARTIN 1738 Accord Royal – ein königlicher Genuss

Von | Bar | Keine Kommentare

Das Haus RÉMY MARTIN stellt nach der erfolgreichen Einführung in den USA jetzt auch in Deutschland seinen neuen Fine Champagne Cognac vor: RÉMY MARTIN 1738 Accord Royal.

Dieser besondere Cuvée wird auch in Deutschland anspruchsvolle Spirituosen-Kenner und Liebhaber begeistern. Beste Eaux-de-Vie aus der Grande und Petite Champagne vereint durch die traditionelle Handwerkskunst des Marktführers für Premiumcognac in Deutschland.

1738 Accord Royal

Der Name des neuen Produktes und seine Ausstattung haben dabei folgenden geschichtlichen Bezug:  Der französische Monarch Louis XV war so begeistert von feinen Cognacs, dass er 1738 der Maison RÉMY MARTIN seine Unterstützung per königlichem Beschluss, dem sogenannten „Accord Royal“ zusicherte. Dieser Beschluss markiert einen wichtigen Zeitpunkt in der Firmen-Geschichte, denn erst durch dieses verbriefte Recht aus der Hand von König Louis XV war die Anpflanzung neuer Weinreben möglich, was eine ausserordentlich zu schätzende Ausnahmegenehmigung darstellte. Allen anderen Cognac-Häusern war zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt mehr Land zur Erweiterung des Weinbaus zu verwenden.

1738 Accord Royal
Diesem historischen Anlass zu Ehren kreierte der 1997 amtierende Kellermeister Georges Clot eine außergewöhnliche Cuvée. Gemäß den traditionellen Herstellungsmethoden wurde eine handverlesene Auswahl an Eaux-de-Vie aus der Grande Champagne und Petite Champagne vermählt, die in speziell getoasteten Eichenfässern reiften. Die Destillation erfolgte traditionell auf der Hefe und in kleinen Kupferbrennblasen. Das Ergebnis ist ein Cognac von großartiger Kraft, Reife und unglaublicher Weichheit; Rémy Martin 1738 Accord Royal.

1738 Accord Royal
In der Nase zeigt er großzügige Noten von Pflaume und Feigenmarmelade, die durch intensive Eichennoten sowie Noten von Toffee und geröstetem Brot abgerundet werden. Am Gaumen entfaltet sich ein cremig-schmelzender Geschmack von Butterscotch und gerösteten Gewürzen mit Anklängen von Bitterschokolade. Sein Körper ist außergewöhnlich rund, mit cremigem Nachgeschmack und einer Konzentration nussiger Aromen.

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THE BOTANIST und mein erstes Mal „Foraging“

Von | Gin, Kräuter | Keine Kommentare

Ich bin auf den Weg nach Islay. The Botanist Islay Dry Gin is calling. Foraging ist unser Thema. Und da will ich ordentlich vorbereitet sein….

Leider darf man mittlerweile immer noch nicht Messer im Handpäck mitführen. Im Koffer aufgeben werde ich das Messer meines Grossvaters jedoch nicht. Wofür ich das brauche? Das erklärt sich im späteren Verlauf….Ich beginne meine erste Reise nach Islay zum Thema FORAGING folglich ohne eigene Klinge, dafür mit einem flugtauglichen und gewaltfreien Buch von Paul Chambers zum Thema Foraging, einem Strauss frischer Kräuter aus dem Garten meiner Mutter, und einem Koffer voller Dinge, von denen bislang nur meine Frau und ich wissen dass ich sie mitführe.


Meine Reisegruppe treffe ich in Düsseldorf, Glasgow und Islay. Es ist eine Reise der anderen Art, kein üblicher Geschäftsbesuch, sonder ein Trip in die unberührte Natur – in einer kleinen Gruppe von interessierten Bartendern, mit denen ich auf die Hebrideninsel Islay reisen darf. Drei Tage weg vom Business-Alltag, die ich mir selbst nehmen werde um das Thema zu inhalieren…

UNSERE GROSSELTERN WAREN FORAGER

Meine Grosseltern sprachen mehr schlecht als Recht Englisch, und doch hat ihre Generation das, was heute unter „Foraging“ von Paul Chambers und anderen beschrieben und praktiziert wird, aus lebensnotwendigen Umständen am eigenen Leib erlebt. Schon in den Vorkriegsjahren des zweiten Weltkriegs entstanden so z.B. für die Generation unserer Grosseltern Gartensiedlungen (vgl: Reichsheimstättengesetz), um die Bevölkerung in den bevorstehenden Kriegsjahren unabhängig von der Versorgung zu machen, indem man Wohnraum subventionierte der an den Anbau von Obst, Gemüse und die Kleinviehhaltung gebunden war. Unsere Generation hat selbst – glücklicherweise – auch die Nachkriegsjahre nicht mehr erleben müssen, und shoppt heute ganz selbstverständlich im Supermarkt nach Einkaufszettel. Wobei man auch lobenswerter Weise dem mündigen und immer aufgeklärteren Bürger und auch dem Handel danken muss, dass es in den letzten Jahren einen merklichen Trend zu regionalen Produkten gibt, die der Supermarkt direkt vom Obsthof oder Bauer der Region bezieht.


Unabhängig von dieser – sehr convenienten Versorgungssituation – ist mein Eindruck dass immer mehr Garten- und Balkonbesitzer anfangen ihre Kräutertöpfchen und kleinen Gemüsebeete zu hegen und pflegen.

Paul Chambers und alle die heute FORAGING betreiben gehen da noch einen Schritt weiter. Sie sammeln in der freien Wildbahn, wobei das nicht so einfach ist wie es sich anhört.

In der Eifel, hörte ich von Freunden, fallen nicht selten organisierte Trupps auf, die die Wälder durchstreifen und komplett leerpflücken. Und während unserer Urlaubsreisen habe ich sie oft gesehen; Privatleute die am Rand der Landstrasse in der Provence wie in Polen gleichermassen campieren. Nicht aus Romantik, sondern um Geld zu verdienen, denn sie verkaufen Pilze und Beeren, die sie zuvor in den Wäldern gesammelt haben. Oft haben meine Frau und ich diskutiert, ob man hier kaufen sollte oder nicht… Nach der Lektüre zum Thema Foraging wird mir jetzt einiges noch klarer, was ich gerne hier teilen möchte.

Denn so gross die Verlockung auch ist, die Beere oder das Kraut zu pflücken, die man in der Natur sieht, so wichtig ist es mit dem richtigen Grundwissen und in verantwortungsvoller Weise aktiv zu werden, sich selber wie auch der Natur zuliebe. Es gibt Pflanzen, die nicht nur ungeniessbar und/oder Schadstoffbelastet, sondern gar giftig sind. Abgesehen von den als bedrohte Art eingestuften Exemplaren.

MERKE: NICHT JEDER ORT IST FORAGING-GEEIGNET

Der Rand vielbefahrener Strassen bespielsweise ist in mehrerlei Hinsicht eine ungeeignete Quelle für frische Nahrungsmittel, denn er beherbergt so ziemlich alles was man nicht in seinem Mund haben möchte; Streusalze, Unkrautvernichtungsmittel, Reifenabrieb, Öle und Schwermetalle. Abgesehen davon hinterlassen Menschen wie Tiere dort Abfälle jedweder Art. Also streichen wir diese Quell mal ganz schnell.

Paul Chambers hat in London grüne Zentren entdeckt, in denen man wider Erwarten foragen kann. Damit meint er nicht die grünen Rasenflächen und liniengezogenen Beete, die mittels Chemie unkrautfrei bleiben, sondern vielmehr unkultivierte Nischen, warnt aber gleichzeitig von alten, industriellen Flächen die zwar augenscheinlich von der Natur übernommen anmuten, aber noch für Jahre belastet sind, bevor man hier ohne eingehende Vorabanalyse Nahrungsmittel pflücken sollte. Und da der gemeine Forager kein mobiles Labor mitführt, gilt die Regel alte Industrieanlagen zu meiden. Das gleiche gilt für intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, deren Bewirtschaftung Pestizide und Herbizide vorsieht. Die grünen Nischen übrigens benötigten wundersamerweise manchmal kaum grosse Menge an Erden, vielen Pflanzen reicht das was sie zwischen Plastersteinen, Mauernischen und alten Dächern finden schon als Nährbasis.

VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT DER NATUR

Es gilt das, was wir aus dem Strassenverkehr kennen; Schilder beachten. Privateigentum achten.

Geschützte Flächen respektieren. EIn Abzupfen von Kräutern im Naturschutzgebiet (Engl: SSSI’s = sites of specific scientific interest) ist kein Kavaliersdelikt.

Die Forager sind sich einig was die Grundregeln betrifft:

Benutze immer eine Schere oder Messer, die Pflanzen niemals abreissen. Und schon gar nicht ausreissen. Und nehme immer nur soviel, dass die Pflanze sich regenerieren kann. Lass ihr Blätter zum Leben. Und auch der Natur ihren Teil, die Blüten beispielweise sind für Insekten lebenswichtig. Foraging ist kein Einsammeln bis nichts mehr übrigbleibt. Wer seinen Apfelbaum erntet, der schneidet auch nicht alle Äste komplett ab, sondern pflückt behütsam ohne den Baum zu verletzten oder ihm seine Lebensenegrie zu entziehen.

Geh nicht immer wieder an die gleiche Stelle. Auch wenn es in unserer DNA steckt, dorthin zurückzukehren wo wir wissen „DA IST DAS FUTTER GUT“. Du bist hier nicht in der Pommesbude. Suche weiter – denn die Natur braucht ihre Zeit um nachzuproduzieren.

FORAGING IST KEIN SHOPPING

Lass die Plastiktüte zu Hause, nehm stattdessen eine Box mit. Kräuter und Blüter sind darin zigmal besser aufgehoben.

Und zu gutem Schluss noch ein Rat:

NEHM UND ISS NUR DAS WAS DU KENNST

Ess niemals etwas, von dem Du Dir nicht zu 100% sicher bist was es ist.

Wann auch immer Du zweifelst, lass es. Es gibt zwar weniger giftige Pflanzen und Pilze als essbare, aber es sind immerhin noch genug…


Soviel für heute, die Propellermaschine wartet und ich kann Islay quasi schon riechen…

Tim Nentwig