Deanston 18 Years old

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Heute schauen wir uns den 18 jährigen Highland Single Malt Scotch aus dem Hause Deanston einmal genau an. Und Achtung, Spoiler: Es handelt sich hier um einen klasse Whisky aus der noch relativ jungen Deanston Geschichte kreiert vom ehemaligen Masterblender Ian MacMillan. Alle Whiskys des Hauses Deanston wurden ausschließlich aus regionaler Gerste der umliegenden Bauern hergestellt und sind zum Teil sogar durch die Organic Food Federation zertifiziert.

Das Design kommt in der gewohnten Deanston Flasche mit dem langen Hals, dem zylindrischen Bauch und einem schönen, aufgeräumten Etikett mit toller Haptik. Zugeteilt wurde ihm ein weiches Braun, das schon etwas an helleres Leder erinnert und der goldbraunen, karamelligen Farbe des Inhaltes sehr schmeichelt. Ob mit oder ohne Umverpackung ist dieser Single Malt in jedem Whiskyregal ein echter Hingucker.

Nach 16 Jahren Reifung in Second Fill Bourbon Fässern aus Kentucky mit anschließendem zweijährigen First Fill Bourbon Fass Finish, wurde dieser Deanston mit 46,3 % vol. un-chill filtered und ohne Zusatz von Farbstoffen bei Deanston selber in den schottischen Highlands abgefüllt.
Das Lagerhaus besteht aus meterdicken Steinwänden und einem ebenbürtigen Dach, wodurch ein konstantes Klima unter dauerhaft kontrollierten Bedingungen entsteht.

 

Das Aroma reicht von ausgewogen und süß über Vanille und Honig bis hin zu einer leichten Bourbonfass Note mit etwas floralem Hintergrund, außerdem leicht würzig.

Geschmacklich wie oben angekündigt absolut empfehlenswert! Sehr angenehmes Mundgefühl, malzig, süß, leichte Eiche und Toffee.

Im Abgang ist der 18 jährige Deanston trotz seiner 46,3% sehr weich, milder Alkohol bleibt aber natürlich erhalten. Im Übergang heuig, deutliche aber nicht kräftige Eiche. Keine Spur von Bitterkeit. Toffee wird dunkler und röstiger, Noten von frischem Brot, am Ende leicht schokoladig. Rundum ein Geschmack, der lange im ganzen Mund erhalten bleibt.

Fazit: In dem noch relativ jungen Dasein der Deanston Destillery zählt der 18 jährige schon zu den älteren Produktionen des Hauses, bringt aber dennoch keine Spur von Unerfahrenheit mit.
Wer sich gerne eines milden und süßen Whiskys mit vielen Aromen erfreut, kommt hier sicher auf seine Kosten. Das Preis-Leistungsverhältnis befindet sich absolut in der Waage. Kurzum: der Deanston 18 ist sein Geld auf jeden Fall Wert!

Oh Colonel mein Colonel – Small Batch Bourbon vom Feinsten

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Colonel Edmund Haynes Taylor Jr. gehörte zu den sogenannten “Bourbon Aristokraten” Kentuckys. Er war ein Mann der Innovationen und setzte ausschließlich Kupferbottiche zur Fermentierung statt der üblichen hölzernen Bottiche ein. Das war nicht nur einzigartig sondern auch ausgesprochen teuer für seine Zeit. Er baute Stills aus massivem Kupfer. Dies inspirierte Taylor auch, seine Distillierie in Frankfort O.F.C. zu nennen, was für Old Fashioned Copper steht. Er führte den “Bottled in Bond Act” ein, symbolisiert durch eine Flaschen-Banderole, einer der ersten Qualitätskontrollen in der Whisky-Industrie. Und er baute das erste klimatisierte Lagerhaus der USA. In seiner Lebenszeit gründete und/oder besaß er sieben verschiedene Distillerien. Die erfolgreichsten waren die O.F.C und die Carlisle Distilliery, Vorgänger der heutigen Buffalo Trace. Taylor zu Ehren wird auch heute noch nach seinen Vorgaben eine der hochwertigsten Whiskey-Sammlungen produziert.

Colonel EH Taylor Small Batch

Die von Colonel Taylor patentierte Technik, die Maische (mash) ganz natürlich tagelang vor Destillation sauern zu lassen, kam auch hier zum tragen. Dieser Sour Mash Batch Bourbon Whiskey wurde im Jahre 2002 destilliert, unter Anwendung der vorher beschriebenen Methode. Er zeigt Charakter und Körper wie kein anderer heutzutage. Ein echter „Top-Class“ Bourbon.

Nase: Aromatisch und mild, Süße und Lakritzaromen

Geschmack: Karamellige Maissüße, vermischt mit Butterscotch und Lakritz

Finish: Weiches Mundgefühl, das sich in subtile Gewürze von Pfeffer und Tabak verwandelt

Auszeichnungen 2018:
2018 Silver Medal – New York International Spirits Competition
2018 Gold Medal – Los Angeles International Spirits Competition
F. Paul Pacult’s Spirit Journal Rating: 5 stars / Highest Recommendation

Alkoholgehalt: 50 % vol.

 

 

 

Große Pläne bei Bunna – Umbau gestartet

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Bunnahabhain wird in drei Jahren ganz neu aussehen / Die Arbeiten auf Islay haben begonnen

Nach dem 10,5 Millionen Pfund schweren Investitionsplan von Distell International beginnt aktuell eine umfassende Modernisierung der Bunnahabhain Distillery auf Islay, die ein dreijähriges Renovierungsprogramm vorsieht. Die Destille  liegt am nördlichsten Punkt der Insel Islay, was den Umbau logistisch herausfordernd gestaltet. Im Rahmen der Modernisierung ist vorgesehen, einige der ursprünglichen Gebäude sorgfältig in ihrem alten Glanz zu restaurieren,  während andere entfernt und verlegt werden, um mehr Platz zu schaffen, einen besseren Betriebsablauf auf dem Gelände zu ermöglichen und das Erlebnis für die Besucher zu verbessern. Dementsprechend ist auch der Bau eines Besucherzentrums mit Café geplant, das einen atemberaubenden Blick auf die Bunnahabhain Bay verspricht und so den „Sound of Islay“ erlebbar macht. Mit dem Abriss von vier Lagergebäuden, sowie dem Beginn der Modernisierungen des bestehenden Pumpenhauses haben die Arbeiten bereits begonnen. Bisher wurden über 99% der beim Abbruch verarbeiteten Materialien recycelt, wobei der Großteil für die Wiederverwendung aufbewahrt wurde.

Weitere geplante Baumaßnahmen sind die Errichtung eines neuen Abfülllagers, die Sanierung des Produktionsgebäudes sowie sechs Häuser neben der Brennerei, die zukünftig als Gästehäuser zur Verfügung stehen sollen. Der Entwicklungsplan und die Phasen der Aktivitäten wurden sehr sorgfältig geplant  um sicherzustellen, dass die Whiskyproduktion und das Besuchererlebnis während dieses Zeitraums so wenig wie möglich beeinträchtigt werden.

 

Mehr zum Projekt auf: https://buff.ly/2H0DDrm

 

 

Der neue Zehner von Octomore

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OCTOMORE TEN YEARS | DIALOGOS – THE OUTLIER.

Da Octomore 09.1 bis 09.3 allesamt im Jahr 2012 sowie aus der Sorte Concerto destilliert wurden, lag es nahe, für die Nummer 4 die Kriterien etwas abzuwandeln. Mit ihren zehn Jahren Reife ist die mittlerweile dritte Ausgabe des Octomore Ten Years eine Hommage an Single-Malt-Größen wie 06.2 und 07.4 und der absolute Ausreißer der aktuellen Serie.

Octomore Ten Years repräsentiert eigentlich alles, was ein Octomore nicht sein sollte: doppelte Reifezeit, kombiniert mit einer sehr komplexen Reifung in ehemaligen Bourbon-, Cognac- und Portfässern sowie naturbelassener Virgin Oak. Und dennoch überzeugt das Ergebnis! Bei Bruichladdich sagt man: „Mit jedem Octomore entwickeln wir uns immer weiter. Nur so entsteht aus vielen einzelnen Faktoren etwas Großartiges, das sich am besten in den Worten von Aristoteles ausdrücken lässt: Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

Ein Dram von enormer Tiefe, der sich erst mit der Zeit erschließt. Mehr als die Summe der einzelnen Teile erzählt der Octomore Ten Years seine ganz eigene Geschichte. Intensiv und vollmundig mit Noten von Schokolade, Tabak, Lagerfeuer und Leder, Vanillepudding, Blaubeeren, trockenes Stroh und Birnenbonbons. Würzig wärmend wie Glühwein, Tabak, Malz und Puderzucker, gehüllt in einen Mantel aus erdigem Torfrauch. Trocken am Gaumen.

Eckdaten:

Destilliert 2008, Erntejahr 2007
100% schottische Optic-Gerste
167PPM
Non-Chill filtered und ohne Farbstoff

Full-Term-Reifung in 1st-Fill-Port-Pipes (37%), 1st-Fill-Cognac-Fässern (31%), 2nd-Fill-Ex-American-Whiskey-Fässern (20%).
3 Jahre in 1st-Fill-Ex-American-Fässern, 2 Jahre in Virgin-Oak- und 6 Jahre in Ex-American-Whiskey-Fässern (12%)

Alkoholgehalt: 56,8% vol.
UVP: 164,- €

Buffalo Trace legt Pompeii des Bourbon frei

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Mit dem internationalen Bourbon-Boom im letzten Jahrzehnt hat auch der Destillerietourismus in den USA zugelegt. Anfang 2018 berichtete die Buffalo Trace Distillery in Frankfort, Franklin County, Kentucky über einen Besucheranstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr, und feierte ihren Millionsten Besucher. Das Wachstum der Besucherzahlen in der Destillerie nahm man bei Buffalo Trace zum Anlass zu expandieren. 2016 begann man mit der Renovierung des unteren Stockwerks des lange leerstehenden O.F.C. Still-Gebäudes. Während des Grabens traf das Bau-Teaam dann auf eine Überaschung, etwas wahrlich Großes. Man stoppte die Bauarbeiten und holten Experten hinzu,  die Historic Preservation Consultant/Whiskey Historikerin Carolyn Brooks und den Bourbon-Archäologen Nicolas Laracuente. Was sie dann entdeckten, war die ursprüngliche Brennerei von 1873 sowie die Fermenter von 1882.

Hier das Video ansehen: unearthing O.F.C.

 

 

 

Buffalo Trace Distillery Release: 1993 O.F.C. Bourbon

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Die raren O.F.C.-Vintages aus Frankfort, Franklin County, Kentucky sind seit Jahren unter Sammlern und Bourbon-Fans bekannt und begehrt, auch wenn die meisten sie nur vom Namen her kennen und nie kosten konnten. Der Grund: Die limitierten Bourbon-Vintages die bis heute auf den Markt kamen gelangten nie in den offiziellen Verkauf, sondern wurden nur für Charity-Aktionen beziehungsweise Versteigerungen zu guten Zwecken herausgegeben. Die Jahrgänge  1980, 1982 und 1983 sammelten fast 1,2 Millionen Dollar für Charity-Projekte für Krebsbehandlung, Mukoviszidose, Leukämie und Lymphom, Kinderrechte, Autismus und Tierschutz.  Die Flaschen sind nicht nur selten, einige von ihnen sind völlig einzigartig; sie wurden noch nie zuvor gesehen, und werden vielleicht nie wiedergesehen.

Vom O.F.C. Vintage Bourbon kommen jetzt erstmals auch ein paar wenige Exemplare des 1993er Jahrgangs über den Importeur Diversa Spezialitäten GmbH, der auch die Superpremium-Bourbons E.H. Taylor und Pappy van Winkle importiert, nach Deutschland. Der Preis wird voraussichtlich über 2.500 € liegen. Bedeutet: es wird nicht nur deutlich einfacher in den Genuss dieses Vintages zu kommen sondern auch wahrscheinlich auch noch günstiger als bei den Whisky-Auktionen in UK und USA mitzubieten.

Der Jahrgang ist ein besonderer, denn das Jahr 1993 war ein besonderes . Vieles was sich hier ereignete führte zu einer maßgeblichen Veränderung  oder neuen Maßstäben, und viele Ereignisse daraus sind bis heute noch bedeutend.

Der europäische Binnenmarkt tritt in Kraft, in Moskau unterschreiben George H. W. Bush für die USA und Boris Jelzin für die Russische Föderation den START-II-Vertrag zur Deaktivierung aller landgestützten Interkontinentalraketen mit Mehrfachsprengköpfen. In Deutschland werden fünfstellige Postleitzahlen eingeführt, die deutsche Band Die Ärzte feiert ihre Wiedervereinigung und in Las Vegas wird das für 2,4 Milliarden US-Dollar erbaute MGM Grand Hotel eröffnet, mit 5.044 Zimmern seinerzeit eines der weltgrößten Hotels. In den USA debütierte „The X Files“ im nationalen Fernsehen und „Jurassic Park“ brach alle die Kassenrekorde.

Von all dem was in diesem Jahr passierte hat man sich indes in Kentucky nicht aufwühlen lassen. Hier destillierte man still und leise vor sich hin, und legte dann einen kleinen Teil des Bourbons in Fässer auf Seite um ungestört zu schlummern.

Fünfundzwanzig Jahre später war es dann für den 1993er Vintage Zeit, um ans Licht zurückzukehren. Die Welt hatte sich währenddessen völlig verändert. „Es ist schwer zu glauben, dass im  Jahr, in dem dieser Bourbon hergestellt wurde, das World Wide Web gerade erst zum Thema wurde“ wirft  Master Distiller Harlen Wheatley ein. Da sind wir heute gefühlte Lichtjahre weiter – wer heute kein WLAN hat, zweifelt ja fast an seiner Lebensfähigkeit.

Der 1993er Vintage der diesen Zeitsprung hinter sich hat ruht unbekümmert in einer hochglanzpolierten Holzschatulle, die Kristallflasche ist mit echtem Kupferbuchstaben, handgeschöpften und eingelegten Papieretikett ausgestattet.

Die Verkostungsnotizen für den 25 Jahre alten Bourbon mit 90 Proof (45% vol.) beschreiben, dass er eine Nase von dunklen Kirschen, Honig und rauchiger Eiche hat. Am Gaumen finden sich Noten von Karamell, gerösteter Vanille und Kakao. Für den Abschluss verweilen Kaffee, Ahornsirup und Eiche.

Der Name der Bourbon-Spezialität führt zurück zu Colonel Edmund Haynes Taylor Jr. (1830-1923), einem Pionier und Bourbon-Aristokraten Kentuckys. Er revolutionierte die Bourbon Produktion, führte  den “Bottled in Bond Act” ein, und gründete und betrieb sieben verschiedene Destillerien. Die erfolgreichsten waren die O.F.C und die Carlisle  Destillierien, die Vorgänger der heutigen Buffalo Trace Distillerie. Der Colonel war ein Mann der Innovationen, und setzte ausschließlich Kupferbottiche zur Fermentierung statt der üblichen hölzernen Bottiche ein, was einzigartig und nicht nur ungewöhnlich, sondern auch sehr teuer für seine Zeit war. Er baute das erste klimatisierte Lagerhaus der USA, und Stills aus Kupfer. Letzteres inspirierte Taylor, seine Destillierie in Frankfort  „O.F.C.“ zu nennen, was für Old Fashioned Copper steht. Die modernste Destillerie ihrer Zeit unterhielt Kupfergärbottiche, Kolonnenstills und ein einzigartiges Dampfheizsystem, das bis heute in den Lagerhallen des heute unter dem Namen “Buffalo Trace Distillery” laufenden Betriebs  eingesetzt wird.

 

Die heutige Buffalo Trace Distillery ist nicht nur eine voll funktionstüchtige Brennerei, sondern auch ein National Historic Landmark, das im National Register of Historic Places gelistet ist. Das Visitor Center der Buffalo Trace Distillery unter der Führung von Matt Higgins bietet sechs verschiedene und kostenlose Führungen an. Allein im letzten Jahr wurden hier über 200.000 Besucher empfangen.

Die Erweiterung der Lagerhauskapazitäten stellt einen weiteren Meilenstein in der Geschichte der Brennerei dar, die als National Historic Landmark zu den Kulturdenkmälern des Landes gehört. Seit den 1950er Jahren findet eine groß angelegte strukturelle Ausweitung der Anlage statt.

Unearthing OFC  – das Pompeiii des Bourbon

Mit dem internationalen Bourbon-Boom im letzten Jahrzehnt hat auch der Destillerietourismus in den USA zugelegt. Anfang 2018 berichtete die Buffalo Trace Distillery in Frankfort, Franklin County, Kentucky über einen Besucheranstieg von 17% gegenüber dem Vorjahr, und feierte ihren Millionsten Besucher. Das Wachstum der Besucherzahlen in der Destillerie nahm man bei Buffalo Trace zum Anlass zu expandieren. 2016 begann man mit der Renovierung des unteren Stockwerks des lange leerstehenden O.F.C. Still-Gebäudes. Während des Grabens traf das Bauteam dann auf eine Überaschung, etwas wahrlich Großes. Man stoppte die Bauarbeiten und holten Experten hinzu,  die Historic Preservation Consultant/Whiskey Historikerin Carolyn Brooks und den Bourbon-Archäologen Nicolas Laracuente. Was sie dann entdeckten, war die ursprüngliche Brennerei von 1873 sowie die Fermenter von 1882.

Weitere Informationen über die O.F.C. Vintages sind unter nachfolgendem Link zu finden:

https://ofcvintages.com.

Die großartigen Wellen des Gottes Lìr

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Ein Bunna(habhain) mit einem großen Namen. Denn „Eich Bhana Lìr“ bedeutet übersetzt “Die großartigen Wellen des Gottes Lìr”. Der 46-jahre gereifte Islay-Whisky ist der älteste Single Malt, der jemals in der Bunnahabhain Distillery abgefüllt wurde. Während der Wintermonate werden die Lagerhäuser, die direkt an der rauen Nordost-Küste von Islay liegen, oft von der stürmischen See gepeitscht. Wie in der gaelischen Mythologie, nach der der Gott Lìr, der mächtige Gebieter über die See, seine großartigen weißen Wellen nutzt, um seine kostbarsten Schätze an Land zu spülen, ist auch Bunnahabhain 46 Jahre Eich Bhana Lir ein wirklich kostbarer Genuss. Die Limited Edition umfasst nur 198 Flaschen weltweit. Die aufwendige Flasche wurde in Italien handgefertigt. Der Inhalt hat eine Fassstärke von 48,1% vol und ist Un-chillfiltered.

Farbe:

Dunkles Gold

Nase:

Aromatisch, elegant, komplex. Altes Leder und Bienenwachs mit kandierter Orangenschale und Manuka Honig, verführerisch.

Geschmack:

Reichhaltig und seidig, eine raffinierte Balance von Malzigkeit, Citrus, Heidehonig, gerösteten Nüssen und ingwerartigen Gewürzen.

Finish:

Lang anhaltend und würzig

 

Die Rarität ist zu ca. 6.990 EUR kein Schnapper, aber es gibt in Deutschland wahrscheinlich nur ein paar Fläschchen der Kostbarkeit.

 

Frankfort feiert die Whisky Bible

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Es war ein großes Jahr für Sazerac und die Buffalo Trace Distillery. Whisky-Bibel-Autor Jim Murray kürte William Larue Weller Bourbon 2017 aus der Buffalo Trace Antique Collection zum World Whisky of the Year 2019. Es ist das zweite Jahr in Folge, in dem ein Whiskey der Buffalo Trace Distillery diesen begehrten Preis als Nummer eins der Welt von Jim Murray nach Hause gebracht hat. Thomas H. Handy Sazerac Straight Rye 2017 ist ebenfalls auf der Bestenliste, außerdem Blanton’s Gold Single Cask of the Year, und Sazeracs Last Drop Scotch Single Cask of the Year. Alle vorgenannten Bourbons stammen vom „Distiller of the Year 2018“ (Whisky Magazine 2018) , dessen reiche Tradition bis in das Jahr 1773 zurückreicht. Im Laufe der Jahre hat die Buffalo Trace Distillery über 500 Auszeichnungen für ihre Whiskys erhalten, das macht sie zur weltweit am häufigsten ausgezeichnete Brennerei, und zeugt vom Fokus auf Qualität.

“Wir sind sowohl erfreut als auch ungemein stolz darauf, nicht nur zum zweiten Mal in Folge den World Whiskey of the Year gewonnen zu haben, sondern auch den drittbesten Whiskey der Welt zu gewinnen, sowie gute Leistungen in den Kategorien Single Cask of the Year“, sagte Mark Brown, Präsident und Chief Executive Officer der Buffalo Trace Distillery. „Diese Gewinne sind etwas Besonderes für uns, weil wir Jims Gaumen sehr schätzen, aber auch, weil sie ein Beweis für die Fähigkeiten und das Können der Männer und Frauen von Buffalo Trace sind, die bemüht sind die besten Whiskys der Welt produzieren.“

Die Buffalo Trace Distillery ist nicht nur eine voll funktionstüchtige Brennerei, sondern auch ein National Historic Landmark, das im National Register of Historic Places gelistet ist. Das Visitor Center unter der Führung von Matt Higgins bietet sechs verschiedene und kostenlose Führungen an. Allein im letzten Jahr wurden hier über 200.000 Besucher empfangen, was einem Anstieg von 18% gegenüber dem letzten Kalenderjahr entspricht.

Aktuell reifen alleine 17.500 Fässer experimenteller Whiskys in der Brennerei, die mittlerweile sogar eigenes Getreide für ihre Single Estate Bourbons anbaut, und ständig expandiert. „Our 4th new whiskey warehouse is nearly complete. And we’ve made room to build more next year!” hört man aus Frankfort, Kentucky.

Nachfolgend noch ein Blick auf Thomas Handy Sazerac Rye und William Larue Weller, beide von Jim Murray als zwei der 5 besten Whiskys der Welt ausgezeichnet. Beide gehören zur berühmten Antique Collection, die einmal im Jahr in der Buffalo Trace Distillery als ganz besondere Kollektion abgefüllt wird. Sie besteht aus 5 Vertretern der bei Buffalo Trace vereinten Destillerien und stellt jedes Jahr ein Highlight für Sammler dar. Die Whiskys sind so rar, daß man sie sogar in den USA nur schwer findet und die begehrten Abfüllungen in limitierter Auflage innerhalb kurzer Zeit ausverkauft sind.

William Larue Weller, Kentucky Straight Bourbon

Ein großartiger und seltener 12 Jahre alter uncut and unfiltered Bourbon mit 67,3% Vol. aus der Buffalo Trace Antique Collection. Einer der höchstbewerteten amerikanischen Whiskeys, nahezu genial und ein außergewöhnlicher hand-made Bourbon-Whiskey für Kenner, Sammler und Genießer!

Nase: Toffee, Zimt, Vanille mit einem Hauch von Orange

Geschmack: Erdig und reichhaltig, Süße und ein Hauch von Früchten wie Kirsche und Orange

Finish: Lang und würzig, heißer Zimt mit einem Hauch von Anis

Preis ca: 499 €

Alk% vol: 67,3 (variiert je Abfüllung)

Flaschengröße: 0,7 L

Thomas H. Handy Straight Rye ist der legändere Whiskey, mit dem in Frankfort alles begann, und der als limitierte jährliche Ausgabe des berühmten Rye Whiskey aus der legendären Buffalo Trace Distillery aufgelegt wird. Die Version 2015 des Straight Rye Whiskeys wurde mit 135 proof im Jahr 2009 in White Oak Fässer gelagert. Nach Jahren der Alterung erhielt der Whiskey 126,9 proof und wurde in einer limitierten Auflage unfiltriert und ohne Farbstoffe in Fassstärke abgefüllt.

 

Nase: Mittlere Intensität, leicht süß und würzig, etw. Vanille, Zitrus und Karamell

Geschmack: Lebendige, knusprige Ryewürze, kräftige Aromen, Holz deutlich wahrnehmbar, süß und trocken zugleich

Finish: Lang, beständiger Ausklang aller Aromen

Preis ca.: 499 €

Alk% vol: 63,45 (variiert je Abfüllung)

Flaschengröße: 0,7 L

 

Mehr Infos zur Buffalo Trace Destillery

 

Southern Comfort startet smarte TV-Kampagne

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Ab sofort geht Southern Comfort in die werbliche Offensive und platziert sich äußerst smart im Fernsehen. Mit einer Addressable-TV Kampagne bringt die Marke aus New Orleans pünktlich zum Weihnachtsgeschäft Schwung in den Abverkauf!

Die Kampagne läuft deutschlandweit vom 1. November bis zum 31. Dezember 2018 unter anderem auf den digitalen Sendern ProSieben, SAT.1 und kabel eins.

Im Aktionszeitraum werden mindestens über 6 Mio. Werbekontakte in der relevanten Zielgruppe erreicht, und sorgt für die Bekanntheitssteigerung und Aktualisierung der Marke. Die hohe Reichweite unterstützt außerdem die Markteinführung des kraftvollen, neuen Southern Comfort Black.

Der neue Port Charlotte MRC: 01 2010

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Hinter dem mystisch klingenden Code steckt ein limitiertes Projekt für den Fachhandel. Ein 2010er Port Charlotte-Vintage, gebrannt aus 100% schottischer Gerste, gereift in handverlesenen Bordeaux-Fässern und mit 59,2% vol. abgefüllt. Eine geniale Kombination von fruchtgeladenem französischem Barrique, kräftigem Torfrauch und dem Einfluss der Reifung auf der wilden Insel Islay

Was man über Whisky-Fässer wissen sollte

Heutzutage werden ca. 90 % aller Scotch Whiskys in ehemaligen American-Whiskey-Fässern gereift. Das war nicht immer so. Trotz einiger Kriege zwischen Großbritannien und Frankreich wurde der Weinhandel stets aufrechterhalten. Bis ins letzte Jahrhundert wurde französischer Wein über-wiegend in Barriques nach UK geliefert und erst nach der Ankunft in Flaschen abgefüllt. Die leeren Fässer verblieben auf der Insel und fanden in den schottischen Brennereien dankbare Abnehmer.

Mit dem Ende der Prohibition im Jahr 1933 stieg die Verfügbarkeit von gebrauchten US-Barrels. Diese waren recht günstig im Einkauf und boten völlig neue Möglichkeiten für die Reifung und Aromenentwicklung von Scotch Whisky. Die Beschaffenheit der amerikanischen Weißeiche sowie die Tatsache, dass in den USA per Gesetz ein Whiskeyfass nur ein einziges Mal befüllt werden darf, führten in Schottland zu so guten Ergebnissen, dass die Verwendung von Ex-US-Fässern seitdem zum Standard für die Reifung von Scotch Whisky geworden ist.

Das Geheimnis des MRC:01 2010 liegt zwischen diesen beiden Welten. 50 % des Liquid reifte in First-Fill-Ex-American- Whiskey-Barrels und die andere Hälfte in ehemaligen Weinfässern aus Frankreich. Kunstvoll miteinander vermählt, reifte der Whisky nochmals für mehr als ein Jahr in Fässern aus französischer Eiche – handverlesen und aus keiner geringeren Lage als vom linken Ufer der Appellation Bordeaux. Das Ergebnis ist ein intensiver und lebhafter Single Malt voller Sonnenschein und leuchtender Eleganz.

In den PC Warehouses reifen über 200 Fässer von unterschiedlicher Größe, Holzart oder Herkunft. Diese Cask-Exploration-Serie zeigt deutlich, welchen enormen Einfluss das Fass auf den himmlisch rauchigen Single Malt hat. Die Abfüllung erfolgt stets bei PC in Fassstärke und in sehr limitierter Auflage. Dies ist der erste im freien Handel erhältliche Port Charlotte als Cask Exploration und wir hoffen, ihm werden noch einige weitere folgen.

Duft

Der Dram duftet nach Sommer und ist weniger Torfmonster, sondern eher leicht, fruchtig und erfrischend wie eine Meeres brise mit etwas Ozon und Salz in der Nase.  Die Kombination aus amerikanischer und französischer  Eiche gibt dem Port Charlotte MRC: 01 2010 eine schöne Tiefe, die durch Noten von Vanille, getoastetem Brot, Schokolade sowie frisch gerösteten Kaffeebohnen unterstrichen wird. Mit der Zeit gesellen sich würzige Lakritz noten und etwas Walnuss und Mandel dazu und jedes Mal, wenn man am Glas riecht, scheint sich der Duft von roten Beeren und reifen Pflaumen zu verstärken. Sommerlich fruchtig, mit torfgetränkter Extravaganz und süß wie türkischer Honig – ein Genuss!

Rote Früchte, wie Himbeeren und Kirschen, verschmelzen mit Puderzucker, Ahornsirup und süßen Marshmallows zu einer würzig-anregenden Welle der Aromen mit Noten von Schokolade, gerösteten Kaffeebohnen, Lakritze sowie etwas Walnuss und Mandel. Über allem schwebt ein weicher Torfrauch und diese Spur Ozon, die man nur in einem Islay-Whisky findet, der seine gesamte Reifezeit auf der wilden Hebrideninsel verbringen durfte.

Geschmack

Mit seinen 59,2 % vol. ist er von Anfang an wärmend, aber auch lebhaft und süß. Zucker und Marshmallows, umgeben von Rauch… es ist nicht leicht, diese Extreme mit allen Sinnen zu erfassen. Aromen von süßen roten Früchten treffen auf Torfrauch und Holz und gehen langsam über in würzige Noten von Tabakblättern, getoasteter Eiche, Ahornsirup, Pecannüssen und Kaffee. Das alles wird durch eine elegante Kombination aus Orangen und Pfirsichkompott begleitet. Die Komplexität offenbart sich erst ab Schluck Nummer zwei oder drei und wird von Mal zu Mal vielfältiger. Salzige Gischt und trockener Rauch vereinen sich mit holzigen Aromen und verschmelzen am Gaumen mit süßen Himbeeren, Pflaume, Vanille und Butterscotch.

Nachklang:

Im Finish wird der Rauch etwas medizinischer und erinnert an Teeröl. Die trockene Holznote verbindet die eleganten Toastaromen der französischen Barriques mit denen der stärker ausgekohlten US-Fässern durch das zusätzliche Finish in Premium-French-Oak-Barriques. Der Einfluss dieser zusätzlichen Reifezeit zeigt sich in einer enormen Vielschichtigkeit aus Frucht und Rauch. Im Herzen ist dieser Whisky perfekt strukturiert und von verführerischer Textur, langanhaltend mit Noten von cremiger Vanille, würziger Nelke und reifem Pfirsich. Am Ende steht wieder dieser starke, kräftige Rauch und zeigt voller Stolz seine typische Port Charlotte DNA.

Charakter:

Lebhaft, sonnig, rosig – einfach eine wunderbare Erfahrung und die perfekte Kombination aus fruchtgeladener französischer Eiche, kräftigem Torfrauch und der Reifung auf der wilden Insel Islay.

 

UVP: 92,99 €

Alk% vol: 59,2

Flaschengröße: 0,7 L