Zigarre & Drink – Die richtigen Begleiter

Von | Bar | Keine Kommentare

Zigarre & Drink – die Auswahl an feinen Rauchwaren ist gross, die Vielfalt der Drinks ebenfalls. Da liegt die Frage nahe; „wie finde ich den jeweiligen, passenden Begleiter?“ Wir haben mit Profibartendern gesprochen, um diesem Thema einmal praxisorientiert nachzugehen. Wer empfiehlt seinen Gästen welche Zigarre, und vor allem wozu? Denn die Bar ist für Getränke da. Wenn sich beide Elemente verbinden, noch schöner. Selbstredend für Smoker’s only, und von Smokern only.

Eine kurze Studie zur Lage des feinen Rauchs in der Republik.

„Eine Zigarre braucht einen passenden Begleiter“ so Michael Nagy aus der Harry’s New York Bar in Frankfurt. „Leichte Musik; einen guten Drink und eine Zigarre, so stellt sich der Gentleman seinen Feierabend seit Jahrzehnten vor. Dabei ist zu sagen, dass sich die Geschmäcker scheinbar geändert haben. Wurden noch bis vor wenigen Jahren meistens Whisky; Cognac und manchmal ein Rum getrunken, so zählt es keineswegs als Fauxpas sich zu einer leichten Zigarre einen Gin Tonic zu bestellen. Hierfür unsere Empfehlung: Davidoff Special R mit Botanist Islay Dry Gin und einem Fevertree Tonic. Dieser trockene Gin hat genug Würze und Eigenaroma, um ein wunderbarer Begleiter zu einer Zigarre zu sein.

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Ein Klassiker unter den Zigarrenherstellern ist die Firma Bolivar. In der Regel sind die Zigarren, der auf Cuba beheimateten Zigarrenmanufaktur, kräftiger mit einer schönen Würze und einer wohlschmeckenden Süße. Diese Aromen schreien nach einer dunklen Spirituose.

Gibt es viele unter den Zigarrengenießern, die der Meinung sind, dass zu einer kubanischen Zigarre ein kubanischer Rum gehöre, so empfehlen wir in der Harry’s New York Bar in Frankfurt beispielsweise zu einer Bolivar Belicousos einen Bruichladdich Scottish Barley The Classic Laddie. Die leichten blumigen Noten dieses Whiskys ergänzen die schweren Noten der Zigarre ideal.

Michael Nagy

Eine relativ neue Serie aus dem Hause Davidoff ist die Nicaragua Serie. Wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei nicht um Tabakblätter aus der dominikanischen Republik, sondern aus Nicaragua. Eher Unterholz-Noten sowie leicht lederne Aromen sind die markanten Geschmäcker dieser Zigarre. Wir finden persönlich zwei Spirituosen die zu ihr sehr gut passen. Das wären zum einen der neu auf dem deutschen Markt erhältlichen Buffalo Trace Bourbon, sowie der Cognac aus dem Hause Rémy Martin in der Qualitätsstufe Coeur de Cognac. Der Bourbon spielt mit seiner raffinierten Süße und leichten Schärfe, die ein wohliges Mundgefühl erzeugen. Gaumenschmeichlerisch hingegen wirkt der Cognac von Rémy Martin. Sein langer Abgang in Verbindung mit der traubigen Note, lassen die Kombination von Zigarre und Spirituosen wie ein Feuerwerk auf der Zunge wirken.“

Michael Paul Nagy, Harry`s New York Bar& Davidoff Lounge /Lindner Hotel& Residence Main Plaza

 

„Islay-Fans rate ich die Kombination eines „Classic Laddie“ von Bruichladdich Hebriden Distillers, mit einer Cohiba Siglo VI zu testen. Den Freunden schöner, leichter Torpedos aus Nicaragua sei Mount Gay XO aus Barbados empfohlen.

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Dem Einsteiger in die Rauchware lege ich gerne die Zigarren von Griffins an Herz – mit einem Glas Bunnahabhain, dem „Gentle Taste of Islay. Der Genuss von Zigarren muss allerdings nicht immer auf Rum oder Whiskey beschränkt sein, auch ein toller Cognac oder Weinbrand kann hier ein super Begleiter sein. Zum Abschluss unserer Gourmet-Tastings ist zum Beispiel die Kombination eines Asbach 21 Jahre mit einer Mille Fleur von Partagas eine höchst gefragte Kombination“.

Markus Kern

Markus Kern, InLive Cocktailschule, Frankfurt

 

Gleiches Echo aus München und Berlin

„Die Kombination eines 21 Jahre gereiften Asbach Selection mit einer Perdomo Small Batch 2005 ist für mich ideal, um den Abend gebührend abzuschliessen, unabhängig ob an der Bar oder der schönen Isar.“

Adriano Paulus

Adriano Paulus, Mixologe aus der Münchner Negroni Bar und Zigarrenliebhaber

Asbach Selection 21 J Flasche 300dpi NEU

„Berlin macht Zigarren und Weinbrand Club-tauglich. Hier bevorzugt man Short Tubes und Long Drinks, am liebsten eine Romeo y Julieta Short Churchill oder eine Flor de Selva Siesta und dazu ein Asbach Tropical Cola (⅓ Asbach 8, ⅓ Coca Cola, ⅓ Thomas Henry Mystic Mango).“

Tino Hiller

Tino Hiller, Dean Berlin

 

 

Wer passt zum wem?

Ewald Stromer aus München gibt den Schnellüberblick…

Ewald Stromer

BRUICHLADDIE CLASSIC LADDIE = Dom. Rep.

PORT CHARLOTTE SCOTTISH BARLEY =Nicaragua

EAGLE RARE Kentucky Straight Bourbon, 10 YO = Kuba

ASBACH 21  = = Kuba, ideal zu Montechristo No 2

 


Und abschliessend für alle die gerne mixen noch ein paar schöne Rezept-Tipps zur Zigarre:

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The Great Bucksby

5 cl Asbach 8 Jahre, 2 dash Angostura, 1 cl Zucker, 2 cl LimettensaftAuffüllen mit Ginger Beer

Deko: 2 Zweige Minze

 

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The Big Buck

4 cl Asbach 8 Jahre, 2 cl Cointreau, 1 cl Zitronensaft, Auffüllen mit Ginger Beer

Deko: Zitronenzeste

UNICUM – Einen auf die Zwetschke!

Von | Kräuter | 3 Comments

Der weltweit erste Kräuterlikör, der auf gedörrten Zwetschken im Eichenholzfass reift, kommt endlich auch nach Deutschland.  In Ungarn feiert Uncium „Szilva“ (Zwetschke) bereits seit zwei Jahren große Erfolge und entwickelte sich innerhalb von nur zwölf Monaten zur drittgrößten Premiumspirituose des Landes. Das angepeilte Volumen wurde um ein Vierfaches übertroffen. 


In Deutschland wurde der Kräuter-Shootingstar Unicum Zwetschke auf dem Bar Convent Berlin 2015 erstmals der deutschen Öffentlichkeit präsentiert. Die Familie Zwack war hierzu eigens angereist, um persönlich die Innovation auf der Messe vorzustellen. Drei Tage verbrachte sie mit Management und Distributionsteam von TeamSpirit in Berlin, und stand für persönliche Gespräche mit Bartendern, Fachhandel und Gastronomiemitarbeitern bereit. Die Zeit verging im Fluge, und keine Minute ohne ein Gespräch. Es hat sich gelohnt, denn die Vorstellung der Innovation im Kräuterlikörmarkt war eines der Messe-Highlights von TeamSpirit (Distributeur für den Fachhandel und die Gastronomie in Deutschland). Ab sofort ist Unicum Zwetschke ausserdem im Sortiment der Diversa Spezialitäten GmbH für den Deutschen Lebensmittelhandel lieferbar.

 

Die Basis ist der klassische UNICUM

Der Kräuterlikör Unicum, der seit 1790 nach unveränderter Rezeptur aus über 40 verschiedenen Kräutern hergestellt wird, und in Ungarn als Nationalgetränk gilt, ist die Basis des neuen Likörs. Unter Verwendung von hochwertigem ungarischem Maisbrand wird ein Teil der Kräuter mazeriert, ein anderer Teil destilliert. Nach etwa 30 Tagen werden Destillat und Mazerat sorgfältig miteinander vermischt und anschließend in Eichenholzfässern gelagert, wo sie mindestens 6 Monate reifen. Das Rezept des Unicums ist bis heute nur der Herstellerfamilie Zwack aus Budapest bekannt. Auf vier Kontinenten wird diese Urrezeptur in vier verschiedenen Banken und in vier verschiedenen Teilen aufbewahrt.

Die Reifung auf getrockneten Zwetschken macht den Klassiker zur Innovation

Damit es schließlich ein Unicum Zwetschke wird, reift der fertige, bereits gelagerte Unicum nochmals mehrere Monate auf gedörrten Zwetschken in Eichenholzfässern. So entsteht ein völlig neues Geschmackserlebnis. Durch die gedörrten Früchte erhält der Kräuterlikör nicht nur seine fruchtige Note, sondern auch eine angenehm ausgewogene Süße. Das aufwendige Produktionsverfahren verleiht ihm seine unverwechselbare Harmonie und Geschmeidigkeit.

Erfolgsversprechende Vielseitigkeit

Im Gegensatz zu einem klassischen Unicum ist der Unicum Zwetschke ein wahrer Allrounder, als Shot wie auch zum Mixen geeignet und wird mit aufgrund seiner hohen geschmacklichen Akzeptanz auch in jüngeren Zielgruppen schnell seine Freunde finden.

 

Octomore Islay Barley 7.3

Von | Whiskey | Keine Kommentare

Die Geschichte des Octomore Islay Barley 7.3 beginnt mit einem Pachtvertrag AD 1960.

Schon der Vater von James Brown war Viehzüchter auf Islay. Er erhielt im Jahr 1960 den Pachtvertrag für einen besonders fruchtbaren Landstrich namens “Octomore”, der sich auf der Hebriden-Halbinsel Islay befand. Noch heute erinnert sich James sehr gut daran, wie er mit seiner Familie die Rinder von der alten Farm in Carn, seinem Geburtsort, quer durch das Küstenstädtchen Port Charlotte bis hin zu den Octomore-Weiden auf den Hügeln trieb. Diese beherbergten zwar auch die Ruinen einer stillgelegten Brennerei, doch damals, im Alter von gerade mal acht Jahren, dachte James noch nicht einmal im Traum daran, dass sein neues Zuhause eines Tages für einen der berühmtesten Whiskys der Welt mit dem höchsten Kultfaktor stehen sollte.

James betreibt heute selbst in den Highlands eine eigene Zucht mit preisgekrönten Angus Rindern. Jedoch nicht sein bei Gourmets beliebtes Fleisch sollte ihn berühmt machen, sondern die tiefe Freundschaft zu den Arbeitern der benachbarten Bruichladdich Brennerei. Die Entscheidung, den am stärksten getorften Whisky der Welt nach seinem Land zu benennen, war das Ergebnis eines gemütlichen Abends unter Freunden.


Aus einer heißen Diskussion um „was wäre wenn…“ entstand die legendäre Octomore Serie, die heute einen einzigartigen Kultstatus in der internationalen Whiskywelt besitzt. Eine Idee, die das Leben der Brown Familie für immer verändern sollte… Angesteckt von dieser großartigen Whisky-Vision, begann James im Jahr 2008 auf Octomore auch Gerste anzubauen. Sein großer Traum war es, eines Tages den absoluten Octomore herstellen zu können – ein gleichnamiger Whisky aus 100% Octomore-Gerste, gereift in der salzigen Luft der wilden Hebriden – die absolute Essenz des Kult Klassikers!

Die Neuorientierung war aufgrund der unstabilen Wetterlage auf Octomore in vielerlei Hinsicht kein einfaches Unterfangen. Da waren zum einen das hungrige Rotwild und die Gänse auf den Feldern, die alten Bewässerungskanäle mussten erneuert werden und die größten Steinbrocken, die drohten, die Erntemaschine zu zerstören, wurden mühsam entfernt. Zu guter Letzt war der Ertrag auf Octomore nur halb so groß, wie man es von den Gerstenfeldern auf der schottischen Hauptinsel gewohnt war… aber hier ging es ja nicht um Volumen – sondern um eine großartige Vision sowie die enge Bindung zur Heimat und den Menschen in und um Octomore.
Jeder der Bruichladdich Terroir-Whiskys aus Gerste von spezieller Herkunft ist aufgrund der Klimaunterschiede, Gerstensorte sowie der Bodenzusammensetzung in Geschmack, Ausdruck und Charakter Art absolut einzigartig.

Der neueste Ausdruck dieser „Octomore aus Octomore“-Philosophie wurde auf der speziellen Lage namens „Lorgba Field“ angebaut, im Jahr 2009 destilliert und bekam den geheimnisvollen Namen „7.3“. Mit seinem unglaublich hohen Phenolgehalt von 169 ppm besitzt er dennoch eine beeindruckende Samtigkeit und wurde für die perfekte Balance in Fasstärke mit einem Alkoholvolumen von 63% abgefüllt.
Für Whiskykenner ist jeder Octomore eine wahre Herausforderung für die Sinne und ein großartiger Genussmoment im Glas – aber in jedem dieser Torfgiganten steckt auch die eben erzählte Geschichte über die Gründe, warum sich diese Whiskys von anderen stark unterscheiden und warum man bei Bruichladdich so stolz auf sie ist.  Denn sie sind die Erfüllung eines großen Traums – Land und Whisky im Glas auf perfekte Weise für immer vereint.

Wie immer streng limitiert, dafür die doppelte Freude wenn man ihn kostet.

0,7l – 169 PPM – 63% vol.

RÉMY MARTIN 1738 Accord Royal – ein königlicher Genuss

Von | Bar | Keine Kommentare

Das Haus RÉMY MARTIN stellt nach der erfolgreichen Einführung in den USA jetzt auch in Deutschland seinen neuen Fine Champagne Cognac vor: RÉMY MARTIN 1738 Accord Royal.

Dieser besondere Cuvée wird auch in Deutschland anspruchsvolle Spirituosen-Kenner und Liebhaber begeistern. Beste Eaux-de-Vie aus der Grande und Petite Champagne vereint durch die traditionelle Handwerkskunst des Marktführers für Premiumcognac in Deutschland.

1738 Accord Royal

Der Name des neuen Produktes und seine Ausstattung haben dabei folgenden geschichtlichen Bezug:  Der französische Monarch Louis XV war so begeistert von feinen Cognacs, dass er 1738 der Maison RÉMY MARTIN seine Unterstützung per königlichem Beschluss, dem sogenannten „Accord Royal“ zusicherte. Dieser Beschluss markiert einen wichtigen Zeitpunkt in der Firmen-Geschichte, denn erst durch dieses verbriefte Recht aus der Hand von König Louis XV war die Anpflanzung neuer Weinreben möglich, was eine ausserordentlich zu schätzende Ausnahmegenehmigung darstellte. Allen anderen Cognac-Häusern war zu diesem Zeitpunkt nicht erlaubt mehr Land zur Erweiterung des Weinbaus zu verwenden.

1738 Accord Royal
Diesem historischen Anlass zu Ehren kreierte der 1997 amtierende Kellermeister Georges Clot eine außergewöhnliche Cuvée. Gemäß den traditionellen Herstellungsmethoden wurde eine handverlesene Auswahl an Eaux-de-Vie aus der Grande Champagne und Petite Champagne vermählt, die in speziell getoasteten Eichenfässern reiften. Die Destillation erfolgte traditionell auf der Hefe und in kleinen Kupferbrennblasen. Das Ergebnis ist ein Cognac von großartiger Kraft, Reife und unglaublicher Weichheit; Rémy Martin 1738 Accord Royal.

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In der Nase zeigt er großzügige Noten von Pflaume und Feigenmarmelade, die durch intensive Eichennoten sowie Noten von Toffee und geröstetem Brot abgerundet werden. Am Gaumen entfaltet sich ein cremig-schmelzender Geschmack von Butterscotch und gerösteten Gewürzen mit Anklängen von Bitterschokolade. Sein Körper ist außergewöhnlich rund, mit cremigem Nachgeschmack und einer Konzentration nussiger Aromen.

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THE BOTANIST und mein erstes Mal „Foraging“

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Ich bin auf den Weg nach Islay. The Botanist Islay Dry Gin is calling. Foraging ist unser Thema. Und da will ich ordentlich vorbereitet sein….

Leider darf man mittlerweile immer noch nicht Messer im Handpäck mitführen. Im Koffer aufgeben werde ich das Messer meines Grossvaters jedoch nicht. Wofür ich das brauche? Das erklärt sich im späteren Verlauf….Ich beginne meine erste Reise nach Islay zum Thema FORAGING folglich ohne eigene Klinge, dafür mit einem flugtauglichen und gewaltfreien Buch von Paul Chambers zum Thema Foraging, einem Strauss frischer Kräuter aus dem Garten meiner Mutter, und einem Koffer voller Dinge, von denen bislang nur meine Frau und ich wissen dass ich sie mitführe.


Meine Reisegruppe treffe ich in Düsseldorf, Glasgow und Islay. Es ist eine Reise der anderen Art, kein üblicher Geschäftsbesuch, sonder ein Trip in die unberührte Natur – in einer kleinen Gruppe von interessierten Bartendern, mit denen ich auf die Hebrideninsel Islay reisen darf. Drei Tage weg vom Business-Alltag, die ich mir selbst nehmen werde um das Thema zu inhalieren…

UNSERE GROSSELTERN WAREN FORAGER

Meine Grosseltern sprachen mehr schlecht als Recht Englisch, und doch hat ihre Generation das, was heute unter „Foraging“ von Paul Chambers und anderen beschrieben und praktiziert wird, aus lebensnotwendigen Umständen am eigenen Leib erlebt. Schon in den Vorkriegsjahren des zweiten Weltkriegs entstanden so z.B. für die Generation unserer Grosseltern Gartensiedlungen (vgl: Reichsheimstättengesetz), um die Bevölkerung in den bevorstehenden Kriegsjahren unabhängig von der Versorgung zu machen, indem man Wohnraum subventionierte der an den Anbau von Obst, Gemüse und die Kleinviehhaltung gebunden war. Unsere Generation hat selbst – glücklicherweise – auch die Nachkriegsjahre nicht mehr erleben müssen, und shoppt heute ganz selbstverständlich im Supermarkt nach Einkaufszettel. Wobei man auch lobenswerter Weise dem mündigen und immer aufgeklärteren Bürger und auch dem Handel danken muss, dass es in den letzten Jahren einen merklichen Trend zu regionalen Produkten gibt, die der Supermarkt direkt vom Obsthof oder Bauer der Region bezieht.


Unabhängig von dieser – sehr convenienten Versorgungssituation – ist mein Eindruck dass immer mehr Garten- und Balkonbesitzer anfangen ihre Kräutertöpfchen und kleinen Gemüsebeete zu hegen und pflegen.

Paul Chambers und alle die heute FORAGING betreiben gehen da noch einen Schritt weiter. Sie sammeln in der freien Wildbahn, wobei das nicht so einfach ist wie es sich anhört.

In der Eifel, hörte ich von Freunden, fallen nicht selten organisierte Trupps auf, die die Wälder durchstreifen und komplett leerpflücken. Und während unserer Urlaubsreisen habe ich sie oft gesehen; Privatleute die am Rand der Landstrasse in der Provence wie in Polen gleichermassen campieren. Nicht aus Romantik, sondern um Geld zu verdienen, denn sie verkaufen Pilze und Beeren, die sie zuvor in den Wäldern gesammelt haben. Oft haben meine Frau und ich diskutiert, ob man hier kaufen sollte oder nicht… Nach der Lektüre zum Thema Foraging wird mir jetzt einiges noch klarer, was ich gerne hier teilen möchte.

Denn so gross die Verlockung auch ist, die Beere oder das Kraut zu pflücken, die man in der Natur sieht, so wichtig ist es mit dem richtigen Grundwissen und in verantwortungsvoller Weise aktiv zu werden, sich selber wie auch der Natur zuliebe. Es gibt Pflanzen, die nicht nur ungeniessbar und/oder Schadstoffbelastet, sondern gar giftig sind. Abgesehen von den als bedrohte Art eingestuften Exemplaren.

MERKE: NICHT JEDER ORT IST FORAGING-GEEIGNET

Der Rand vielbefahrener Strassen bespielsweise ist in mehrerlei Hinsicht eine ungeeignete Quelle für frische Nahrungsmittel, denn er beherbergt so ziemlich alles was man nicht in seinem Mund haben möchte; Streusalze, Unkrautvernichtungsmittel, Reifenabrieb, Öle und Schwermetalle. Abgesehen davon hinterlassen Menschen wie Tiere dort Abfälle jedweder Art. Also streichen wir diese Quell mal ganz schnell.

Paul Chambers hat in London grüne Zentren entdeckt, in denen man wider Erwarten foragen kann. Damit meint er nicht die grünen Rasenflächen und liniengezogenen Beete, die mittels Chemie unkrautfrei bleiben, sondern vielmehr unkultivierte Nischen, warnt aber gleichzeitig von alten, industriellen Flächen die zwar augenscheinlich von der Natur übernommen anmuten, aber noch für Jahre belastet sind, bevor man hier ohne eingehende Vorabanalyse Nahrungsmittel pflücken sollte. Und da der gemeine Forager kein mobiles Labor mitführt, gilt die Regel alte Industrieanlagen zu meiden. Das gleiche gilt für intensiv genutzte landwirtschaftliche Flächen, deren Bewirtschaftung Pestizide und Herbizide vorsieht. Die grünen Nischen übrigens benötigten wundersamerweise manchmal kaum grosse Menge an Erden, vielen Pflanzen reicht das was sie zwischen Plastersteinen, Mauernischen und alten Dächern finden schon als Nährbasis.

VERANTWORTUNGSVOLLER UMGANG MIT DER NATUR

Es gilt das, was wir aus dem Strassenverkehr kennen; Schilder beachten. Privateigentum achten.

Geschützte Flächen respektieren. EIn Abzupfen von Kräutern im Naturschutzgebiet (Engl: SSSI’s = sites of specific scientific interest) ist kein Kavaliersdelikt.

Die Forager sind sich einig was die Grundregeln betrifft:

Benutze immer eine Schere oder Messer, die Pflanzen niemals abreissen. Und schon gar nicht ausreissen. Und nehme immer nur soviel, dass die Pflanze sich regenerieren kann. Lass ihr Blätter zum Leben. Und auch der Natur ihren Teil, die Blüten beispielweise sind für Insekten lebenswichtig. Foraging ist kein Einsammeln bis nichts mehr übrigbleibt. Wer seinen Apfelbaum erntet, der schneidet auch nicht alle Äste komplett ab, sondern pflückt behütsam ohne den Baum zu verletzten oder ihm seine Lebensenegrie zu entziehen.

Geh nicht immer wieder an die gleiche Stelle. Auch wenn es in unserer DNA steckt, dorthin zurückzukehren wo wir wissen „DA IST DAS FUTTER GUT“. Du bist hier nicht in der Pommesbude. Suche weiter – denn die Natur braucht ihre Zeit um nachzuproduzieren.

FORAGING IST KEIN SHOPPING

Lass die Plastiktüte zu Hause, nehm stattdessen eine Box mit. Kräuter und Blüter sind darin zigmal besser aufgehoben.

Und zu gutem Schluss noch ein Rat:

NEHM UND ISS NUR DAS WAS DU KENNST

Ess niemals etwas, von dem Du Dir nicht zu 100% sicher bist was es ist.

Wann auch immer Du zweifelst, lass es. Es gibt zwar weniger giftige Pflanzen und Pilze als essbare, aber es sind immerhin noch genug…


Soviel für heute, die Propellermaschine wartet und ich kann Islay quasi schon riechen…

Tim Nentwig

Forager, auf nach Islay!

Von | Kräuter | Keine Kommentare

Wie schon im letzten Blogeintrag berichtet, werden wir uns mit 5 Barkeepern auf die Suche nach dem Ursprung des Geschmacks begeben, und das auf der wunderschönen Hebriden-Insel Islay. Wir sind sicher wir finden dort Pflanzen und Kräuter ohne Pestizid-Behandlung und unangepasst an die industriell vorgegebenen Schönheitsideale. 
Nachdem die Cocktail-Kreationen von Doreen Philipp und Dominik Mohr (Platz 2 der Deutschen Cocktailmeisterschaft 2015) bereits in der letzten Woche vorgestellt wurden, möchten wir heute die Rezepturen der übrigen Teilnehmer mit euch teilen. Sie zeigen Sie nochmals andere Facetten des Foraging und sind nicht weniger beeindruckend!

Wir haben ihn das erste Mal auf dem Barconvent Berlin getroffen, und freuen uns das er uns zur  Academy Board begleitet; Henning Riecken aus der Pearl’z Bar (Bochum). Er überrascht uns mit seiner Kreation „Smooth Criminal“, setzt flämischen Birnensaft und Riesling- Sirup in den Vordergrund und rückt die heimische Salatgurke wieder in das rechte Licht.


5CL The Botanist Islay Dry Gin

4CL Flämischer Birnensaft (Direktsaft)

1,8 CL Riesling-Sirup

2CL Limette

Rheinische Mini Gurke (Ein Daumen-dickes Stück)

Muddle/ Shake/ Strain

„Alltägliche Zutaten, in einer für den Gaumen angenehmen und gleichzeitig aufregenden Kombination“, dass ist Hennings Intention hinter diesem Rezept. So nutzt der „Smooth Criminal“ den „Saft der Birne, der eher seltener von einer regionalen Birne kommt, und holt den Riesling aus den Kellern und Kühlschränken deutscher Haushalte.“ Warum sollte man diesen nicht auch mal als Süße Quelle für einen Cocktail nutzen?!

 

Aus dem Roomers (Frankfurt) begleitet uns Steffen Goubeaud. Er hinterleuchtet zwei Ansätze des Foraging: Maximierung der Aufnahme und Maximierung der Effizienz. Soll heißen, „entweder man nutzt regionale Zutaten, die sich leicht beschaffen lassen und ein kurzes, günstiges und geschmacklich einzigartiges Profil generieren, UND/ODER man nutzt Zutaten aus fernen Ländern oder Regionen, die weitere Dimensionen zu einem Geschmacksprofil ergänzen als durch regionale Zutaten möglich.“ Übertragen in seine Cocktail-Kreation, heißt das Ergebnis passenderweise„Lazy Gardener“, eine Variante des bekannten CLOVER CLUB COCKTAILS, die sich verschiedener Ressourcen bedient um ein optimales Geschmacksprofil zu erreichen. Aus regionalen Zutaten wie Waldhonig, Sauerampfer und Himbeeren kreiert er ein Geschmackserlebnis für alle Sinne.

5CL The Botanist Islay Dry Gin

2CL Frischer Zitronensaft

2,5CL Runny Honey (Verhältnis 8 Waldhonig : 2 Wasser)

1 Trüffeleiweiss*

4 frische Himbeeren

3 Blätter Sauerampfer

*Trüffeleiweiss: Eier in eine mit Trüffel-Öl getränkte Watte packen und für 36 Stunden in einem geschlossenen Behälter ziehen lassen. Das Innere vom Ei nimmt dann ein Trüffelaroma an.

Alle Zutaten in einen Shaker geben und kräftig Shaken. Danach in eine Coupette Finestrainen und mit etwas Kresse garnieren.

Last but not least wird uns auch Timon Kaufmann nach Islay begleiten. Der Barchef des Standl20, München (Link zum Standl20) greift den Foraging Trend auf und nimmt uns durch seinen Cocktail „Vagabond Fizz“ mit auf eine Reise durch Europa. Hier wurde bewusst „nur auf Produkte zurückgegriffen die in Europa zu finden sind oder produziert werden. Angefangen auf Islay mit dem Botanist Islay Dry Gin, Tonic aus Großbritannien, über die schönen Weinberge Deutschlands und den dichten Fichtenwäldern Bayerns“, bis direkt an Timons Tresen in der Cortiina Bar.

 
 Durch Verjus und Eisenkraut-Tonic ist diese Kreation ein „erfrischender Kräuterbetonter Fizz der reichlich Platz für den Hauptdarsteller lässt und trotzdem mit heimischen Aromen überzeugen kann“.

5CL The Botanist Islay Dry Gin

2CL Verjus

2CL Fichtensprossen-Sirup

Shake, Strain in Longdrinkglas auf Eis. Fill 15CL Eisenkraut-Tonic*.

*Eisenkraut-Tonic: 1Liter Fentimans Tonic mit 20gr Eisenkraut bei Zimmertemperatur ca. 24 Std ziehen lassen. Danach abseihen und in ein Sodasiphon füllen.

Mehr in Kürze…

Eure Botanisten

The Botanist Academy Islay – Blogeintrag KW 37

Von | Kräuter | Keine Kommentare

The Botanist Academy Islay – Blogeintrag KW 37

Foraging

Das Wort „foraging“ ist ein Begriff, welcher direkt im Deutschen so nicht existiert und im Englischen ein Qualitätsmerkmal sowie aber auch mittlerweile etwas ziemlich alltägliches darstellt. Wörtlich übersetzt bedeutet es „hamstern“ oder „Futtersuche“ und dies kann man auch im weitesten Sinne so sehen.

Eine der absoluten Besonderheiten und höchstes Qualitätsmerkmal des The Botanist Gin sind die „foraged 22 Botanicals“. Dies bedeutet, dass die „22“ des Botanists bis heute von Botanikern auf der Insel Islay von Hand gepflückt werden. Es sind wilde Botanicals, nicht gezüchtet oder gesetzt, sondern die Natur hat sie an den entsprechenden Fleckchen Erde groß werden lassen. Somit sind sie komplett unbehandelt, natürlich aromatisch und 100% nachvollziehbar in Bezug auf deren Herkunft.

Foraging ist also nicht nur ein Begriff, sondern ein absolutes Qualitätsmerkmal, welche zweifelsohne immer mehr zu einem internationalen Trend wird. Regionalität, Nachvollziehbarkeit und der Verzicht auf jegliche Behandlung. Geschmack wie es die Natur der Pflanze geschenkt hat ohne dass diese in Gewächshäusern irgendwelchen Schönheitsidealen angepasst wird. Egal ob man Köche oder Bartender fragt, beide nennen diese Punkte als höchste Qualitätsmaßstäbe, fragen sich jedoch oft, wo dies noch zu finden ist. Und dabei ist dies teilweise so einfach: direkt vor unserer Haustür. Thymian, Rosmarin & Co haben schon länger die Bars erobert und manch Bar zieht dem Gourmetrestaurant nach und beheimatet einen kleinen eigenen Kräutergarten. Aber dies ist nur ein kleiner Teil einer großen spannenden Welt der Aromen, welche noch zu entdecken gilt. Mädesüß, Echter Steinklee oder Vogelmiere sind beispielsweise Gewächse, welche bei uns in Wiesen und Wäldern nicht selten anzutreffen sind und einem Bartender auf der Suche nach neuer Geschmacksvielfalt neue Tore öffnen. Dazu kommt, dass diese teilweise auch noch sehr reichhaltig an Vitaminen sind oder gar heilende Wirkung haben.

Foraging

Foraged Mixology ist ein weiterer Weg, die eigene Barkultur zu erweitern und neue, unverwechselbare und einzigartige Aromen mit einem nie dagewesenen Regionalen Bezug zu schaffen. Man kreiert nicht nur einen Drink, sondern ein Erlebnis mit einer Geschichte. Auch schafft man Begehrlichkeit, da alles saisonal abhängig ist.

Der beste Weg das eigene Produkt zu verkaufen ist, wenn dies eine Geschichte besitzt. Und jeder kann sich an Momente seiner Kindheit erinnern, wo er in hiesigen Wäldern und Wiesen gespielt und gewisse Düfte oder Bilder wahrgenommen hat. Auch der Konsument der Drinks hat diese Erinnerungen und sie werden mit den Informationen geweckt. Eigenen Geschichten kommen hinzu und regen zweifelsohne zu Gesprächen an.

Es mag nicht auf jeden zutreffen, aber die Wahrscheinlichkeit, dass man etwas erlebt oder zu erzählen hat, ist beim foraging von regionalen Zutaten wesentlich höher als bei der Bestellung der exotischen Früchte und Kräuter beim eigenen Lieferanten.

Ok, wer weiß was der Lieferant so zu bieten hat….

Ewald J. Stromer

Wie facettenreich das Thema Foraged Mixology sein kann, beweisen die eingereichten Cocktailkreationen der Barkeeper, die uns auf die spannende Reise nach Islay zur The Botanist Academy (20.-23.September 2015) begleiten werden. Für die 5 renommierten Barkeeper gilt es das faszinierende Konzept hautnah auf Islay zu erleben und die 22 verarbeiteten Botanicals mit allen Sinnesorganen zu entdecken…Mit dabei sind:

Doreen Philipp (Mandarin Oriental, München)

Dominik Mohr (Spirits, Köln)

Henning Riecken (Pearl’z Bar, Bochum)

Steffen Goubeaud (Roomers, Frankfurt)

Timon Kaufmann (Standl 20, München)

Die Teilnehmer der The Botanist Academy wurden aufgrund ihrer eingereichten Drink-Rezepturen ausgewählt und diese wollen wir Euch natürlich nicht vorenthalten. Regen Sie doch zum Nachdenken an und sagen so viel aus über die Kreativität der Barkeeper und deren Beziehung zu den Produkten die sie alltäglich verarbeiten. In den nächsten 2 Wochen werden wir hier die Teilnehmer der Botanist Academy vorstellen… Den Anfang machen Doreen und Dominik!

Doreens Kreation nennt sich „Shared Moments und setzt sich wie folgt zusammen:

4BL      Frisch gepflückter Hopfen

5CL      The Botanist Islay Dry Gin

2CL      Fassbind Vieille Poire/ Alte Birne

4BL      Thomas Henry Mystic Dark & Stormy Gelee

3Cl       Frischer Zitronensaft

1          Frisches Eiweiss

Abspritzen mit Mandarinenzeste und bedecken mit Ricola-Bonbon-Staub

shared moments doreen philipp

Zur Idee hinter „Shared Moments“ sagt sie folgendes: „Die Idee für meinen Drink kam mir, als ich das gleichnamige Werk des Malers John Bramblitt betrachtete. Es strahlt eine wundervoll farbenfrohe Energie aus… und man spürt förmlich den feuchtwarmen Sommerregen auf der Haut, der mir gleich den Münchner‘ sommerlich-frischen Hopfenduft in Erinnerung ruft. Seine zitronig bittere frische, einen grazilen hauch von Kräutern und Gin auf der Zunge, das Gefühl eines wärmenden Williams im Bauch und einen Touch meiner heißgeliebten Ricola Zitronenmelisse-Bonbons. Eine lebendige Erinnerung an München, in der mein Drink badet! A Moment to share!“

 

Nicht weniger beeindruckend ist die Cocktail-Kreation des bekannten Barkeepers aus der Spirits Bar in Köln: Dominik Mohr. Sein Drink „Nebula“ greift ebenfalls den lokalen Aspekt der Foraged Mixology auf und besteht aus:

 

4 CL The Botanist Islay Dry Gin

3,5 CL  Kastanienmilch (200ml Milch mit 3 Barlöffeln Edelkastanienmehl leicht erwärmen und verrühren)

1 CL Tannenspitzensirup

1 Kappe YAOLA Kräuterbitter

Garnitur: Drachenblut (Duftharz) auf eine glühende Kohle legen und abbrennen lassen, damit ein würzig, harmonischer Nebel entsteht.

dominik mohr

„Heimische Botanicals, neu oder wieder zu entdecken, kann in einem selbst die verschiedensten Gefühle hervorrufen“, so Dominik Mohr. In ihm weckt es eine „Kombination aus Kindheitserinnerungen und Erstaunen darüber, wozu die Natur fähig ist. Mit dem „Nebula“ gibt er seinem Empfinden einen Geschmack und umschreibt diesen durch das Sinnbild der wechselnden Jahreszeiten. „Die würzige und rustikale Seite des Gins spiegeln den Herbst wider, die Kastanienmilch steht für die Kindheitserinnerungen und das Tannenspitzensirup in Kombination mit dem Duftharz transportiert die frischen Waldaromen und Gerüche“

Die Top-10 Rezepte des Riemerschmid Null Promille Cup 2015

Von | Bar | 2 Comments

Heute mal wenig Text, dafür aber viel Inhalt; wir haben für Euch die Top-10 Rezepte des Riemerschmid Null Promille Cup 2015 zusammengestellt, zum Nachmixen, Ausprobieren und teilen. In der ausgelosten Reihenfolge des Mixwettbewerbs und mit Glastyp, Zubereitung und natürlich Bild. Viel Spass damit!

Die Hummel fliegt_ Christoph Henkel

DIE HUMMEL FLIEGT von Christoph Henkel / Shepheard Bar, Köln

Glas: Longdrinks

Garnitur: Gurkenchip/ Limettenzeste/ Basilikumkrone

2 cl Riemerschmid Holundersirup

1 cl Riemerschmid Rhababersirup

1,5 cl Honig

10 Blatt Basilikum

3 cl Limettensaft, frisch

10 cl Bitterlemon

Zubereitung: Alle Zutaten (außer Bitterlemon Limonade) in einem Shaker auf Würfeleis shaken und durch ein Feinsieb auf Würfeleis in ein Longdrinkglas abseihen. Mit der Limonade auffüllen und dekorieren.

Affaire de coeur_ Steffi May

AFFAIRE DE COUER von Steffi May /Roomers Bar, Frankfurt/Main

Glas: Weinglas

Garnitur: Lavendel

2 cl Riemerschmid Blood Orange Sirup

3,5 cl Zitronensaft, frisch

1 Brise Getrocknete Lavendelblüten

3 Blätter Salbei

6 cl Tonic Water

Zubereitung: Alle Zutaten, mit Ausnahme des Tonic Waters auf Eiswürfeln shaken. Anschließend in das vorgekühlte, mit Lavendelblüten gerimmte Weinglas auf Eiswürfeln doppelt abseihen. Mit Tonic Water auffüllen und mit Lavendelblüten garnieren.

Sakura_Tarek Nix

SAKURA von Tarek Nix / Alto Bar, Berlin

Glas: Longdrink Glas

Garnitur: Rosen und Rhabarber

2,5 cl Riemerschmid Rhabarbersirup

3 cl Verjus

1 cl Limettensaft, frisch

2 dash Rosenwasser

Filler Thomas Henry Cherry Blossom

Zubereitung: Alle Zutaten bis auf Cherry Blossom und Rosenwasser shaken. Ohne Eis in Glas Abseihen und mit Eiswürfel auffüllen. Mit Rosenwasser bestäuben.

Forest Breeze_Andrej Blaha

FOREST BREEZE von Andrej Blaha / Widder Bar, Zürich

Glas: Hurricane Glas

Garnitur: Zitronengras

 5 g Ingwer Senf

3 Stängel Thymian ( ca. 8 cm )

2,5 cl  Zitronensaft, frisch

4 clAnanassaft

1,5 cl Riemerschmid Zitrone-Ingwer-Lemongras Sirup

6 cl Old Jamaica Ginger Beer

Zubereitung: Thymian muddeln. Alle Zutaten shaken und mit dem Ginger Beer auffüllen.

Sub-Zero Cooler_ Tom Jakschas

SUB-ZERO COOLER von Tom Jakschas / Rubinror, Köln

Glas: Longdrink

Garnitur: Zitronenzeste, Rhabarber, Ingwer

2 cl  Riemerschmid Rhabarber

1 cl Riemerschmid Zitrone-Ingwer-Lemongras

5 St. à 1 cm Rhabarber, frisch

2 Scheiben Ingwer, frisch (Scheibe à 2cm)

3,5 cl  Zitronensaft, frisch

10 cl Cream Soda (Schweppes o. Ben Shaw\’s)

Zubereitung: Rhabarber und Ingwer in Shaker muddlen, sonstige Zutaten (bis auf Cream Soda) hinzugeben und shaken, dann in Longdrinkglas auf Eiswürfel abseihen und mit Cream Soda auffüllen. Garnieren und genießen!

Fresh Cucumber_ Romy Kanter

FRESH CUCUMBER von Romy Kanter / Atrium Hotelbar im Hotel Tyrol am Haldensee, Grän am Haldensee

Glas: Marmeladenglas Toscana

Garnitur: Gurkenscheibe mit Dillstange, Trinkhalm

2 cl Riemerschmid Holunderblüten Fruchtsirup

4 cl Rauch Rhabarbersaft

3 Scheiben Salatgurke

2 Stängel Dill

1,5 cl Zitronensaft, frisch gepresster

10 cl Schweppes Tonic Water

Zubereitung: Das Marmeladenglas vorkühlen. Gurken vierteln und mit den Dillstängel in den Shaker geben und muddlen. Riemerschmid Holunderblüten Fruchtsirup, frisch gepressten Zitronensaft und Rauch Rhabarbersaft dazugeben. A alles zusammen mit Eis shaken. Marmeladenglas Toscana mit frischen Eiswürfeln füllen, dass geshakte per double strain ins Glas abseihen. Mit Tonic Water auffüllen. Dekorieren.

Jens Jupiter_Stephan Scheungrab

JENS JUNIPER von Stephan Scheungrab / Bernhards Restaurant, Montabaur

 Glas: Longdrinkglas

Garnitur: Gelber Paprikastick

2 cl Riemerschmid Rhabarbersirup

2 cl Zitronensaft frisch

30 g Roter Paprika

5 Stück Wacholderbeeren

8 cl Mineralwasser

 Zubereitung: Rhabarbersirup, Zitronensaft, Paprika und Wacholderbeeren gut mixen. Double strain in Shaker. Mit viel Eis kräftig shaken. Double strain in Longdrinkgläser mit Eis. Mit Mineralwasser auffüllen. Vorsichtig umrühren. Gelben Paprikastick dazugeben.

Beet it_ Max Bergfried

BEET IT! von Max Bergfried / Gin and Jagger, Essen

Glas: Longdrink

Garnitur: Dillzweig und rosa Pfeffer

2 cl Riemerschmid Holundersirup

3 cl Naturtrüber Apfelsaft

3 cl Rote-Bete-Saft

2 cl Zitronensaft, frisch gepresst

2 Zweige Dill

4 cl Sodawasser

Zubereitung: Alle Zutaten, bis auf das Sodawasser, kalt shaken. Anschließend doppelt, auf frisches Eis, in ein Longdrinkglas, abseihen. Danach mit Sodawasser auffüllen, verrühren und mit Dillzweig und gemahlenem Rosa Pfeffer dekorieren. Und dann ……..just beet it!

 Bloody Matter_Suzanne Richter

 BLOODY MATTER von Suzanne Richter / Karl May Bar, Dresden

Glas: Großer Tumbler

Garnitur: Kumquats, Ingwer

2 cl Riemerschmid Blood Orange

2 cl Limettensaft, frisch gepresst

5-6 Stück Kumquats

2 Scheiben Ingwer (1-2mm dick)

10 cl Schweppes Russian Wild Berry

Zubereitung: Die Kumquats halbieren, den Ingwer in kleine Würfel schneiden und alles mit einem Muddler im Gästeglas etwas andrücken. Mit einer kleinen Schaufel crushed Ice befüllen und die restlichen Zutaten (Riemerschmid Blood Orange, frischer Limettensaft, Schweppes Russian Wild Berry) hinzugeben. Anschließend den Drink rühren und mit crushed Ice ganz auffüllen. Den Cooler mit Ingwer und Kumquats dekorieren und mit Strohhalm servieren.

 Granny´s finest_ Christoph Kuhl

 GRANNY’S FINEST von Christoph Kuhl / Ye auld Fellows Irish Pub, Pfronten

 Glas: Double Old Fashioned

Garnitur: Rhabarberstange, Orangenspirale

2,5 cl Riemerschmid Rhabarber

1,5 cl Riemerschmid Blutorange

1,5 cl Zitronensaft, frisch gepresst

1 Bl Weisser Balsamico Essig

10 cl Fevertree Indian Tonic

1/2  Eiweiß, frisch

Zubereitung: Tonicwater, Rhabarbersirup, Zitronensaft und Balsamico Essig über Eis ins DOF Glas geben (vorsichtig aufrühren).

 

 

 

 

Flip – mehr als nur der Freund von Biene Maja

Von | Bar | Keine Kommentare

Unsere Serie CLASSICS widmet sich heute dem Flip – einem Cocktail aus Südwein oder Weinbrand, der mit Eigelb oder einem ganzen Ei hergestellt wird. Im Gegensatz zu Eggnogs wird weder Milch noch Sahne hinzugegeben. Laut dem Oxford English Dictionary wurde der Begriff erstmals 1695 verwendet, um eine Mischung aus Bier, Rum und Zucker, mit einem glühenden Eisen erhitzt („So leben wir auf See, essen Kekse und trinken Flip“) zu beschreiben. Das Eisen bringt das Getränk zu schäumen, und das Aufschäumen (engl. Flipping) war Anlass für den Namen. Im Laufe der Zeit stieg der Anteil der Eier und Zucker, das Bier wurde herausgenommen und das Getränk auch nicht mehr heiß serviert. Das erste Barbuch, das für einen Flip Eier zu der Liste der Zutaten hinzufügte, war Jerry Thomas ’s 1862 „How to Mix Drinks; or The Bon-Vivant’s Companion“. Die Cocktails tragen den Namen der verwendeten Getränkekategorie, zum Beispiel Brandy-Flip oder Champagner-Flip. Es gibt auch alkoholfreie Flips mit Kaffee, Tomaten- oder Fruchtsaft wie beispielsweise Bananen-Flip.

BRANDY FLIP:  5cl Asbach 8, 2cl Sahne, 2cl Feigensirup, 2cl White Port, 1cl PX Sherry, 1 Eigelb, grüner Pfeffer on top

RED CHOCOLATE FLIP:   4cl Asbach, 3cl Xuxu, 2cl Riemerschmid Barsyrup White Chocolate, 1 Ei

Rezepte von:

TINO HILLER / Haubentaucher, Berlin hat in den letzten 15 Jahren Erfahrungen in vielen gastronomischen Einrichtungen gemacht. Seine besondere Liebe gilt klassischen Cocktails und ihrer Geschichte.

MICHAEL P. NAGY / Der waschechte Frankfurter aus der Harry‘s New York Bar Frankfurt ist der Asbach Crusta-Mann der ersten Stunde, Newcomer des Jahres 2009 und zweiter Gewinner der Junior Akademie U30 2011. Die klassische Bar ist seine Passion.

Mehr Rezepte von & mit Asbach unter MyDrink/Rezepte mit Weinbrand

Steffi May gewinnt Riemerschmid Null Promille Cup 2015

Von | Bar | Keine Kommentare

Steffi May gewinnt Riemerschmid Null Promille Cup 2015 – Mit ihrem Drink „Affaire de Coeur“ gewann sie die Herzen der Jury: Steffi May aus dem Roomers in Frankfurt punktete beim Finale des Riemerschmid Null Promille Cups 2015. Bei dem Mix-Wettbewerb, dessen Fokus auf nichtalkoholischen Drinks liegt, konnte die Barmaid sich in zwei Durchgängen gegen neun weitere Finalisten behaupten und sich über die Siegprämie von 1.000 Euro sowie den begehrten Wanderpokal freuen. Tarek Nix aus der Alto Bar in Berlin gewann als Zweitplatzierter 750 Euro, Platz drei ging mit 500 Euro an Andrej Blaha aus der Widder Bar in Zürich. Austragungsort des Finales war das Mojito`s in Düsseldorf.

Der größte Hersteller von Premium-Sirups in Deutschland hatte auch in diesem Jahr Profi-Barkeeper aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dazu aufgefordert, einen innovativen Drink auf Basis eines alkoholfreien Coolers zu kreieren. Die Finalisten traten nun in Düsseldorf in einem spannenden Wettkampf gegeneinander an.

Riemerschmid NPC

Steffi May vom Roomers überzeugte die Jury mit einer selbstbewussten Präsentation ihrer Kreation „Affaire de Coeur“– eine Komposition aus dem Riemerschmid Bar-Syrup Blood Orange, Zitronensaft, Tonic Water, Lavendelblüten und Salbeiblättern.

Steffi May

Der leuchtend violette Drink begeisterte nicht nur optisch, sondern auch geschmacklich. „Alkoholfreie Drinks werden leider noch viel zu wenig bei der Erstellung von Barkarten beachtet, wir möchten inspirieren und zeigen, welche Vielfalt im Betrieb möglich ist. Vor allem die kreativen Beiträge der Teilnehmer mit handelsüblichen Zutaten begeistern uns, da sie auch reproduzierbar im Tagesgeschäft sind“, so Tim Nentwig, Marketing Direktor DIVERSA Spezialitäten.

Tim Nentwig, Marketing Direktor

In die Bewertung floss neben Aussehen, Geschmack, Präsentation und Zubereitung auch die Technik mit ein. Zudem legte die Jury, bestehend aus Vorjahressieger Florian Zweng, Kent Steinbach (Mojito’s Düsseldorf), Robert Potthoff (Bar Ellington, Düsseldorf), Rike Kurrle (Harry’s New York Bar, Frankfurt) und Riemerschmid Markenbotschafter Thomas Magg (Drinkkultur, Pfronten) Wert auf die Verwendung von Zutaten, die ausschließlich im Lebensmitteleinzelhandel erhältlich sind. Teil des Wettbewerbs war darüber hinaus ein Workshop mit Wissenstest zur Riemerschmid-Historie und Warenkunde.

Jury

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Neben den drei Gewinnern hatten auch Christoph Henkel (Shepheard Bar, Köln), Tom Jakschas (RubinRot, Köln), Romy Kanter (Atrium Hotelbar im Hotel Tyrol, Grän), Stephan Scheungrab (Bernhards Restaurant, Montabaur), Max Bergfried (Gin und Jagger, Essen), Suzanne Richter (Karl May Bar, Dresden), Christoph Kuhl (Ye Auld Fellows-Irish Pub, Pfronten) den Sprung in das Finale geschafft.

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Christoph Kuhl hängte im Action-Teil der Veranstaltung beim Riemerschmid-Grand-Prix auf der Kartbahn alle anderen ab.

Reieremerschmid Null Promille Kart Race

Am Abend feierte man gemeinsam in der Gastgeberbar Mojito’s den Sieg von Steffi May, Tarek Nix und Andrej Blaha.

NPC Sieger 2015

SiegerdrinkAffaire de Coeur

Affaire der Coeur

Zutaten

2 cl                  Riemerschmid-Syrup Blood Orange

3,5 cl               Zitronensaft, frisch

1 Prise             getrocknete Lavendelblüten

3 Blätter         Salbei

6 cl                  Tonic Water

 

Glas:                Weinglas

Garnitur:         Lavendel

 

Zubereitung

Alle Zutaten, mit Ausnahme des Tonic Waters, auf Eiswürfeln shaken. Anschließend in das vorgekühlte, mit Lavendelblüten dekorierte Weinglas auf Eiswürfeln doppelt abseihen. Mit Tonic Water auffüllen und mit Lavendelblüten garnieren.